Elias Kreuzmair Autor: Elias Kreuzmair
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NACHRICHTENsprecher | 13.07.2009 |
CSD
Auf dem Marienplatz beim Münchner CSD
Hier geht's um:
CSD Zeugen Jehovas Bibelkongress Homosexualität München Verona Christian Ude

Gott und die Welt

CSD und Bibelkongress der Zeuge
Jehovas zeitgleich in München

Am Wochenende fand der CSD und ein Bibelkongress der Zeugen Jehovas zeitgleich in München statt.

 Monika* und Andrea* sind aus dem Allgäu angereist. Sie tragen Tracht, wie so viele der 40.000 Teilnehmer, die am vergangenen Wochenende überall in München mit ihren weiß-blauen Namensschildern mit dem Veranstaltungs-Slogan "Wacht beständig" anzutreffen waren. Sogar Teilnehmer im Kimono gab es –  eigens angereist, wie Andrea stolz erzählt. Schließlich war der Kongress international. Auch auf Griechisch, Italienisch und Türkisch wurde über die Lage der Welt aus Sicht der Bibel diskutiert. „Es wird sich bald etwas verändern auf der Erde", sagt Monika, „die Bösen werden bestraft.“

In München kam es allerdings zu einem direkten Aufeinandertreffen – mit den von Monika so genannten Bösen. Am Samstag, als der Kongress der Zeugen Jehovas also in vollem Gange war, fand der Münchner Christopher-Street-Day statt. Angeführt vom langjährigen Schirmherrn Christian Ude, der sein Rathaus auch dieses Mal wieder für die anschließende Party zur Verfügung stellte, verwandelten 6.000 Teilnehmer und 50.000 Zuschauer die Münchner Innenstadt in eine Partyzone mit politischer Botschaft.

Die Zeugen Jehovas lehnen Homosexualität – wie auch vorehelichen Geschlechtsverkehr –, ihrer Auslegung der Bibel folgend ab. Zu Zusammenstößen zwischen feiernden CSD-Besuchern und den frommen Zeugen kam es dankenswerterweise nicht. Auf dem Marienplatz und vor allem im Zwischengeschoss der U- und S-Bahn-Station waren allerdings einige der Bibelkongress-Teilnehmer sehr überrascht davon, dem Bösen so unmittelbar ins Auge zu schauen. So wurden einige beständig Wachende mit sprichwörtlich offenem Mund gesichtet. Monikas Bibel-Begeisterung tut das dennoch keinen Abbruch. Sie will gleich nächsten Monat nach Verona – zum nächsten Kongress. Von einer CSD-Parade in der italienischen Provinzhauptstadt ist nichts bekannt.

 
 
Bildquelle: flickr.com, thomsson
 
*Namen geändert

 

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Marcus Meyer schrieb am 14.07.2009 um 10:09:48 Uhr:

Ich selber war auch auf dem Kongreß der ZJ und war total begeistert. Es war echt nen Highlight ZJ aus aller Welt zu treffen und sich auszustauschen. Am Samstag wollte ich einen kleinen Ausflug in die Innsenstadt machen und wurde vom CSD überrascht. Und möchte hier zum Artikel etwas klarstellen. ZJ halten nicht die Menschen die einen homosexulles Leben führen für "Böse" sondern, das Leben welches sie führen. Auch was "Partys" angeht, sind die Geschmäcker verschieden. ... Ich habe mich von dem CSD Fest eher nicht angezogen gefühlt. Es hat mich eher sehr befremdet halbnackte Kerle mit ausgeleiherten Brustwarzen rumhüpfen zu sehen. Aber wie gesagt – die Geschmäcker sind verschieden. Selber habe ich festgestellt, daß mich einige aus der Schwulencommunity beschimpft haben, als umgekehrt – aber auch das war eine Ausnahme. Jeder sollte so leben, das er überzeugt ist das richtige zu tun – mehr oder weniger in dem Bewußtsein, irgendwann mal über sein Leben rechnschaft ablegen zu müssen. Solange ich dies Freiwillig tue – was wäre daran verkehrt. In diesem Sinne haben sowohl Zeugen Jehovas, als auch Schwule und Lesben ihrer Überzeugung gemäß das letze Wochenende verbracht und ich bin überzeugt ... jeder hatte auf seine Weise Freude.

Anonym schrieb am 14.07.2009 um 18:48:42 Uhr:

Ich bin eine Zeugin Jehovas und war ebenso, wie jedes Jahr, von diesem internationalen Kongress in München begeistert. Es waren Delegierte aus Japan, USA und Italien da. In diesen 3 und ein halb Tagen kamen wir uns wie eine große Familie vor und so eine brüderliche Liebe ist in keiner anderen Religion zu finden. Ich wunder mich nicht über kritische Kommentare von Reportern. Ich hatte auch die Möglichkeit, mich mit zwei Mädchen aus Florida zu unterhalten. Es fiel uns nicht schwer miteinander zu reden, denn trotz der unterschiedlichen Sprache, wussten wir, dass wir die gleichen Ziele im Leben haben – Jehova auf Ewigkeit zu dienen! Wir bekamen Geschenke und Herzensfreude so viel Brüderliebe zu sehen. Zwei Delegierte aus Japan erzählte mir, dass sie zwölf Stunden lang geflogen sind, um an diesen internationalen Kongress teilzunehemen. Eine Schulkamaradin hielt es für unnötig eine so lange Reise nur für einen Kongress zu planen. Eine solche Antwort kam mir jedoch nicht überraschend rüber. Meine Absicht, ist es nicht, Angehörige von anderen Religionen zu beleidigen. Doch ich finde, dass jeder Mensch bereit sein sollte, den wahren Tatsachen ins Auge zu sehen. Und nein, wir sind keine Sekte! Wir wurden bereits 2006 als Religion anerkannt(für die Leute, die nie was von Internet, Zeitung und Fernsehen gehört haben). Laut Wikipedia, ist eine Sekte eine Gruppe von Menschen, die einem Philosophen folgen. Wir Zeugen Jehovas lassen uns nur von der heiliegen Schrift(die Bibel)leiten. Bevor man irgendwelche Gerüchte verbreitet, sollte man sich lieber davor fragen, ob sie einen Sinn ergeben. Meiner Meinung nach, sind das Verleumdungen, die strafbar gemacht werden sollten. Was ist denn daran so schlimm , wenn wir dem Gesetz unterlegt sind, nicht morden, nicht rauben, nicht rauchen und anderen Menschen helfen wollen, Gott näher kennen zu lernen?! Wir jedenfalls sind fest entschlossen das Thema des Kongresses zu befolgen: Wacht deshalb beharrlich, weil ihr nicht wisst, an welchem Tag euer Herr kommt.(Matthäus 24:42)

alex schrieb am 14.07.2009 um 20:18:07 Uhr:

Ich bin kein Zeuge Jehovas und musste letzte Woche in der S–Bahn fürchterlich über die Sektierer mit den lustigen Namensschildern lachen. =D