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Aino Jawo und Caroline Hjelt: Interview mit Icona Pop

"Bist du eine 90ies-Bitch?"

26.11.2012

Icona Pop erobern mit ihrer "Fuck it"-Haltung die Elektropop-Welt. Ein Interview.

Von Elias Kreuzmair

Ich weiß, gegen Frauen aus Schweden hat selten jemand etwas einzuwenden. Aber ich meine hier jetzt nicht, was du denkst, Sexist! Zwar sind Icona Pop zugegebenermaßen schön anzusehen und wissen, wie man sich kleidet – entscheidend ist aber etwas anderes: Mit ihrer Elektropop-Hymne "I love it" erobern sie Tanzflächen im Sturm. Für Frühjahr ist ihr Debüt geplant, es ist also Zeit, dass ZEITjUNG.de sich mal mit Aino Jawo und Caroline Hjelt unterhält. Und ja: Allen, die sich vorher bei "Sexist" angesprochen fühlten, schleudern die beiden ein gepflegtes "Fuck it" entgegen.

Ihr habt eine besondere Verbindung zur Mode. Ein typischer Satz von euch ist: Wir folgen keinen Trends, wir ziehen uns so an, wie wir uns fühlen. Erklärt doch mal, was ihr heute anhabt? Wie fühlt ihr euch – ihr seid beide fast ganz schwarz angezogen?

Aino: Wir tragen meistens schwarz. Ich fühle mich heute wie ein Rockstar. Deswegen trage ich die gleiche Kleidung wie gestern.

Caroline: Ich habe heute erst einfach Jeans und T-Shirt angezogen, aber das fühlte sich nicht richtig an. Da zog ich meine Lieblings-Shorts an, weil ich da weiß, dass ich mich in denen immer gut fühle. Und den Rollkragenpullover trage ich, weil es langsam kalt wird – es ist Herbst.

Ihr reist viel, habt in New York, London und Stockholm gelebt. Was ist euer Lieblingsort?

Aino: Ich würde sagen, Paris ist mein Lieblingsort. Aber jeder Ort hat etwas, das ihn besonders macht. Wir lieben Berlin. Alle sagten zu uns: Wenn ihr mal in Berlin seid, wollt ihr nie wieder zurück. 

Caroline: Ich mag New York noch ein bisschen lieber. Da passiert wirklich etwas.

Icona Pop "Manners" from Johannes Ring on Vimeo.

Als Menschen, die sich viele Gedanken über das machen, was sie anziehen – was denkt ihr über den Berliner Style?

Aino: Alle sehen sehr cool aus.

Caroline: Ja, fast wie Street Art. Die Menschen sind laufende Kunstwerke.

Seite 2: Es geht um Musik – und was Carolines Mutter mit der Band zu tun hat …

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