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Ein Interview mit Stella Lindner von der Münchner Band Gender Bombs.

"Wir wollen klingen wie wir!"

13.07.2012

Ein Gespräch mit der Sängerin von Gender Bombs über erste Bühnenauftritte und Orgelklänge.


Das Münchner Duo Gender Bombs tritt dieses Wochenende am 13./ 14. Juli beim Taktraumfestival in Ingolstadt zum ersten mal seit Gründung der Band 2011 vor Publikum. Die Theaterwissenschaftlerin Stella Lindner und der Grafik-Designer René Arbeithuber, der auch als Mitglied der Bands Slut und Pelzig bekannt ist, haben mittlerweile an die 30 Songs geschrieben, die sie zurzeit im Studio ausarbeiten. Bis jetzt gibt es davon schon die Internetdownloads Danube und Connencted zu hören. Auf laut.de wird der Sound von Gender Bombs vorsichtig mit The Notwist verglichen, wer sich aber lieber selbst ein Bild von den atmosphärischen, dichten Klängen des Duos machen möchte, kann das dieses Wochenende zum ersten, wenn auch bestimmt nicht zum letzen Mal.

Zeitjung: Das Taktraumfestival ist euer erster gemeinsamer Auftritt. Habt ihr euch für diese Premiere eine spezielle Bühnenshow überlegt?

Stella Lindner: Ich habe mir natürlich furchtbar viele Gedanken gemacht. Die Frage ist, will ich auf der Bühne eine Kunstfigur darstellen oder will ich lieber ich selbst sein. Endgültig habe ich die Frage noch nicht beantwortet, aber für das erste Konzert möchte ich nicht allzu theatralisch oder verrückt auftreten. Ich werde vermutlich einfach ein Kleidchen anziehen. Das kommt besser als die Goldrobe, sollte ich doch in Ohnmacht fallen. Wie sich das in Zukunft entwickeln wird, kann ich dir aber noch nicht genau sagen.

Ihr habt, wie ich finde, eine sehr schöne Entstehungsgeschichte. Erzähl doch noch mal wie Gender Bombs entstanden ist?

Nun, René ist ja Bandmitglied bei Slut und ich war immer schon ein großer Slut-Fan, bestimmt seit ich dreizehn oder vierzehn war. Letztes Jahr habe ich ihn dann mal angeschrieben, ob er sich die Sachen anhören würde und mir ein paar Tipps geben könnte. Bis dahin habe ich Musik immer nur alleine für mich zu Hause gemacht, aber irgendwann musste ich einfach wissen, ob das was ich mache auch etwas hergibt. Ich brauchte einen Kommentar von außen. René haben meine Lieder so gut gefallen, dass wir uns dann direkt im Proberaum getroffen haben und so fing es mit Gender Bombs an.



Würdest Du sagen eure Musik ist stark beeinflusst durch andere Bands oder Musikrichtungen?


Ich glaube, wir möchten nicht klingen wie irgendwer. Wir möchten klingen wie wir. Gut, das ist ja so ziemlich das, was jede Band will. Aber klar ist man geprägt durch alles, was man jemals rezipiert hat und was besonders positiv hängen geblieben ist. Auf jeden Fall hören René und ich schon immer sehr ähnliche Sachen, zum Beispiel The Stills, deren Song Gender Bombs wir unseren Bandnamen verdanken.

Lest auf der nächsten Seite, ob Gender Bombs sich auf Deutsch nackt anfühlen würden...


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