Jetzt im Kino: 'Savages' von Oliver Stone
Mit Drogen spielt man nicht!
10.10.2012
Drogenkrieg auf der großen Leinwand: 'Savages'
Chon und Ben führen ein Leben wie aus einem Teenager-Traum. Die beiden Freunde züchten hochwertiges Marihuana, verkaufen es in ganz Kalifornien zu Höchstpreisen und teilen sich von den Erlösen nicht nur eine Traumvilla am Strand, sondern auch ein hübsches Mädchen, die junge O. Der American Dream of Dope sozusagen, Ménage à trois inklusive.
Doch wir sind in einem Hollywood-Film, und es kommt, wie es kommen muss, schnell wird aus dem Traumgeschäft ein nicht enden wollender Alptraum. Chon erhält ein Video, das enthauptete mexikanische Drogenhändler zeigt. Absender des grausigen Films ist Elena, Kopf des größten mexikanischen Drogenkartells. Über ihren Mittelsmann, den eiskalten Lado, lässt sie den Jungs ausrichten: Entweder ihr kooperiert mit uns, zeigt uns, wie ihr euer hochwertiges Dope züchtet und überlasst uns dann den Markt – oder wir machen euch einen Kopf kürzer.
Entführer gegen Entführer
Chon und Ben packt die Panik, sie wollen ganz aus dem Geschäft aussteigen und sich mit O ins Ausland absetzen. Doch das lässt Lado nicht zu. Er entführt O, um die beiden Jungs zu erpressen. Die drehen kurzerhand den Spieß um. Vom korrupten Cop Dennis erfahren sie, dass Elenas Tochter Magda in den USA lebt. Sie machen ihren Aufenthaltsort ausfindig, entführen sie, und bieten sie Elena im Austausch gegen O an. Doch dann geht alles schief, und es kommt zur Katastrophe.
Drogenkrieg à la Oliver Stone
Mit ‚Savages‘ hat sich Kultregisseur Oliver Stone (‚Platoon‘, ‚Natural Born Killers‘) 12 Jahre nach Steven Soderberghs Meisterwerk ‚Traffic‘ erneut dem Themenkomplex Drogen-Mexiko-USA-Gewalt angenommen. Oft sieht man den Einfluss Soderberghs durchschimmern, auch Oliver Stone spielt in ‚Savages‘ mit sanftem Licht und Farbfiltern, und mit Benicio Del Toro hat auch Stone wieder den vielleicht besten Schauspieler Südamerikas gecastet, diesmal mit extra fiesem Schnurrbart.
Spiegel der Gewalt
Doch etwas ist anders in ‚Savages‘. Der Film ist brutaler, rohe Gewalt bestimmt die Handlung. Eine Szene vergisst man so schnell nicht wieder. Da lässt Lado den vermeintlichen Verräter Alex erst grausam foltern und anschließend bei lebendigem Leib verbrennen. Und tatsächlich ist der wahre Drogenkrieg in Mexiko seit Soderberghs ‚Traffic‘ massiv eskaliert. Keine Woche vergeht ohne neue Horrormeldungen über geköpfte Leichen, die an Brücken baumelnd aufgefunden werden. Seit 2006, so Schätzungen, hat der Drogenkrieg 120.000 Opfer gefordert. Diesem Gewaltausbruch trägt Stone Rechnung, auch wenn das manchmal nur schwer erträglich ist.
Starbesetzung - in den Nebenrollen
‚Savages‘ beginnt seicht, wie ein amerikanischer Teenie-Film. Schuld daran sind auch die blassen Hauptdarsteller, allen voran Taylor Kitsch (‚Battleship‘) als Chom und Blake Lively (‚Gossip Girl‘) als O. Erst als Benicio del Toro als herrlich fieser Drogenhändler Lado, John Travolta als schmieriger Cop Dennis und Salma Hayek als abgebrühte Kartellchefin Elena die Leinwand betreten, läuft ‚Savages‘ zur Höchstform auf und gipfelt in einem fulminanten Finale, wie es nur ein Oliver Stone kann.
Fotos: Universal
Doch wir sind in einem Hollywood-Film, und es kommt, wie es kommen muss, schnell wird aus dem Traumgeschäft ein nicht enden wollender Alptraum. Chon erhält ein Video, das enthauptete mexikanische Drogenhändler zeigt. Absender des grausigen Films ist Elena, Kopf des größten mexikanischen Drogenkartells. Über ihren Mittelsmann, den eiskalten Lado, lässt sie den Jungs ausrichten: Entweder ihr kooperiert mit uns, zeigt uns, wie ihr euer hochwertiges Dope züchtet und überlasst uns dann den Markt – oder wir machen euch einen Kopf kürzer.
Entführer gegen Entführer
Chon und Ben packt die Panik, sie wollen ganz aus dem Geschäft aussteigen und sich mit O ins Ausland absetzen. Doch das lässt Lado nicht zu. Er entführt O, um die beiden Jungs zu erpressen. Die drehen kurzerhand den Spieß um. Vom korrupten Cop Dennis erfahren sie, dass Elenas Tochter Magda in den USA lebt. Sie machen ihren Aufenthaltsort ausfindig, entführen sie, und bieten sie Elena im Austausch gegen O an. Doch dann geht alles schief, und es kommt zur Katastrophe.
Drogenkrieg à la Oliver Stone
Mit ‚Savages‘ hat sich Kultregisseur Oliver Stone (‚Platoon‘, ‚Natural Born Killers‘) 12 Jahre nach Steven Soderberghs Meisterwerk ‚Traffic‘ erneut dem Themenkomplex Drogen-Mexiko-USA-Gewalt angenommen. Oft sieht man den Einfluss Soderberghs durchschimmern, auch Oliver Stone spielt in ‚Savages‘ mit sanftem Licht und Farbfiltern, und mit Benicio Del Toro hat auch Stone wieder den vielleicht besten Schauspieler Südamerikas gecastet, diesmal mit extra fiesem Schnurrbart.
Spiegel der Gewalt
Doch etwas ist anders in ‚Savages‘. Der Film ist brutaler, rohe Gewalt bestimmt die Handlung. Eine Szene vergisst man so schnell nicht wieder. Da lässt Lado den vermeintlichen Verräter Alex erst grausam foltern und anschließend bei lebendigem Leib verbrennen. Und tatsächlich ist der wahre Drogenkrieg in Mexiko seit Soderberghs ‚Traffic‘ massiv eskaliert. Keine Woche vergeht ohne neue Horrormeldungen über geköpfte Leichen, die an Brücken baumelnd aufgefunden werden. Seit 2006, so Schätzungen, hat der Drogenkrieg 120.000 Opfer gefordert. Diesem Gewaltausbruch trägt Stone Rechnung, auch wenn das manchmal nur schwer erträglich ist.
Starbesetzung - in den Nebenrollen
‚Savages‘ beginnt seicht, wie ein amerikanischer Teenie-Film. Schuld daran sind auch die blassen Hauptdarsteller, allen voran Taylor Kitsch (‚Battleship‘) als Chom und Blake Lively (‚Gossip Girl‘) als O. Erst als Benicio del Toro als herrlich fieser Drogenhändler Lado, John Travolta als schmieriger Cop Dennis und Salma Hayek als abgebrühte Kartellchefin Elena die Leinwand betreten, läuft ‚Savages‘ zur Höchstform auf und gipfelt in einem fulminanten Finale, wie es nur ein Oliver Stone kann.
Fotos: Universal

















