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ZEITjUNG trifft James Franco auf dem Münchner Filmfest

James Francos eigenes Idaho

03.07.2012

In zwei Filmen widmet sich James Franco Gus van Sants „My Own Private Idaho“.

Jeder Filmemacher hat einen Film, der ihn ganz besonders beeinflusst hat, den er in seiner Jugend bereits gesehen hat und der ihn dazu brachte, selbst vor oder hinter die Kamera zu treten. Als 13-Jähriger, so erzählt James Franco, habe er zum ersten Mal „My Own Private Idaho“ von Gus van Sant gesehen. Erst einmal, dann immer wieder.

„Der Film hat eine tolle Ästhetik. Er beinhaltet so viele Genres: Roadmovie, Western, ist teilweise auch fast dokumentarisch. Dann natürlich die Schauspieler, vor allem River Phoenix. Und das Hauptthema des Films, nämlich die provisorische Familie, in der die beiden Hauptcharaktere leben“, erklärt Franco seine Liebe zu „My Own Private Idaho“. Mehr als 20 Jahre später ist James Franco selbst einer der großen Schauspieler in Hollywood. Und doch: Noch immer ist sein Schaffen eng verbunden mit jenem Roadmovie, das 1991 River Phoenix unsterblich machen sollte und James Franco zum Film brachte.

Zwei neue Versionen von "Idaho"


Auf das Münchner Filmfest hat James Franco gleich drei neue Filme mitgebracht. Neben dem aus einer Seifenoper neu zusammengeschnittenen Thriller „Francophrenia“ präsentierte Franco zwei Werke, die eng mit seinem Lieblingsfilm verknüpft sind. Für „My Own Private River“ hat James Franco nicht verwendetes Originalmaterial von Gus van Sants Werk zu einem neuen Film zusammengefügt. Angst, dass diese Arbeit für ihn den Lieblingsfilm seiner Jugend ruinieren würde, hatte Franco dabei nicht: „Da war eher der Student in mir am Werk, der Interesse am ursprünglichen Material hatte. Ruiniert hat das für mich nichts, im Gegenteil, es hat den Film viel mehr aufgewertet“, erzählt Franco, den Blick zum Boden gerichtet, so als sei es ihm unangenehm, zu viel über sich und sein Schaffen zu erzählen.

"Ich fragte Gus, ob ich diese Filme machen könnte
"

Als er mit Gus van Sant an dessen Film „Milk“ arbeitete, erzählt James Franco, habe er von frühen Drehbuchfassungen von „My Own Private Idaho“ erfahren. „Ich fragte Gus, ob ich diese Filme machen könnte. Und einer davon wurde der Film, der nun ‚Idaho‘ heißt.“ Auch „Idaho“ zeigte Franco auf dem Münchner Filmfest, zum ersten Mal in Europa.

Seite 2: Franco erklärt seine Liebe für das Mainstream- und das Sparten-Kino!
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