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Die Bundesliga-Kolumne
Nur 48 Stunden "im bezahlten Fußball"
In den Hauptrollen: Jogi Löw und Felix Magath
ZEITjUNG-Experte Iffan Steffenberg bringt den Spieltag auf den Punkt!
Langsam wird es sogar Bayern-Sympathisanten unheimlich. Ganze zwei Minuten hielt die Wolfsburger Abwehr stand, und schon waren die Bayern wieder auf der Siegerstraße. Im Handumdrehen werden die Niedersachsen abgewatscht, der Grafite verschießt symptomatisch noch seinen ersten Elfer in der Liga und Leverkusen und Schalke stolpern in Bochum bzw. im Breisgau. Und dieser Holländer...
Vielleicht sind die unzähligen Niederländer in der Liga ja Teil eines holländischen Zukunftsprogramms. Sozusagen schon mal Werbung für ihr Heimatland. Wenn dann wegen des Klimawandels die Holländer auswandern müssen, spielen vielleicht im Gegenzug Robben, Elia und van Nistelrooy bei uns in der Nationalmannschaft mit. Schön wär's, und sympathisch sind sie ja wirklich. Vergessen die Zeiten, als ein gewisser Ronald Koeman sich den Allerwertesten mit unserem Trikot säubern wollte.
Nicht gegen Holland, dafür gegen Belgien geht’s unter anderem in der EM-Qualifikation. Ob mit oder ohne Jogi Löw, das steht noch in den Sternen. Ein wunderbares Interview hab ich am Samstag im Sportstudio gesehen, in dem der Jogi geschätzte 23 mal betont hat, dass er nur 48 Stunden Zeit gehabt habe, sich das mit dem neuen Vertrag zu überlegen. „Ich bin der Bundestrainer“, und ein Bundestrainer lässt sich natürlich nicht die Pistole auf die Brust setzen.
Auf seinem Mist ist das Ganze ja wahrscheinlich sowieso nicht gewachsen. Die Fäden zog Dipl. Betriebswirt (FH) Oliver Bierhoff, der seine und Jogis Arbeit mehr als bisher auch finanziell gewürdigt sehen will. Ich will hier keinen Sozialneid schüren, aber es gibt schlechtere Jobs „im bezahlten Fußball“, wie der Felix Magath sagen würde. Aber wie gesagt, kein Sozialneid....
Der Felix selbst war wieder einmal sichtlich erregt über ein nicht gegebenes Tor für seine Schalker. Wenn wir hier eine seriöse Berichterstattung machen würden, dann müsste man jetzt sagen: „Das ist wieder einmal Wasser auf die Mühlen derer, die schon seit Jahren den Chip im Ball fordern und das wird die Diskussionen um Torrichter und technische Hilfsmittel wieder einmal anfeuern.“ Hat er ja auch recht, der Felix, „im bezahlten Fußball“ geht es um viel Geld, da wäre es ja noch schöner, wenn man den Ausgang eines Spiels dem Zufall überlassen würde. Da wünscht man sich als Trainer natürlich etwas mehr Planungssicherheit.
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