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Autor: JONOJO
Josip.Novosel(at)gmx.de
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| SPORTSkanone | 01.12.2008 |
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Ein Statement!
Dick Leib Statement Schönheitswahn
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Mein Name ist Fett! Ziemlich Fett!
Eine Anti-Sportskanone
Fett sein im Zeitalter von Hunger und Krise.
So ein Dicker muss doch bestimmt ein Glücklicher Mensch sein. Er hat seine Ruhe. Niemand würde es wagen, mit ihm in einen Clinch zu geraten. Seine Kleidung kauft er meist abseits in Geschäften, die nur seinesgleichen besucht. Vor allem pfeift er auf Trennkost und Diäten. Magersucht und Kohlenhydrate kennt er nicht. Er leistet sich den Luxus, nicht im Strom mitzuschwimmen und bleibt einfach stehen und nimmt sich, was er begehrt. Dick sein in Form von absoluter Dekadenz. In Zeiten von Krisen und Welthunger eine ziemliche Frechheit. Doch Fett wirft ziemlich große Schatten.
Einschränkung und Distanz sind meist die Folgen, die einen dicken Menschen erwarten, wenn er durch das Klischee verseuchte Zeitgeschehen wandert.
Man muss sportlich sein, Muskeln haben, Knochen statt Rundungen zeigen. Denn wozu hat man denn Rohkost und Fitnessgeräte?? Warum gibt es wohl Diäten und Kate Moss?!? Weshalb ist die Mitgliedschaft im Sportstudio Pflicht?!?
Um gesund zu sein?!? Um sich wohl zu fühlen?!?
Klingt alles ziemlich einleuchtend.
Aber, ist es nicht im Prinzip die Flucht vor einem selbst und die Angst etwas zu verpassen, weil man zu schwach oder vielleicht zu dick sein kann, um die Zeiten zu überstehen?
Man sammelt sich Rücklagen. Investiert in Geld statt in Essen. Lässt Muskeln spielen, statt Taten sprechen. Ist ja eh das Gleiche. Weil ein Apollo kann uns eher aus unserer Misere retten als ein Rubensarsch.
Ja, Dicke haben es einfach nicht leicht. Man entgegnet ihnen mit Spott. Wirft ihnen Verschwendung und Faulheit vor.
Aber sind sie nicht eigentlich die wahren Helden der Neuzeit?
Sie sind gesellig in Zeiten von Einsamkeit.
Zwar wenn man all die vorgeschobene Drolligkeit und Freude eines dicken Mitmenschen beiseite schiebt, spürt man auch die Unsicherheit und das Unwohl, aber sie haben es verstanden, die Hoffnung beizubehalten.
Fett sein als stilles Statement! Ohne Platitüde! Strotzend gegen Schönheitswahn und Marginalisierung.
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