Medien

14.06.2010
Matthias Sternkopf Autor: Matthias Sternkopf
msternkopf(at)gmx.de
101 Hottest Women in the  World

101 Hottest Women in the
World

101 Hottest Women in the World
Facebook-Spam mit "Gefällt mir"

Die neueste Spam-Attacke auf Facebook ist simpel und äußerst effektiv.

Kaum hat Facebook den „Gefällt mir“-Button auf fremden Seiten zugelassen, wird er auch schon missbraucht. „101 Hottest Women in the World“ – klingt nach einer Liste der tollsten Frauen der Erde – ist es aber nicht. Hinter dem simplen und klickträchtigen Versprechen verbirgt sich nichts weiter als eine neuerliche Spam-Attacke auf gutgläubige Facebook-Anwender.
 

Der Facebook-Nutzer wird meist über seine Kontakte, die bereits auf den Spam-Trick herein gefallen sind, in der Form von „XYZ gefällt :|:| 101 Hottest Women in the World :D :|:|“ auf die Seite aufmerksam. Der Link auf der Pinnwand verweist dann auf die Seite 101hottestwomen.com, auf der jedoch nur ein einziges Bild einer von Jessica Alba zu sehen ist. Mit der Zeile „Click here to continue“ wird dem User suggeriert, auch die restlichen 100 tollsten Frauen zu sehen.
 

Allerdings verbirgt sich dahinter nichts weiter als ein per Iframe auf der gesammten Seite versteckter „Gefällt mir“-Button. Da der Nutzer meist noch bei Facebook abgemeldet ist, wird die dubiose Seite nach dem Klicken in eine beliebige Stelle ohne Vorwarnung im eigenen Profil als Empfehlung angezeigt und erscheint dadurch auch bei den Kontakten im News-Feed. Auf diese Art verbreitet sich die Spam-Seite rasend schnell im Facebook-Netzwerk.
 

Vorsicht bei externen Links


Leider macht es Facebook den Spammern auch relativ einfach. Denn der Quellcode des externen „Gefällt mir“-Buttons ist offen und kann deshalb beliebig angepasst werden. User, die bereits auf diesen Schwindel herein gefallen sind, sollten den Link aus dem eigenen Profil entfernen, damit nicht noch weitere Kontakte in die Spam-Falle treten und die Seite unfreiwillig verbreiten.


Auch wenn der Spam in diesem Fall harmlos ist, sollte beim Klicken auf fremde Links grundsätzlich Vorsicht geboten sein. Dieser simple Trick ("Clickjacking") täuscht vor, dass die Seite vertrauenswürdig ist, schließlich haben die eigenen Kontakte ihn empfohlen. Leider wird man sich darauf einstellen können, dass in Zukunft das Facebook-Netzwerk noch deutlich öfter Opfer von Missbrauch wird. Im schlimmsten Fall können sich User so Viren und Trojaner einfangen. Mehr technischen Background zu ähnlichen Angriffen auf Facebook findet sich auf dem IT-Blog Nerd Supreme.
 

Bild: flickr.com; gnews pics

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