Sexismus in der Spielebranche ist und bleibt ein Problem.
Lara Croft heult
13.07.2012
Weg von der Konsole, ab in die Küche?
Sexismus in der Spielebranche ist nichts Neues - spätestens seitdem sich in Tomb Raider Lara Croft arg knapp bekleidet durch die Gegend geschossen hat und einige Leute das überhaupt nicht witzig fanden. Seitdem sind über 15 Jahre vergangen, und der Unterschied zu damals ist nicht, dass die Branche weniger sexistisch geworden wäre, nein. Der Unterschied ist, dass es inzwischen Blogs gibt, und Twitter, und Facebook, wodurch die Debatten über Frauenhass in der Computerspielbranche weiter angefacht oder auch erst ausgelöst werden können.
Dabei war die Kontroverse damals angeblich nur ein Versehen: Laras Brüste sollten in der Entwicklung um 50 Prozent größer gemacht werden, aus Versehen wurden daraus 150 Prozent. Die Monstertitten taugten den Entwicklern und den Spielern. Die Feministen konnten sich zumindest damit trösten, dass Lara zwar fast nix anhatte, dafür aber alles niederschoss, was ihr in den Weg kam und sie auf diese Weise genauso viel Mumm bewies wie alle anderen männlichen Videohelden auch.
Sexy Videoheldinnen sind out.
Dieses Mal war der Grund des Anstoßes ein Interview mit dem Produzenten des neuen Tomb Raider Spiels, das nächstes Jahr erscheinen soll. Tomb Raider goes Reboot, und so wird in diesem Spiel der Spieler miterleben, wie Lara Croft zu derjenigen wurde, die sie seit dem ersten Spiel war. Die guten (nun ja) Neuigkeiten: In den Demos sehen Laras Brüste nicht so aus, als wären Fußbälle darin verstaut. Aber im Interview mit dem Games-Blog Kotaku sagte der Produzent Ron Rosenberg, dass der Spieler keine knarrenschwingende Archäologin spielen würde - sondern jemanden, den man "beschützen" wollen würde. Jemanden, die, damit dieser Beschützer-Instinkt bei den (männlichen?) Spielern auch geweckt würde, sich gegen eine versuchte Massenvergewaltigung wehren muss. Sexy Videoheldinnen seien out.
Nun mag man sich über fragwürdige Handlungen und die Darstellung von Charakteren in den Spielen selbst noch streiten: Ist das nun in Ordnung, dass Agent 47 aus dem Spiel Hitman:Absolution in einem Trailer einige Lack-und-Leder Nonnen blutig niedermetzelt, wenn er auch mit allen anderen männlichen Feinden das Gleiche macht?
Allerdings: Wo der Spaß wirklich aufhört, ist, wenn sich der Frauenhass einiger Mitglieder der Branche und der Community über echten Frauen ausgießt, weil sie wagen, ebenfalls dazugehören zu wollen.
Ist das ok, dass man als Frau auf Games-Conventions begrabscht wird? Lest weiter auf Seite 2....
Dabei war die Kontroverse damals angeblich nur ein Versehen: Laras Brüste sollten in der Entwicklung um 50 Prozent größer gemacht werden, aus Versehen wurden daraus 150 Prozent. Die Monstertitten taugten den Entwicklern und den Spielern. Die Feministen konnten sich zumindest damit trösten, dass Lara zwar fast nix anhatte, dafür aber alles niederschoss, was ihr in den Weg kam und sie auf diese Weise genauso viel Mumm bewies wie alle anderen männlichen Videohelden auch.
Sexy Videoheldinnen sind out.
Dieses Mal war der Grund des Anstoßes ein Interview mit dem Produzenten des neuen Tomb Raider Spiels, das nächstes Jahr erscheinen soll. Tomb Raider goes Reboot, und so wird in diesem Spiel der Spieler miterleben, wie Lara Croft zu derjenigen wurde, die sie seit dem ersten Spiel war. Die guten (nun ja) Neuigkeiten: In den Demos sehen Laras Brüste nicht so aus, als wären Fußbälle darin verstaut. Aber im Interview mit dem Games-Blog Kotaku sagte der Produzent Ron Rosenberg, dass der Spieler keine knarrenschwingende Archäologin spielen würde - sondern jemanden, den man "beschützen" wollen würde. Jemanden, die, damit dieser Beschützer-Instinkt bei den (männlichen?) Spielern auch geweckt würde, sich gegen eine versuchte Massenvergewaltigung wehren muss. Sexy Videoheldinnen seien out.
Nun mag man sich über fragwürdige Handlungen und die Darstellung von Charakteren in den Spielen selbst noch streiten: Ist das nun in Ordnung, dass Agent 47 aus dem Spiel Hitman:Absolution in einem Trailer einige Lack-und-Leder Nonnen blutig niedermetzelt, wenn er auch mit allen anderen männlichen Feinden das Gleiche macht?
Allerdings: Wo der Spaß wirklich aufhört, ist, wenn sich der Frauenhass einiger Mitglieder der Branche und der Community über echten Frauen ausgießt, weil sie wagen, ebenfalls dazugehören zu wollen.
Ist das ok, dass man als Frau auf Games-Conventions begrabscht wird? Lest weiter auf Seite 2....











