HIV: Warum ein Aids-Test wichtig ist
"Ich will mich wieder sicher fühlen"
30.11.2012
Vom mulmigen Gefühl zur Erleichterung: Eine ZEITjUNG-Autorin war beim HIV-Test.
Aids, ein Thema, das weder zum Kaffee passt, noch zum Bier. Und daher selbst unter guten Freunden nur selten auf den Tisch kommt. Warum eigentlich? „Kann mich nicht erwischen“, den Gedanken haben viele, sonst würden Mittzwanziger darüber wohl einen höheren Kommunikationsdrang verspüren. Zugegeben, auch ich habe mich selbst nicht oft mit dem Thema Aids auseinandergesetzt. Da ich meist in festen Beziehungen war und über meine Sexualpartner wusste, dass sie „clean“ sind, kam für mich ein Test lange Zeit nicht in Betracht.
Bis nach einer Sommernacht und einem One-Night-Stand – ohne Kondom. Dämlich. Richtig dämlich. Natürlich mit Alkohol. Ein gutes Gefühl hat man danach nicht mehr. Das Thema Aids kommt einem in den Sinn, und andere Krankheiten, die sich beim Sex übertragen können. Ich wusste, jetzt muss ich meinen ersten HIV-Test machen. Ich will mich wieder „sicher“ fühlen. Im ersten Moment: ein sehr mulmiges Gefühl. Was, wenn ich mich doch irgendwie angesteckt habe? Da können wir noch so vermeintlich aufgeklärt sein, erst einmal steht man mit den Fragen rund um das Thema alleine da. Wo kann ich einen Test machen? Kostet der Test etwas? Was passiert eigentlich, wenn das Ergebnis positiv sein sollte?
Wer hat "Test-Erfahrungen"?
Es ist auch nicht so, dass um einen herum die Freunde erzählen, dass sie bereits einen HIV-Test gemacht haben. Es ist anscheinend vielen Menschen unangenehm und dadurch praktisch stigmatisiert. Erst als ich mich für einen Test entschlossen hatte und das Thema bei Freunden ansprach, lockte ich sie aus der Reserve. Einer nach dem anderen berichtete über ihre „Test-Erfahrungen“: Einer ging in erster Linie Blutspenden, um den HIV-Test unauffällig mitzunehmen; vor einer neuen Beziehung wollte sich eine Freundin noch einmal durchchecken lassen; eine andere fragte mich gleich: „Sollte ich mich vielleicht auch mal testen lassen?“. Die nächste Freundin riet mir den anonymen Test beim Gesundheitsamt zu machen – den hat sie selbst letztes Jahr gemacht. „Und wenn ich schon nichts habe, hast du sicherlich auch nichts“, machte sie mir Mut.
Ich merkte, da ist ein Thema wie Aids und kaum einer meiner Freunde redet darüber – jedenfalls nicht von sich aus. Ich dachte wieder an das leise, aber hörbare „Kann mir ja nicht passieren“ und war - ehrlich gesagt - etwas geschockt. Warum diese Heimlichtuerei? Wir sind Mitte/Ende Zwanzig, studieren, arbeiten, gehen feiern – haben Sex. Mit allem was dazu gehört – auch dem Risiko.
Lest auf Seite 2, wie ein Aids-Test genau abläuft...
Bis nach einer Sommernacht und einem One-Night-Stand – ohne Kondom. Dämlich. Richtig dämlich. Natürlich mit Alkohol. Ein gutes Gefühl hat man danach nicht mehr. Das Thema Aids kommt einem in den Sinn, und andere Krankheiten, die sich beim Sex übertragen können. Ich wusste, jetzt muss ich meinen ersten HIV-Test machen. Ich will mich wieder „sicher“ fühlen. Im ersten Moment: ein sehr mulmiges Gefühl. Was, wenn ich mich doch irgendwie angesteckt habe? Da können wir noch so vermeintlich aufgeklärt sein, erst einmal steht man mit den Fragen rund um das Thema alleine da. Wo kann ich einen Test machen? Kostet der Test etwas? Was passiert eigentlich, wenn das Ergebnis positiv sein sollte?
Wer hat "Test-Erfahrungen"?
Es ist auch nicht so, dass um einen herum die Freunde erzählen, dass sie bereits einen HIV-Test gemacht haben. Es ist anscheinend vielen Menschen unangenehm und dadurch praktisch stigmatisiert. Erst als ich mich für einen Test entschlossen hatte und das Thema bei Freunden ansprach, lockte ich sie aus der Reserve. Einer nach dem anderen berichtete über ihre „Test-Erfahrungen“: Einer ging in erster Linie Blutspenden, um den HIV-Test unauffällig mitzunehmen; vor einer neuen Beziehung wollte sich eine Freundin noch einmal durchchecken lassen; eine andere fragte mich gleich: „Sollte ich mich vielleicht auch mal testen lassen?“. Die nächste Freundin riet mir den anonymen Test beim Gesundheitsamt zu machen – den hat sie selbst letztes Jahr gemacht. „Und wenn ich schon nichts habe, hast du sicherlich auch nichts“, machte sie mir Mut.
Ich merkte, da ist ein Thema wie Aids und kaum einer meiner Freunde redet darüber – jedenfalls nicht von sich aus. Ich dachte wieder an das leise, aber hörbare „Kann mir ja nicht passieren“ und war - ehrlich gesagt - etwas geschockt. Warum diese Heimlichtuerei? Wir sind Mitte/Ende Zwanzig, studieren, arbeiten, gehen feiern – haben Sex. Mit allem was dazu gehört – auch dem Risiko.
Lest auf Seite 2, wie ein Aids-Test genau abläuft...






