Menschen

26.05.2009
thefell Autor: thefell
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Red–Bulls DrogenflĂĽgel

Red-Bulls DrogenflĂĽgel

Gefährliche Droge in beliebtem
Aufputsch-Getränk

Die Mengen seien ungefährlich – rechtlich gesehen müsste das Getränk jedoch vom Markt genommen werden. Wird Red-Bull jetzt durch die Nase gezogen?

„Red Bull verleiht Flüüüüügel“ – so lautet der eindringliche Werbeslogan des gleichnamigen Herstellers für Energy-Drinks. Nach der erschreckenden Erkenntnis dieser Woche bekommt die Aussage allerdings eine ganz neue Bedeutung – der Grund: Im Aufputschgetränk Red-Bull-Cola befindet sich die gefährliche Droge Kokain! Ein Skandal der Spitzenklasse!

Das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Nordrhein-Westfalen machte die grausame Entdeckung, als es das Getränk mit dem Namen „Red-Bull-Cola“ einer Routineuntersuchung unterzog. Die Behörden in Bayern, Niedersachsen bestätigten den Befund und schlugen Alarm: 0,4 Mikrogramm Kokain befinden sich in einem Liter des Getränkes, also 0,0000004 Gramm pro Kilogramm. Nach akribischem Test des Bundesinstitutes für Risikobewertung dann die Entwarnung: Die in den Proben gefundenen Mengen der stark süchtig machenden Droge sind gesundheitlich unbedenklich. „Der Anteil von Kokain in Red-Bull-Cola liegt 7000- 20000-fach unter der erforschten Wirkgrenze der Droge“, so ein Pressesprecher des Berliner Institutes. „So viel kann man davon gar nicht trinken, dass ein Effekt spürbar wird“, fügte er hinzu. Obwohl es sich um eine ungefährliche Menge der aus dem Extrakt der Kokapflanze gewonnen Kokain handelt, ist das Getränk rechtlich kein Lebensmittel, sondern fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und ist damit eigentlich verboten.

Das Bundesverbraucherschutzministerium und die Europäische Union müssen jetzt beraten, wie sie mit dem Energy-Cocaine-Drink umgehen. Fest steht bereits, dass der Hersteller eine Ausnahmeregelung beantragen müsste, um sein Getränk weiter verkaufen zu dürfen. Bis dahin sollen aber alle Dosen aus den Regalen genommen werden. „Die Landesbehörden haben keine andere Wahl, als dieses Produkt aus ihrem Sortiment zu verbannen“, so Jürgen Thier, Sprecher des Institutes für Risikobewertung. Damit sei gesichert, dass Zufälle von erhöhten Konzentrationen von Kokain vereinzelt Menschen gefährden. Außerdem sei noch nicht klar, wie genau die Droge Kokain in Red-Bull-Cola gelangt.

Für alle Red-Bull-Cokaine Fans heißt es jetzt: Ab zum Supermarkt und Vorrat kaufen. Wer jedoch die Wirkung des illegalen Zusatzstoffes in der Dose voll erleben will, kann bei dem Getränk lange warten.

Bildquelle: www.flickr.com, mishel churnik

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