Poolworks: StudiVZ und MeinVZ vor dem Ende – SchülerVZ wird idpool
Die Uhr tickt für die VZ-Netzwerke
13.06.2012
Keine Chance gegen Facebook: Die VZ-Netzwerke stehen vor dem Aus – eine Neuausrichtung soll helfen.
Immer noch werden StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ mit dem Slogan "Deutschlands großes soziales Netzwerk" beworben. In diesem Spruch klingt der einstige Anspruch der VZ-Macher noch durch: Die deutsche Alternative zu Facebook zu sein. Gegründet im Jahr 2005 sah es zunächst wirklich so aus als könne man den blauen Riesen aus dem eigenen Land draußen halten, irgendwann soll es sogar ein Übernahmeangebot von Facebook gegeben haben.
Mitgliederzahl konstant sinkend
Heute sieht es ganz anders aus: Dass links unten auf der Eingangsseite des ehemaligen Flaggschiffs der VZ-Gruppe "Alkohol verkürzt das Leben um die Hälfte. Dafür sieht man doppelt" steht, wirkt fast wie ein ironischer Kommentar zur Lage – und zur langen Verblendung, die die Unternehmenspolitik lange beherrscht hatte. Der Glauben, doch mit Facebook konkurrieren zu können, ließ sich nicht vertreiben.
Aktuell tummeln sich in den VZ-Netzwerken laut Eigenangaben noch 16 Millionen Mitglieder. Die Tendenz allerdings ist sinkend. Wenn die Zahl der Seitenaufrufe seit März 2010 weiter so konstant gesunken wäre, wie sie es Dezember 2011 tat, dann wäre man im März 2012 bei null Aufrufen gewesen. Jetzt ist der Abstieg etwas gebremst, die Nutzer schwinden jedoch noch immer. Facebook dagegen verzeichnet aktuell 23,7 Millionen Mitglieder in Deutschland, Tendenz natürlich steigend.
Nische SchülerVZ
Einzig und allein die Jüngsten machen den VZlern und ihrer Muttergesellschaft dem Holtzbrinck-Verlag noch Hoffnung. Das SchuelerVZ hat eine kleine Marktnische für sich. Denn hier darf man sich schon mit zehn Jahren anmelden, bei Facebook und Google Plus erst mit 13. Natürlich gibt es auch hier Konkurrenz, beispielsweise das vor allem in Bayern und Ostdeutschland verbreitete Schueler.CC.
Für diese Zielgruppe hat man nun eine neue Strategie entworfen. Man plant strukturelle Veränderungen und will den Austausch über Interessen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt des Netzwerks rücken. Die VZ-Netzwerke sollen in Poolworks umbenannt werden, SchülerVZ speziell in Idpool. Es soll dann auch unter Idpool.de erreichbar sein. Im Herbst plant man den Relaunch.
Studivz und MeinVZ bald offline?
Das neue Angebot soll mit der Zeit einen edukativen Schwerpunkt bekommen. Damit will man wahrscheinlich Werbekunden aus dem Bereich der Nachhilfe anlocken und durch die speziell zugeschnittene Zielgruppe punkten. Zunächst einmal hatte die geplante Umstrukturierung nur folgen für die Mitarbeiter: Von 70 mussten 25 gehen, die IT-Abteilung wurde ausgegliedert. Für die verbleibenden tickt die Uhr – immer wieder tauchen Gerüchte auf, dass MeinVZ und StudiVZ bald offline gehen. Der Relaunch von SchülerVZ muss also klappen.
Bildquelle: James Cridland (flickr.com) unter CC BY 2.0
Mitgliederzahl konstant sinkend
Heute sieht es ganz anders aus: Dass links unten auf der Eingangsseite des ehemaligen Flaggschiffs der VZ-Gruppe "Alkohol verkürzt das Leben um die Hälfte. Dafür sieht man doppelt" steht, wirkt fast wie ein ironischer Kommentar zur Lage – und zur langen Verblendung, die die Unternehmenspolitik lange beherrscht hatte. Der Glauben, doch mit Facebook konkurrieren zu können, ließ sich nicht vertreiben.
Aktuell tummeln sich in den VZ-Netzwerken laut Eigenangaben noch 16 Millionen Mitglieder. Die Tendenz allerdings ist sinkend. Wenn die Zahl der Seitenaufrufe seit März 2010 weiter so konstant gesunken wäre, wie sie es Dezember 2011 tat, dann wäre man im März 2012 bei null Aufrufen gewesen. Jetzt ist der Abstieg etwas gebremst, die Nutzer schwinden jedoch noch immer. Facebook dagegen verzeichnet aktuell 23,7 Millionen Mitglieder in Deutschland, Tendenz natürlich steigend.
Nische SchülerVZ
Einzig und allein die Jüngsten machen den VZlern und ihrer Muttergesellschaft dem Holtzbrinck-Verlag noch Hoffnung. Das SchuelerVZ hat eine kleine Marktnische für sich. Denn hier darf man sich schon mit zehn Jahren anmelden, bei Facebook und Google Plus erst mit 13. Natürlich gibt es auch hier Konkurrenz, beispielsweise das vor allem in Bayern und Ostdeutschland verbreitete Schueler.CC.
Für diese Zielgruppe hat man nun eine neue Strategie entworfen. Man plant strukturelle Veränderungen und will den Austausch über Interessen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt des Netzwerks rücken. Die VZ-Netzwerke sollen in Poolworks umbenannt werden, SchülerVZ speziell in Idpool. Es soll dann auch unter Idpool.de erreichbar sein. Im Herbst plant man den Relaunch.
Studivz und MeinVZ bald offline?
Das neue Angebot soll mit der Zeit einen edukativen Schwerpunkt bekommen. Damit will man wahrscheinlich Werbekunden aus dem Bereich der Nachhilfe anlocken und durch die speziell zugeschnittene Zielgruppe punkten. Zunächst einmal hatte die geplante Umstrukturierung nur folgen für die Mitarbeiter: Von 70 mussten 25 gehen, die IT-Abteilung wurde ausgegliedert. Für die verbleibenden tickt die Uhr – immer wieder tauchen Gerüchte auf, dass MeinVZ und StudiVZ bald offline gehen. Der Relaunch von SchülerVZ muss also klappen.
Bildquelle: James Cridland (flickr.com) unter CC BY 2.0





