Markus Kavka mit „Number One“ auf zdf.kultur
Bester Musikmoderator der Welt
18.09.2012
Zu Gast: Die Ärzte. Mit seinem Rock’n’Roll-Wissen produziert Kavka ein Portrait der besten Band der Welt.
Das Ziel scheint sportlich. 43:36 Minuten ist die Sendung lang, in der Information kündigt das ZDF an: 30 Jahre Bandgeschichte von ganz früher bis heute. Kavka, Farin, Bela und Rod harmonieren von der ersten Minute – und das nicht nur dank der identisch dunklen Klamotten. Gestern Abend um 20.15 Uhr lief auf zdf.kultur die erste Sendung der zweiten Staffel von „Number One“. Wir haben für Euch mal reingeschaut.
Oh, ich hab solche Sehnsucht, ich verliere den Verstand
Jedes wichtige Lied der Ärzte wird angespielt, die komplette Bandgeschichte – wie versprochen - erzählt. Der erfahrene Musikjournalist und Moderator Kavka navigiert durch Alben, Bassistenwechsel und wichtige Stationen der Bandgeschichte. Die Sendung erzählt Geschichten, die noch nicht in jeder Talkshow durchdiskutiert wurden und für jede Plattenkritik wieder ausgekramt werden. Die Ärzte, so wirkt es, fühlen sich wohl mit dem Moderator, feuern Antworten und sind gewohnt lustig und selbstironisch. Wenn zwischendurch Musikclips oder Konzertmitschnitte gezeigt werden, stellt sich leichte Traurigkeit ein, man hätte den Ärzten gerne etwas länger zugehört.
Besonders auffällig, zumindest für bekennende Kavka-Fans: Dieser Mann scheint halb so schnell zu altern wie der Rest der Menschheit. Ob der Jungbrunnen Rock’n’Roll heißt, weiß man nicht genau. Die Sendung erinnert ein bisschen an „MTV Masters“, bei der ebenfalls große Stars portraitiert wurden. Allerdings wurden bei Masters hauptsächlich alte Tapes rausgekramt, zusammen geschnitten und ein Sprechertext darüber gelegt. Bei Number One läuft das anders: Kavka trifft die Künstler persönlich, kannte sie vorher schon und erzählt kleinteilig, portraitiert sehr genau.
Bitte, komm zurück!
Die erste Staffel von Number One lief im Jahr 2009 auf Kabel1, wurde aber leider wieder eingestellt. Vielleicht deswegen wurde Kavka in der letzten Woche von Talkshow zu Talkshow geschickt – das ZDF gab in Sachen Promo für die Sendung alles nur Mögliche, und das zu Recht! Bei Roche&Böhmermann sprach er über die Tücken des Musikjournalismus und die erkältete Patti Smith (künftiger Gast) und den einsamen Phil Collins (früherer Gast bei Number One).
Markus Lanz bezeichnete ihn als „ausgesprochenen Musik-Experten“ und „Musik-Kritiker“. Kavka arbeitet nicht nur als DJ, er war jahrelang bei MTV, moderierte die MTV News, Rock am Ring und interviewte damals auch schon mehrfach die Ärzte. ZDF.Kultur scheint mit Sendungen wie Roche&Böhmermann und Bauerfeind (bei der Kavka übrigens auch zu Gast war), der richtige Platz für detaillierte Musiker-Portraits zu sein, wie Kavka sie liefert.
Große Stars kriegt Markus Kavka problemlos in seine Sendung, Marylin Manson, Jack White und Joe Cocker wird er noch interviewen. Für den Auftakt waren die Ärzte die richtige Wahl, Kavka zeigte Schauplätze der Bandgeschichte und stellte die richtigen Fragen. Man wünscht sich nach 43:36 eigentlich noch mehr, mehr Interview, mehr Portrait und mehr Kavka.
Bildquelle: SKM Berlin, Copyright: Claudia Stülpner
Oh, ich hab solche Sehnsucht, ich verliere den Verstand
Jedes wichtige Lied der Ärzte wird angespielt, die komplette Bandgeschichte – wie versprochen - erzählt. Der erfahrene Musikjournalist und Moderator Kavka navigiert durch Alben, Bassistenwechsel und wichtige Stationen der Bandgeschichte. Die Sendung erzählt Geschichten, die noch nicht in jeder Talkshow durchdiskutiert wurden und für jede Plattenkritik wieder ausgekramt werden. Die Ärzte, so wirkt es, fühlen sich wohl mit dem Moderator, feuern Antworten und sind gewohnt lustig und selbstironisch. Wenn zwischendurch Musikclips oder Konzertmitschnitte gezeigt werden, stellt sich leichte Traurigkeit ein, man hätte den Ärzten gerne etwas länger zugehört.
Besonders auffällig, zumindest für bekennende Kavka-Fans: Dieser Mann scheint halb so schnell zu altern wie der Rest der Menschheit. Ob der Jungbrunnen Rock’n’Roll heißt, weiß man nicht genau. Die Sendung erinnert ein bisschen an „MTV Masters“, bei der ebenfalls große Stars portraitiert wurden. Allerdings wurden bei Masters hauptsächlich alte Tapes rausgekramt, zusammen geschnitten und ein Sprechertext darüber gelegt. Bei Number One läuft das anders: Kavka trifft die Künstler persönlich, kannte sie vorher schon und erzählt kleinteilig, portraitiert sehr genau.
Bitte, komm zurück!
Die erste Staffel von Number One lief im Jahr 2009 auf Kabel1, wurde aber leider wieder eingestellt. Vielleicht deswegen wurde Kavka in der letzten Woche von Talkshow zu Talkshow geschickt – das ZDF gab in Sachen Promo für die Sendung alles nur Mögliche, und das zu Recht! Bei Roche&Böhmermann sprach er über die Tücken des Musikjournalismus und die erkältete Patti Smith (künftiger Gast) und den einsamen Phil Collins (früherer Gast bei Number One).
Markus Lanz bezeichnete ihn als „ausgesprochenen Musik-Experten“ und „Musik-Kritiker“. Kavka arbeitet nicht nur als DJ, er war jahrelang bei MTV, moderierte die MTV News, Rock am Ring und interviewte damals auch schon mehrfach die Ärzte. ZDF.Kultur scheint mit Sendungen wie Roche&Böhmermann und Bauerfeind (bei der Kavka übrigens auch zu Gast war), der richtige Platz für detaillierte Musiker-Portraits zu sein, wie Kavka sie liefert.
Große Stars kriegt Markus Kavka problemlos in seine Sendung, Marylin Manson, Jack White und Joe Cocker wird er noch interviewen. Für den Auftakt waren die Ärzte die richtige Wahl, Kavka zeigte Schauplätze der Bandgeschichte und stellte die richtigen Fragen. Man wünscht sich nach 43:36 eigentlich noch mehr, mehr Interview, mehr Portrait und mehr Kavka.
Bildquelle: SKM Berlin, Copyright: Claudia Stülpner












