Feiern vorm Fernseher
Die TV-Highlights von
Weihnachten bis Silvester
Die ZEITjUNG Programmtipps zwischen Weihnachten und Sylvester
Same procedure as every Year - Zwischen zwei Feierlichkeiten landet man vollgefressen vor der Glotze und weiß nicht, was man anschauen soll. Vor lauter Überangebot zappt man zwischen gefühlten 1000 Filmen hin und her und weiß nicht was man anschauen soll. ZEITjUNG lässt euch nicht im Stich. Hier sind unsere Programmtipps für die Feiertage!
24. Dezember VOX/ 2:00 Vertigo
Psycho-Thriller (USA 1958)
Regie: Alfred Hitchcock
Dürfen Regisseure selbst ihre Lieblingsfilme wählen, dann ist Vertigo fast immer auf einem der vorderen Plätze zu finden. Dieser Film ist einer der Gründe dafür, dass Alfred Hitchcock in dieser Gilde fast schon den Ruf eines Halbgottes genießt.
25. Dezember KABEL 1/ 20:15 Spiel mir das Lied vom Tod – Director´s Cut
Italo-Western (I/USA 1968)
Regie: Sergio Leone
Der Film erschien zwei Jahre nach der „Dollar Trilogie“, die Clint Eastwood zur coolsten Sau im Wilden Westen machte. In diesem bildgewaltigen Epos bleibt „der Blonde“ zwar Außen vor, dafür gibt sich diesmal Charles Bronson als mysteriöser Mundharmonikaspieler die Ehre. Schon bei den ersten Takten seiner legendären Melodie gefriert einem förmlich das Blut in den Adern.
26. Dezember RTL II/ 21:55 A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm
Science-Fiction (USA 2005)
Regie: Richard Linklater
Spielt im Amerika der Zukunft, in der das halbe Land süchtig nach der illegalen „Substanz D“ geworden ist. Wahrheit und Illusion verschwimmen in diesem paranoid-schrägen Animationsfilm. Zunächst wurde mit realen Schauspielern (u. A. Keanu Reeves, Robert Downey Jr, Wynona Ryder, Woody Harrelson) gedreht, um dem ganzen dann schließlich per „Rotoscoping-Verfahren“ seinen einzigartigen Comic-Look zu verpassen.
27. Dezember BR/ 22:00 Tootsie
Komödie (USA 1982)
Regie: Sydney Pollack
Als chronisch erfolgloser Schaupieler schlüpft Dustin Hoffmann in die Rolle einer Frau und bekommt als Dorothy Michaels prompt die Hauptrolle in einer Seifen-Oper.
Was wie eine seichte Komödie klingt, ist in Wahrheit beißende Satire, die mit einem wahren Feuerwerk an Gags zu gefallen weiß. Bill Murray spielt eine der Nebenrollen.
28.Dezember ARTE/ 21:00 Rampenlicht
Drama (USA 1952)
Regie: Charly Chaplin
In einem seiner letzten Filme verzichtet Chaplin fast komplett auf den für ihn so typischen Slapstick-Charme. Als der traurige Clown Calvero treibt er sogar den härtesten Männer-Visagen die Tränen ins Gesicht. Zum ersten Mal stehen mit Charly Chaplin und Buster Keaton die beiden größten Komiker der Stummfilmzeit gemeinsam vor der Kamera; bezeichnenderweise als gealterte Komiker am Ende ihrer Karriere.
29.Dezember TELE 5/ 20:15 Inspektor Clouseau - Der irre Flic mit dem heißem Blick
Kriminal-Komödie (GB 1978)
Regie: Blake Edwards
Eine von zahlreichen Fortsetzungen des „Rosaroten Panthers“.Worauf Chaplin bei Rampenlicht verzichtete gibt’s hier am laufenden Band: Absurde und alberne Slapstickeinlagen. Wer Peter Sellers mag fühlt sich hier gar köstlich unterhalten.
30. Dezember ARD/ 23:55 Pat Garrett jagt Billy the Kid
Western (USA 1973)
Regie: Sam Peckinpah
Der Soundtrack ist in diesem Fall fast bekannter als der Film, denn niemand anderes als Bob Dylan sorgt für die musikalische Untermalung dieses oft verkannten Westerns. Doch spätestens dann, wenn der sterbende Pat Garret sich am Flussufer niederlässt und dazu Knocking On Heavens Door erklingt, hat sich das Einschalten schon gelohnt.
31. Dezember Auf allen Dritten/ von 14 - 24 Uhr Dinner for one oder: Der 90. Geburtstag
Sketch (D 1963)
„The Same procedure as every Year“ - Was soll man denn an Silvester auch anderes kucken als „Dinner for One“. Und wenn dann Butler James zum zehnten Mal über den Tigerkopf stolpert, dann bleibt, vor lauter Lachen, sogar der Oma, die gar kein Englisch kann, höchstens das ganze schöne Essen – aber auf keinen Fall das Lachen – im Halse stecken.
Bildquelle: Wikimedia Commons, Stefan Kühn