Amazon und Co. setzten auf den E-Book-Markt, der in Deutschland momentan rasant wächst
Bücherregal war gestern
04.07.2012
E-Books: eine ganze Branche setzt große Hoffnungen in E-Reader und Co. Wird das neue Format das gedruckte Buch ablösen?
Dass der E-Book-Markt in Deutschland kräftig wächst, ist längst kein Geheimnis mehr und selbst die Nostalgischsten unter uns haben inzwischen schon einmal von Begriffen wie „E-Books“ und „E-Readern“ gehört. Das ist bei Zahlen wie sie für 2011 vorliegen auch kein Wunder: Im letzten Jahr betrug der Umsatzanteil der E-Books 1,0 % des Buchmarktes im Vergleich zu 0,5 % im Jahr 2010. Zwar ist das kein großer Anteil, dennoch hat sich der Umsatz innerhalb eines Jahres verdoppelt. So ist der wachsende E-Book-Markt auch weiterhin Hoffnungsträger für die schwächelnde Buchbranche.
Auch wenn sich der Verkauf von E-Books bisher nur für die Wenigsten lohnt, drängen immer mehr Anbieter auf den Markt. Fast die Hälfte aller Verlage haben inzwischen E-Books im Angebot, und immer mehr Neuerscheinungen sind gleichzeitig auch als E-Book erhältlich. So schätzt Thomas Altmann, Leiter der Abteilung E-Business der Verlagsgruppe Droemer Knaur, dass „die Kurve der E-Book-Umsätze steil nach oben“ gehen wird.
Amazon dominiert den Markt
An dieser Erfolgskurve will vor allem ein Anbieter momentan besonders mitwirken – Amazon. Der Online-Versandhandel hat durch seine günstigen Lesegeräte kindle dazu beigetragen, dass immer mehr E-Books gekauft werden und wittert ein großes Geschäft. Amazon ist sehr gut aufgestellt, es bietet alle nötigen Schritte zum Kaufen eines E-Books inklusive der passenden Geräte an. Das wissen auch die Kunden zu schätzen und so werden die meisten E-Books bei Amazon und Apple gekauft. Darunter leidet vor allem der stationäre Buchhandel, der bisher aber auch zu wenig in den Markt investiert hat, weil es sich noch kaum lohnt.
E-Books noch zu teuer
Ein Argument, was viele Verschmäher von E-Books vorbringen ist der Preis. Die meisten E-Books sind unwesentlich günstiger als die aktuelle Printausgabe des Buches. Viele Verbraucher sind nicht bereit fast den gleichen Preis für etwas zu zahlen, was die Verlage angelblich nichts kosten würde, weil sie bei der E-Book-Produktion kein Papier verbrauchen und keine Transportwege haben. Das ist jedoch nicht richtig.
Auch für E-Books fallen ausgabenspezifische Produktionskosten, digitale Lagerhaltungs- und Auslieferungskosten an. „Nicht nur der Markteintritt, sondern auch der sich permanent in Bewegung befindliche E-Book-Markt fordern fortwährende Infrastrukturinvestitionen“, so Altmann. Hinzu kommt, dass E-Books je nach Sitz des Händlers nicht unter den vergünstigten Mehrwertsteuersatz für Bücher (sieben Prozent) fallen, sondern mitunter der volle Satz von 19 Prozent fällig ist, was zu Lasten des Verlagserlöses geht.
Lest auf Seite 2 warum E-Books immer beliebter werden...
Auch wenn sich der Verkauf von E-Books bisher nur für die Wenigsten lohnt, drängen immer mehr Anbieter auf den Markt. Fast die Hälfte aller Verlage haben inzwischen E-Books im Angebot, und immer mehr Neuerscheinungen sind gleichzeitig auch als E-Book erhältlich. So schätzt Thomas Altmann, Leiter der Abteilung E-Business der Verlagsgruppe Droemer Knaur, dass „die Kurve der E-Book-Umsätze steil nach oben“ gehen wird.
Amazon dominiert den Markt
An dieser Erfolgskurve will vor allem ein Anbieter momentan besonders mitwirken – Amazon. Der Online-Versandhandel hat durch seine günstigen Lesegeräte kindle dazu beigetragen, dass immer mehr E-Books gekauft werden und wittert ein großes Geschäft. Amazon ist sehr gut aufgestellt, es bietet alle nötigen Schritte zum Kaufen eines E-Books inklusive der passenden Geräte an. Das wissen auch die Kunden zu schätzen und so werden die meisten E-Books bei Amazon und Apple gekauft. Darunter leidet vor allem der stationäre Buchhandel, der bisher aber auch zu wenig in den Markt investiert hat, weil es sich noch kaum lohnt.
E-Books noch zu teuer
Ein Argument, was viele Verschmäher von E-Books vorbringen ist der Preis. Die meisten E-Books sind unwesentlich günstiger als die aktuelle Printausgabe des Buches. Viele Verbraucher sind nicht bereit fast den gleichen Preis für etwas zu zahlen, was die Verlage angelblich nichts kosten würde, weil sie bei der E-Book-Produktion kein Papier verbrauchen und keine Transportwege haben. Das ist jedoch nicht richtig.
Auch für E-Books fallen ausgabenspezifische Produktionskosten, digitale Lagerhaltungs- und Auslieferungskosten an. „Nicht nur der Markteintritt, sondern auch der sich permanent in Bewegung befindliche E-Book-Markt fordern fortwährende Infrastrukturinvestitionen“, so Altmann. Hinzu kommt, dass E-Books je nach Sitz des Händlers nicht unter den vergünstigten Mehrwertsteuersatz für Bücher (sieben Prozent) fallen, sondern mitunter der volle Satz von 19 Prozent fällig ist, was zu Lasten des Verlagserlöses geht.
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