Martin Holzer Autor: Martin Holzer
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TONleiter | 08.02.2010 |
Gemeinsam zum Erfolg
Gemeinsam zum Erfolg
Hier geht's um:
Local Natives Gorilla Manor Kelcey
Interview

Gemeinsam zum Erfolg

Local Natives im Interview

Die Local Natives sind der Geheimtipp aus Los Angeles und bei uns im Interview!

Die Local Natives sind eine junge Band aus Silverlake, Los Angeles, die sich neben wünderschönen Harmonien vor allem durch ein ausgeprägtes Teamwork auszeichnet. Während die fünf gemeinsam in einem Haus namens „Gorilla Manor“ gewohnt haben, sind die Songs für ihr gleichnamiges, selbstfinanziertes Debutalbum entstanden. In den USA haben sie damit den Status des Geheimtipps erreicht. Hier in Deutschland ist „Gorilla Manor“ Ende Januar erschienen und kurz darauf kamen die Local Natives zum ersten Mal nach Deutschland. ZEITjUNG hat sich für euch mit Kelcey Ayer (Keyboard, Vocals) und Ryan Hahn (Gitarre, Vocals) getroffen.    


ZEITjUNG: Ihr habt gestern Abend im Atomic Café, hier in München gespielt. Wie war das Konzert?

R: Das war toll. Es ist wirklich schön, wenn Menschen an einem Ort, an dem wir noch nie waren, unsere Lieder mitsingen. Das fasziniert uns noch immer.

Das ist eure erste Tour in Deutschland überhaupt. Ist es so, wie ihr es euch vorgestellt habt?

K: Weißt du, wir haben uns vorher gefragt, ob überhaupt jemand kommen würde. Dann die ganzen Leute zu sehen, die anscheinend sehr bewegt waren von dem, was wir tun, war schon ziemlich großartig.

Ihr habt lange Zeit zusammen in einem Haus gewohnt. Wie war das für euch?

K: Das war auf jeden Fall sehr hilfreich für viele Bereiche der Band. Auch als wir mit dem Album fertig waren, sind wir dann gemeinsam vor unseren Computern gesessen, vor Blog´s und so weiter, um mit allen möglichen Leuten zu kommunizieren, um unser Album zu promoten. Es war einfach sehr schön, das alles gemeinsam zu machen, als eine Einheit.

Genau wie dann auch das Album, habt ihr auch das Haus „Gorilla Manor“ getauft. Ich hab mich gefragt woher dieser Name eigentlich kommt. Habt ihr euch da drin etwa wie Affen benommen?

R: (lacht) ja, ein bisschen vielleicht schon. Das war für uns alle eine ziemliche spezielle, einzigartige Zeit. Wir mussten uns entscheiden, was wir mit unseren Leben machen wollen. Uns dafür entscheiden, dass wir wirklich mit Musik unser Geld verdienen wollen und überlegen wie das funktionieren soll. Manchmal ist es auch beängstigend, wenn man nicht so viel Geld hat und dann so viel Zeit und Geld in eine Sache investiert muss. Man muss auch viele andere Sachen dafür opfern.  

Ihr habt euch die Aufnahmen ja selbst finanziert. Wieviel Risiko war mit dieser Entscheidung verbunden?
 
K: Nun es war eigentlich die einzig mögliche Entscheidung. Wir hatten eigentlich keine andere Option. Wir wollten unsere Songs aufnehmen, um allen die Songs zeigen zu können die wir geschrieben haben. Mit Raymond Richards, bei dem wir aufgenommen haben, haben wir einen sehr guten Deal gemacht. Ich denke, dass wir für das, was wir gezahlt haben wirklich ein großartiges Produkt gekriegt haben.

Denkt ihr, dass man als junge Band heute vielleicht mutiger sein muss als früher, als noch mehr Geld im Spiel war?

R: Ich denke, dass dadurch Leute ausgesiebt werden, die nicht den richtigen Ehrgeiz haben, die aus den falschen Gründen dabei sind. Weil es eben nicht so ist, dass man viel Geld kassiert und es eben auch sehr viel Arbeit bedeutet.

Was ist der beste Teil an diesem Job?

R: Es ist schon sehr schwer es einen Job zu nennen, denn trotz der harten Arbeit endet es immer darin, dass wir zusammen Musik machen und das machen wir sowieso am Liebsten.

Würdet ihr zustimmen, wenn ich sage, dass Crosby, Stills, Nash & Young euer größter Einfluss sind?

R: Also, ich kann nicht für alle sprechen, aber für mich sind sie eine der größten Bands überhaupt.Auf jeden Fall ein großer Einfluss

K: Also es ist so, dass jeder von uns sehr verschiedene Einflüsse mitbringt; und weil jeder sich in die Musik einbringt, gibt es zahllose Bands und Musiker, die unsere Musik beeinflussen. Aber wir haben natürlich sehr viele Harmonien, die zeigen, dass wir auch  die Beach Boys und Crosby, Stills, Nash & Young sehr gerne mögen.

Wie läuft das dann wenn ihr einen Song schreibt?


K: Ich weiß auch nicht genau (lacht).Wir spielen einfach herum, nehmen ein paar Sachen auf, arbeiten damit und verbringen dann sehr viel Zeit damit die Songs zu schreiben.

R: Keiner von uns hat eine klassische Ausbildung und keiner von uns weiß wirklich, was wir da genau tun, außer, dass wir viel zusammen aufnehmen und dann gemeinsam versuchen was daraus zu machen.

ZEITjUNG bedankt sich für das Interview.

 

Bildquelle: Blog der Local Natives

 

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