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Cro im Interview

"Ich glaube an... Pandas."

20.09.2012

Die Einen lieben, die Anderen hassen ihn: Cro. Im Interview erzählt er, was er macht, wenn er den Panda zuhause lässt.

Der Heilsbringer des deutschen Rap rollt auf einem Skateboard zum Interview mit den Kollegen von redbull.de, ein kurzes „Hallo ich bin Carlo (Cro’s bürgerlicher Name: Carlo Waibel), sorry für die Verspätung“, dann pflanzt er sich auf die Couch.
So sieht er also aus, der 19-jährige Über-Nacht-Superstar: dunkelbraune Augen, Kurzhaarschnitt, Dauerlächeln, ein paar Bartstoppel, Shorts, Sneakers und ein graues T-Shirt. Fotografieren dürfen wir ihn so aber nicht, macht sein Manager klar, vor der Linse gibt’s Cro nur mit Panda-Maske. So kennen ihn die Fans, und bei diesem Versteckspiel soll es auch bleiben. Marke knuddelsüßer Bär rappt über sonnige Tage im Park als Gegengift zu Möchtegern-Gangster-Rappern, die Kids über ein Ghettoleben zulabern, das sie nicht führen. Für seine Debüt-Single „Easy“ kassierte Cro die Goldene Schallplatte, drei Songs seines im Juli erschienenen Albums „RAOP“ landeten in den Charts. Los geht’s:


Nervt es dich, dass dieser Panda-Typ die ganze Bewunderung einheimst und keiner dein Gesicht kennt?

Mein Privatleben ist mir zu wichtig, um es aufzugeben – ohne diese Dosis Normalität könnte ich nicht überleben. Mir klatscht der Erfolg im Moment voll in die Fresse. Das kam alles völlig überraschend, vor allem für mich. Sobald die Maske weg ist, bin ich ja immer noch derselbe: der Carlo aus Stuttgart, der gerne mit seinen Leuten abhängt.

Dein Rap-Kollege Sido wurde lange vor dir auch dank seiner Totenkopfmaske berühmt.

Die meisten Leute sehen mich als eigenständigen Künstler und nicht als einen Typen der versucht, Sido nachzumachen. Ich würde schon mal gerne mit ihm quatschen – vielleicht kann er mir ein paar Tipps geben.

Gewisse Hardliner meinen ja, deine Musik hätte nichts mit Hip-Hop zu tun.


Ich sage ja auch, dass meine Musik kein Hip-Hop ist. Ich mische Rap und Pop, mache also „Raop“. Warum soll ich außerdem über Dinge wie Drogen texten, wenn ich im wirklichen Leben keine nehme? Meine Mucke kannst du Mama zeigen und sie wird auch mitswingen.

Was sagen deine Eltern zu deiner Berufswahl?


Bei Papa hat es eine Weile gedauert, bis er mit der Sache warm war, aber jetzt findet er es auch cool. Meine Mutter meinte immer: Mach einfach dein Ding, Junge. Ich denke, sie sehen das alles ganz entspannt, weil ich eine abgeschlossene Ausbildung als Mediendesigner habe und auch ohne Musik ganz gut über die Runden kommen würde.

Warum Cro an Pandas glaubt, erfahrt ihr auf redbull.de

Bildquelle: (c) Norman Konrad