Interview mit Ezra Furman über sein Album "The Year Of No Returning"
"Ich schlafe alle wachen Stunden"
16.11.2012
Singer/Songwriter Ezra Furman sagt, Lou Reed ist cooler als er – finden wir nicht. Ein Interview.
"The Year Of No Returning" heißt das dritte Album von Ezra Furman. Der US-Singer/Songwriter hat sich diesmal die Aufgabe gestellt ganz ohne Band ein Album zu machen. Die Platte ist etwas ruhiger und sanfter geworden, dennoch spürt man noch, dass Furman nicht nur Folk-Singer ist, sondern auch eine gehörige Portion Punk im Herzen trägt. Gerade tourt er mit Nada Surf und spielt seine Songs, bevor die ihren Stadionrock abliefern. Mit dieser Musik hat Furman eigentlich nichts zu tun – da fallen einem ganz andere Namen ein.
Du wurdest schon mit den ganz großen der Singer/Songwriter-Gilde verglichen – mit Lou Reed zum Beispiel. Wie fühlt sich das an?
Das ist zwar eine nette Sache, aber es macht mich nicht zufrieden. So zu klingen wie andere, ist nicht notwendigerweise gut. Ich habe es immer noch nicht geschafft, genau so zu klingen wie ich will. Es sollte Leute geben, die nach mir kommen, die nach mir klingen. Das ist das Ziel.
Aber ist Lou Reed jemand, den du selbst magst?
Oh ja. Lou Reed ist ein Held von mir.
Willst du gern so sein wie er?
Er ist niemand, der mir helfen würde, meinen eigenen Weg zu finden. Wenn ich mich mit ihm vergleichen würde, wäre das eine Art Wettbewerb. Dann müsste ich der bessere Lou Reed sein – und er ist viel cooler als ich. Ich versuche nicht ihn zu sehr zu imitieren – so cool wie er kann ich einfach nicht sein.
Hast du Vorbilder?
Ja, es gibt einige, die helfen, einen eigenen Weg zu finden. Aber man sollte sich nicht zu sehr mit denen beschäftigen. Die sind alle alt, aus vergangenen Zeiten.
Seite 2: Warum Ezra Furman kein Zyniker ist und was das mit dem Erwachsen-Werden zu tun hat …











