Abendgestaltung als Pärchen – keine leichte Sache
Die Filmfalle
02.10.2012
Zoo, Schwimmbad, Restaurant: Was man als Pärchen unternehmen sollte.
Ein schlauer Journalist hat einmal gesagt, ein gemeinsamer Film- und Seriengeschmack ist das A und O einer Beziehung und damit hat er verdammt recht. Musik-, Kunst- oder Literaturgeschmack, der übereinstimmt, ist schön und gut, doch wie oft lesen wir gemeinsam ein Buch oder gehen zusammen in eine Ausstellung?
Filmromanzen
Zumindest nicht so oft wie wir mit dem Anderen in einem WG-Zimmer oder der gemeinsamen Pärchen-Wohnung sitzen und gerade zu Abend gegessen haben. Ich spreche hier nicht von der einmonatigen Frühlingsromanze, sondern einer mindestens einjährigen Beziehung, in der man schon an die hundert Male zusammen Abend gegessen hat.
Irgendwann wird in jeder Beziehung die Filmära eingeläutet und hier fängt es an, kompliziert zu werden. Während es für den einen noch ein fauler Filmabend ist, sehnt sich der andere nach ein paar Bier draußen – und sitzt nur noch aus Höflichkeit daneben. Der Grat ist schmal und der Absprung aus der vertrauten Kuschelhöhle hinein ins richtige Leben oftmals schwieriger als gedacht.
Oh ja, der Weg in diese Vertrautheit, die weder richtige Klamotten noch eine perfekt sitzende Frisur erwartet, ist lang und oftmals auch sehr aufregend. Wir finden zueinander, merken irgendwann, dass wir genau so sein können, wie wir nun einmal sind und uns der Andere trotzdem genauso gerne hat.
Schlafanzugromanzen
Wenn ein halbes Jahr Gekuschel und Filmtrilogien später allerdings einmal angemerkt wird, dass diese Abende zwar total schön sind, aber doch bitte nicht ganz so oft vorkommen sollten, lauschen wir mit gespitzten Ohren und sind schnell enttäuscht. Noch schneller verfallen wir dann in eine Zweifelorgie aus "Bin ich zu langweilig?" bis hin zu "Klar, holen wir noch drei Bier, auch wenn ich längst im Bett sein möchte!" – und das ist mehr als gefährlich.Wir entfliehen damit unserem Genauso-sein-können-wie-wir-sind, hinterfragen plötzlich alltäglichste Situationen und können, wenn es dazu noch an der richtigen Kommunikation mangelt, sehr schnell in uns hineinfressen und beim nächsten Streit Situationen von vor drei Wochen wieder aufrollen.
Zooromanzen
Sehr schwierig. Doch, ehrlich gesagt, ganz so leicht ist es eben auch nicht mit diesen Pärchenunternehmungen. Eine Freundin hat mich einmal gefragt, was mein Freund und ich eigentlich immer so unternehmen. Nach mehrmaligem sonntäglichen Museumsabklappern, Kino-, Bar- und Restaurantabenden, einem obligatorischen Zoobesuch und ein paar Mal Schwimmbad wird es eben schon sehr licht auf der Ideenliste.Wichtig ist in jedem Fall gemeinsames Erleben. Manchmal hilft ein kleiner Urlaub, manchmal eine wilde WG-Party. Doch wie hat Sasha Grey so schön gesagt: "Vielleicht ist es auch einfach mal an der Zeit den Fernseher abzuschalten".
Bildquelle: zoetnet unter cc-by-sa
Filmromanzen
Zumindest nicht so oft wie wir mit dem Anderen in einem WG-Zimmer oder der gemeinsamen Pärchen-Wohnung sitzen und gerade zu Abend gegessen haben. Ich spreche hier nicht von der einmonatigen Frühlingsromanze, sondern einer mindestens einjährigen Beziehung, in der man schon an die hundert Male zusammen Abend gegessen hat.
Irgendwann wird in jeder Beziehung die Filmära eingeläutet und hier fängt es an, kompliziert zu werden. Während es für den einen noch ein fauler Filmabend ist, sehnt sich der andere nach ein paar Bier draußen – und sitzt nur noch aus Höflichkeit daneben. Der Grat ist schmal und der Absprung aus der vertrauten Kuschelhöhle hinein ins richtige Leben oftmals schwieriger als gedacht.
Oh ja, der Weg in diese Vertrautheit, die weder richtige Klamotten noch eine perfekt sitzende Frisur erwartet, ist lang und oftmals auch sehr aufregend. Wir finden zueinander, merken irgendwann, dass wir genau so sein können, wie wir nun einmal sind und uns der Andere trotzdem genauso gerne hat.
Schlafanzugromanzen
Wenn ein halbes Jahr Gekuschel und Filmtrilogien später allerdings einmal angemerkt wird, dass diese Abende zwar total schön sind, aber doch bitte nicht ganz so oft vorkommen sollten, lauschen wir mit gespitzten Ohren und sind schnell enttäuscht. Noch schneller verfallen wir dann in eine Zweifelorgie aus "Bin ich zu langweilig?" bis hin zu "Klar, holen wir noch drei Bier, auch wenn ich längst im Bett sein möchte!" – und das ist mehr als gefährlich.Wir entfliehen damit unserem Genauso-sein-können-wie-wir-sind, hinterfragen plötzlich alltäglichste Situationen und können, wenn es dazu noch an der richtigen Kommunikation mangelt, sehr schnell in uns hineinfressen und beim nächsten Streit Situationen von vor drei Wochen wieder aufrollen.
Zooromanzen
Sehr schwierig. Doch, ehrlich gesagt, ganz so leicht ist es eben auch nicht mit diesen Pärchenunternehmungen. Eine Freundin hat mich einmal gefragt, was mein Freund und ich eigentlich immer so unternehmen. Nach mehrmaligem sonntäglichen Museumsabklappern, Kino-, Bar- und Restaurantabenden, einem obligatorischen Zoobesuch und ein paar Mal Schwimmbad wird es eben schon sehr licht auf der Ideenliste.Wichtig ist in jedem Fall gemeinsames Erleben. Manchmal hilft ein kleiner Urlaub, manchmal eine wilde WG-Party. Doch wie hat Sasha Grey so schön gesagt: "Vielleicht ist es auch einfach mal an der Zeit den Fernseher abzuschalten".
Bildquelle: zoetnet unter cc-by-sa











