Künstler berichten im Dokumentar-Film „In The Belly Of A Whale“ über die Faszination Berlin und deren Schattenseiten
Berlin! Hinter jeder Bar ein Künstler
14.08.2012
Die Künstlerdichte in der Kultur-Metropole ermöglicht Inspiration, führt jedoch zu einem Überangebot
Berlin – die Kunstspielwiese, die Kreativbaustelle, die Kulturtraumstadt. Hier zieht es immer mehr junge Künstler, Galeristen, Grafik-Designer und Musiker hin. Sie wollen Teil sein von der Atmosphäre, von dem ansteckendem Gegenspiel von Input und Output. Von dem vielversprechenden dicken B. Hier wird Kunst gemacht – wo sonst? Die hohe Dichte an Ideenschmieden kann aber auch allen schnell zum Verhängnis werden: wenn der Markt übersättigt wird, man sich gegenseitig preislich unterbietet. Zu viel Kunst, zu wenige Abnehmer.
„Kunst macht Kunst und macht Kunst. Wenn irgendwo viele Leute sind, mit denen ich mich austauschen kann, dann finde ich auch wieder neue Ideen", beschreibt Oliver Thoben von der Neonchocolate Gallery das Magnet-Phänomen in dem Dokumentarfilm „In The Belly Of A Whale“ von Editude Pictures. In zwölf Episoden lassen die Filmemacher Frederic Leitzke und Andreas Lamoth Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen von dem Lebensgefühl des Kosmos Kunst erzählen. Ursprünglich als Studiumsabschlussprojekt der SAE entstanden, dann aufgrund des vielen Materials erweitert, beleuchten sie mit den Interviews die Faszination aber auch deren Schattenseiten.
Viel Freiraum zur Selbstverwirklichung
Die Stadt scheint unerschöpflich zu sein, territorial und ideell. Es gibt ein interessantes soziales Umfeld, Partys an jeder Ecke, günstige Räume, Platz sich zu verwirklichen – Berlin als Testfeld. Das ist der Konsens. „Es geht um eine gewisse Lockerheit, und wie Berlin mit einem Lebensstil auf die Kreativen einwirkt, der sie umschmeichelt“, so Jan-Kristof Lipp, von dem Musiklabel White. Knapp 300.000 Erwerbstätige machen dieses kreative Feld laut IHK Berlin aus. Das Problem an solchen Zahlen ist jedoch, dass auch Bereiche wie Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) mit einberechnet werden, was die Frage aufwirft, was alles zur Kreativwirtschaft gehört, und dass letztendlich Masse nicht gleich Qualität bedeutet. Dennoch ist Berlin beispielsweise Filmstandort Nr. 1 und die Musikhauptstadt Deutschlands. Genau dieses Überangebot macht es aber auch schwer, zu bestehen in der Fülle an Einfallsreichtum.
Seite 2: Mehr über Künstler-Idealismus und der komplette Dokumentar-Film
„Kunst macht Kunst und macht Kunst. Wenn irgendwo viele Leute sind, mit denen ich mich austauschen kann, dann finde ich auch wieder neue Ideen", beschreibt Oliver Thoben von der Neonchocolate Gallery das Magnet-Phänomen in dem Dokumentarfilm „In The Belly Of A Whale“ von Editude Pictures. In zwölf Episoden lassen die Filmemacher Frederic Leitzke und Andreas Lamoth Kreativschaffende aus unterschiedlichen Bereichen von dem Lebensgefühl des Kosmos Kunst erzählen. Ursprünglich als Studiumsabschlussprojekt der SAE entstanden, dann aufgrund des vielen Materials erweitert, beleuchten sie mit den Interviews die Faszination aber auch deren Schattenseiten.
Viel Freiraum zur Selbstverwirklichung
Die Stadt scheint unerschöpflich zu sein, territorial und ideell. Es gibt ein interessantes soziales Umfeld, Partys an jeder Ecke, günstige Räume, Platz sich zu verwirklichen – Berlin als Testfeld. Das ist der Konsens. „Es geht um eine gewisse Lockerheit, und wie Berlin mit einem Lebensstil auf die Kreativen einwirkt, der sie umschmeichelt“, so Jan-Kristof Lipp, von dem Musiklabel White. Knapp 300.000 Erwerbstätige machen dieses kreative Feld laut IHK Berlin aus. Das Problem an solchen Zahlen ist jedoch, dass auch Bereiche wie Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) mit einberechnet werden, was die Frage aufwirft, was alles zur Kreativwirtschaft gehört, und dass letztendlich Masse nicht gleich Qualität bedeutet. Dennoch ist Berlin beispielsweise Filmstandort Nr. 1 und die Musikhauptstadt Deutschlands. Genau dieses Überangebot macht es aber auch schwer, zu bestehen in der Fülle an Einfallsreichtum.
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