Politik

17.09.2009
Kaner Autor: Kaner
ke(at)zeitjung.de
Mit Molotowcocktails und Axt in die Schule

Mit Molotowcocktails und
Axt in die Schule

Amoklauf in einer bayerischen
Schule in Ansbach

Mit Axt und Sprengsätzen bewaffnet stürmt ein 18-Jähriger seine Schule. Mehr als 10 Schüler sind verletzt.

Gut ein halbes Jahr nach dem Amoklauf in Winnenden und den vielen Spekulationen um Tim K. ereignete sich heute erneut ein Amoklauf - diesmal aber mit Molotowcocktails und einer Axt.

Die Informationen über den Tathergang und vor allem die Motive des 19-jährigen Abiturienten sind bisher noch unscharf. Bisher ist nur klar, dass der Schüler um 8:35 Uhr mit einer Axt das Schultor aufgebrochen hat und sofort ins Gebäude gestürmt ist. In ein Klassenzimmer warf er ein Molotowcocktail hinein.

Nach Angaben der Polizei wurden 11 Menschen verletzt, drei Mädchen darunter schwer. Alle sind jedoch außer Lebensgefahr.

10 Minuten später kam bereits die Polizei und versuchte, auf den Amokläufer einzureden. Doch dann kam es zu einem Schusswechsel und der Schüler wurde von einer Kugel in den Oberkörper getroffen. Wie es um den Zustand des Amokläufers jetzt steht und wie sein Name lautet, ist bisher noch nicht veröffentlicht worden.

Die Staatsanwaltschaft wird den Schüler wegen versuchten Mordes anklagen. „Schwerpunkt wird es sein, aufzuhellen, was in dem Täter vorgegangen ist“, sagte die Oberstaatsanwältin.

Glücklicherweise bemerkte ein Lehrer schnell, was vor sich ging und löste in der Schule einen Alarm aus, 600 Schüler wurden schnellstens evakuiert. Momentan ist das Schulgelände von der Polizei gesperrt.

Nun, eins ist für die nächsten Wochen sicher: Diskussionen rund um böse Computerspiele und Internetsperren, damit Amokläufe sicher erfolgreich verhindert werden können!

Foto: Wikimedia Commons, Marek Peters

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