ACTA hat gezeigt: Netzaktivismus muss nicht nur im Internet stattfinden
Die Macht der Straße
05.07.2012
ACTA ad acta: Die bundesweiten Proteste haben Wirkung gezeigt.
Menschen demonstrieren, um ihrem Ärger Luft zu machen und um ihren Willen nach Veränderung zu zeigen. Doch oft ist die Macht der Straße begrenzt. Viel zu oft werden trotz erbitterter Proteste von Gegnern oder Anwohnern Fördermittel gekürzt oder Bäume abgeholzt. Das Fördergeld oder die Bäume sind dann dahin. Was bleibt, ist das deprimierende Gefühl, nichts erreicht zu haben. Das ist auch der Grund, warum die junge Generation sich kaum noch auf die Straße wagt. Haben unsere Eltern noch leidenschaftlich und ausgiebig demonstriert, erntet man heutzutage auf die Frage, ob man schon mal an einer Demonstration teilgenommen habe, bloß verständnislose Blicke. So was bringe doch nichts, also warum solle man sich den Aufwand machen, außerdem betreffe es einen ja eh nicht. Die sind die Argumente, mit denen Jugendlichen ihr fehlendes politisches Interesse und Engagement begründen.
Netzgemeinde fürchtet um ihre Freiheit
Doch das Beispiel des umstrittenen internationalen Handelsabkommens gegen Internet-Piraterie ACTA zeigt: Es geht auch anders! Das "Anti-Counterfeiting Trade Agreement" (etwa Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen) hat für viel Furore in der jungen Netzgemeinde gesorgt. Da wurde bemängelt, dass das Abkommen im „Geheimen“ ausgehandelt wurde, und die Öffentlichkeit erst bei Fertigstellung des Textes in Kenntnis gesetzt wurde. Die Netzgemeinde fürchtete allerdings um viel mehr als fehlende Informationspolitik: nämlich um ihre Freiheit im Internet. Jeder netzaffine Mensch ist heutzutage daran gewöhnt, alles immer und überall zu jeder Zeit im Internet zu bekommen. Und leider sind wir zu oft auch daran gewöhnt, nichts für die Inhalte zahlen zu müssen. Diese Freiheit sah die Netzgemeinde zu Recht durch das Copyright-Abkommen gefährdet, bei dem zukünftig nicht mehr Gerichte, sondern Provider und Internet-Unternehmen über legal oder illegal unterscheiden sollten.
Lest auf Seite 2, wie sich der Widerstand geformt hat...
Netzgemeinde fürchtet um ihre Freiheit
Doch das Beispiel des umstrittenen internationalen Handelsabkommens gegen Internet-Piraterie ACTA zeigt: Es geht auch anders! Das "Anti-Counterfeiting Trade Agreement" (etwa Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen) hat für viel Furore in der jungen Netzgemeinde gesorgt. Da wurde bemängelt, dass das Abkommen im „Geheimen“ ausgehandelt wurde, und die Öffentlichkeit erst bei Fertigstellung des Textes in Kenntnis gesetzt wurde. Die Netzgemeinde fürchtete allerdings um viel mehr als fehlende Informationspolitik: nämlich um ihre Freiheit im Internet. Jeder netzaffine Mensch ist heutzutage daran gewöhnt, alles immer und überall zu jeder Zeit im Internet zu bekommen. Und leider sind wir zu oft auch daran gewöhnt, nichts für die Inhalte zahlen zu müssen. Diese Freiheit sah die Netzgemeinde zu Recht durch das Copyright-Abkommen gefährdet, bei dem zukünftig nicht mehr Gerichte, sondern Provider und Internet-Unternehmen über legal oder illegal unterscheiden sollten.
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