Datenschutzbeauftragter kritisiert Couchsurfing
Eine unbequeme Couch
17.09.2012
Couchsurfing.org will die Daten seiner User vergolden, deutsche Datenschützer schlagen Alarm.
Ohne Geld durch die Welt? Das geht, wenn man mit dem bisschen, das man hat, gut umgehen kann. Dabei ist eine beliebte Alternative zum guten alten Jugendherbergsstockbett die Couch eines Unbekannten: Couchsurfing. Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer Platz in seiner Bude hat, stellt diesen einem Reisenden kostenlos zur Verfügung. Auf der Webseite Couchsurfing.org finden sich dann Tourist und Couchbesitzer. Wie es auf der Homepage so schön heißt: "Es ist toll, wie schnell Fremde zu Freunden werden."
Wie fremde Firmen Freunde werden
Doch diese Philosophie des Unternehmens geht jetzt noch einen fatalen Schritt weiter. Ab heute gelten neue Geschäftsbedingungen, nach denen das Unternehmen alle Nutzerdaten an Dritte weitergeben kann. Da werden viele fremde Firmen schnell zu neuen Freunden. Jeder, der das Profil eines Couchsurfingnutzers gelesen oder selbst geschrieben hat, weiß auch, warum. Jeder meldet sich mit echtem Namen an und gibt darüber hinaus viele sehr persönliche Informationen preis, um Vertrauen zu schaffen. Wo er wohnt, wie man ihn erreichen kann, was er beruflich macht, welche Bücher und Musik er mag und so weiter.
Durch den neuen Artikel 5.3 der Nutzungsbedingungen geben sich die Betreiber der Webseite selbst das Recht, all diese Daten ohne Grenzen weiterzugeben. Profilinformationen, Nachrichten, Fotos: Daten, die Gold wert sind. In diesem Fall noch von Datenschutzbestimmungen zu sprechen, wäre albern.
Was die Politik dazu sagt auf Seite 2.
Wie fremde Firmen Freunde werden
Doch diese Philosophie des Unternehmens geht jetzt noch einen fatalen Schritt weiter. Ab heute gelten neue Geschäftsbedingungen, nach denen das Unternehmen alle Nutzerdaten an Dritte weitergeben kann. Da werden viele fremde Firmen schnell zu neuen Freunden. Jeder, der das Profil eines Couchsurfingnutzers gelesen oder selbst geschrieben hat, weiß auch, warum. Jeder meldet sich mit echtem Namen an und gibt darüber hinaus viele sehr persönliche Informationen preis, um Vertrauen zu schaffen. Wo er wohnt, wie man ihn erreichen kann, was er beruflich macht, welche Bücher und Musik er mag und so weiter.
Durch den neuen Artikel 5.3 der Nutzungsbedingungen geben sich die Betreiber der Webseite selbst das Recht, all diese Daten ohne Grenzen weiterzugeben. Profilinformationen, Nachrichten, Fotos: Daten, die Gold wert sind. In diesem Fall noch von Datenschutzbestimmungen zu sprechen, wäre albern.
Was die Politik dazu sagt auf Seite 2.











