Bruce Nauman Mean Clown Welcome | 1989
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Bunte Fassade - schrilles Innenleben
Eröffnung der Sammlung Brandhorst in München
Das Münchner Pinakothekenviertel hat Zuwachs bekommen – endlich ist es so weit, und das Museum Brandhorst öffnet seine Pforten.
Lange Zeit war da nur eine riesige Baustelle zu sehen an der Türken- Ecke Theresienstraße, bis das Ganze schließlich langsam Form annahm: Seit letztem Sommer macht der große, moderne Kunstbau mit der bunten Stäbchenfassade Lust auf mehr, auf mehr Farbe, auf mehr Explosion, auf mehr moderne Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts – und zwar vom Feinsten.
Der Wunsch geht endlich in Erfüllung. Ab diesem Donnerstag, dem 21. Mai, sind die Hallen geöffnet, und das in den ersten Tagen sogar kostenlos! Manch einer mag die Chance letzten Sommer genutzt und sich schon einen Inneneindruck des leeren Gebäudes gemacht haben, das innen so überhaupt nicht bunt ist, auch wenn es die Fassade vermuten lässt. Doch die nackten weißen Wände enormer Höhe sind der ideale Hintergrund für die umso aufregenderen Kunstwerke.
Jetzt endlich ist die außerordentliche Sammlung der „Udo und Anette Brandhorst Stiftung“ für jedermann zu sehen – und sie steht den hochangesehenen Schätzen der umliegenden Pinakotheken in nichts nach. Die ganz großen Namen des 20. Jahrhunderts, aber auch gegenwärtiger Strömungen, sind hier vertreten.
Allein von Andy Warhol, dem Inbegriff der Pop Art, findet man im Museum Brandhorst über 100 eindrucksvolle Werke – ein einzigartiges Werksspektrum in einem europäischen Kunsthaus. Ebenso ist die Sammlung von über 60 Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen des abstrakten Expressionisten Cy Twombly eine Exklusivität in Europa. Doch nicht nur amerikanische Künstler, auch die Großen aus Deutschland sind vertreten: Von Sigmar Polke, Gerhard Richter oder Georg Baselitz bis zu Katharina Fritsch.
Ob Gemälde, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Drucke; ob bunte Farbspritzer, zarte Linien, leuchtende Neonröhren, verschlungene Formen – das Museum Brandhorst zeigt moderne, aufreibende und aufweckende Kunst verschiedenster Arten. Diese wahre Bereicherung der Münchner Museumsschätze sollte von jedem genossen werden – ob gequetscht-gratis gleich in diesen ersten Tagen, oder aber einmal an einem ruhigen Sonntag nach dem ersten Ansturm, da zahlt man nämlich, wie in allen Pinakotheken, nur einen kleinen Euro.
Museum Brandhorst
Theresienstraße 35 a, 80333 München
Täglich außer Mo. 10-18 Uhr, Do. 10-20 Uhr
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Sonntags 1 Euro.
Bildquelle: www.pinakothek.de -Friedrich Rosenstiel, Andreas Lechtape, Haydar Koyupinar
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