Auf mevme.com bloggt Elisabeth Rank über Gefühlswirrungen
Schokoladenseite: Elisabeth Rank
27.11.2012
„Die Sache ist, dass es so viele Sachen sind.“ Ein literarischer Blog mit Sätzen zum Ausschneiden schön.
In „Schokoladenseiten“ stellen euch unsere Autorinnen und Autoren immer mittwochs die Ecken des Internets vor, in die man sich verirrt, in denen man hängen bleibt. Von Zartbitter bis Vollmilch zeigen wir euch die Kuriositäten, Absurditäten und Raritäten, die uns durch schlaflose Nächte und langweilige Vorlesungen bringen.
Von Celina Ponz
Sich in Worte legen. Sich einmal in ihnen ausstrecken, ausbreiten, den ganzen Platz einnehmen, sich darin räkeln, und dann schauen, ob es um einen herum anders aussieht. Wie nach dem Schnee-Engel-Malen. Geschichten anprobieren wie Ballkleider, die nicht zu jedem Anlass passen, aber zu manchen vielleicht schon, und sich diese Funkelmomente ausmalen. Sich erlauben, innen mal nach außen zu krempeln, auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist.
>> Hast du dich so hingestellt, dass das Glück dich finden kann?<<
Es gibt Sätze auf Elisabeth Ranks Blog mevme.com, die ich ausschneiden würde, um sie mir an die Wand zu hängen, wenn das ginge. Aber weil Aufschreiben auch so schön sein kann, weil es lange dauert, und man dann noch einmal von der anderen Seite drauf gucken kann und vielleicht auch über Kopf, haben sich schon viele Seiten in meinen Notizbüchern mit Zitaten von ihr gefüllt.
>>Erwachsen bist du trotzdem erst, wenn du angenommen hast, dass es immer ein oder zwei Geschichten geben wird, ein oder zwei Tage, von denen du dir immer, auch in Jahren noch wünschen wirst, sie wären nie passiert, ein oder zwei tote Winkel. Nur ein oder zwei.<<
Weil sie so weit schreibt, dass es fast alles bedeuten kann, und doch wieder so konkret, dass es einen Punkt trifft, manchmal einen so piekfeinen, dass man ihn noch gar nicht kannte, und das kann ziepen, weil die Fläche dann kleiner ist und der Druck dadurch erhöht, aber das hört auch wieder auf. Weil es sich lohnt, manche Sätze später wieder zu lesen, ihnen zu begegnen und sich zu fragen, warum man sie damals unbedingt festhalten wollte und ob man das heute auch noch so sieht. Und überhaupt weil es gelingt, Dinge zu sehen, die feinen Unterschiede, oder einen bestimmten Grauton.
>>Ich bin kein Mensch für Friedhöfe, aber vom Konzept Gedenken halte ich viel.<<
„Für mich ist mein Blog auch Teil meines Portfolios. Er zeigt eine bestimmte Seite von dem, was ich tue und was ich kann, aber er ist eben nicht meine ganze Person sondern nur eine Facette": Elisabeth, oder auch Lisa, schreibt über das Konzept des Lebensabschnittsgefährten, über das Aufbrechen und Wiederkommen, stellt Fragen ans Leben, Fragen an dich, erzählt Geschichten von Weihnachten oder aus dem Zeitgeschehen und vom Umgang mit Facebook-Kondolenzen. Malerisch, aber auf Zehnspitzen, zuerst flüchtig und unbeschwert, Sätze, die sich leise anschleichen, dann fest zupacken und einfach bleiben. Nicht wirklich greifbar, aber ergreifend.
Lest auf Seite 2, welches Konzept hinter Elisabeth Ranks Schreiben steht und wie ihr Blog so klingt...
Von Celina Ponz
Sich in Worte legen. Sich einmal in ihnen ausstrecken, ausbreiten, den ganzen Platz einnehmen, sich darin räkeln, und dann schauen, ob es um einen herum anders aussieht. Wie nach dem Schnee-Engel-Malen. Geschichten anprobieren wie Ballkleider, die nicht zu jedem Anlass passen, aber zu manchen vielleicht schon, und sich diese Funkelmomente ausmalen. Sich erlauben, innen mal nach außen zu krempeln, auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist.
>> Hast du dich so hingestellt, dass das Glück dich finden kann?<<
Es gibt Sätze auf Elisabeth Ranks Blog mevme.com, die ich ausschneiden würde, um sie mir an die Wand zu hängen, wenn das ginge. Aber weil Aufschreiben auch so schön sein kann, weil es lange dauert, und man dann noch einmal von der anderen Seite drauf gucken kann und vielleicht auch über Kopf, haben sich schon viele Seiten in meinen Notizbüchern mit Zitaten von ihr gefüllt.
>>Erwachsen bist du trotzdem erst, wenn du angenommen hast, dass es immer ein oder zwei Geschichten geben wird, ein oder zwei Tage, von denen du dir immer, auch in Jahren noch wünschen wirst, sie wären nie passiert, ein oder zwei tote Winkel. Nur ein oder zwei.<<
Weil sie so weit schreibt, dass es fast alles bedeuten kann, und doch wieder so konkret, dass es einen Punkt trifft, manchmal einen so piekfeinen, dass man ihn noch gar nicht kannte, und das kann ziepen, weil die Fläche dann kleiner ist und der Druck dadurch erhöht, aber das hört auch wieder auf. Weil es sich lohnt, manche Sätze später wieder zu lesen, ihnen zu begegnen und sich zu fragen, warum man sie damals unbedingt festhalten wollte und ob man das heute auch noch so sieht. Und überhaupt weil es gelingt, Dinge zu sehen, die feinen Unterschiede, oder einen bestimmten Grauton.
>>Ich bin kein Mensch für Friedhöfe, aber vom Konzept Gedenken halte ich viel.<<
„Für mich ist mein Blog auch Teil meines Portfolios. Er zeigt eine bestimmte Seite von dem, was ich tue und was ich kann, aber er ist eben nicht meine ganze Person sondern nur eine Facette": Elisabeth, oder auch Lisa, schreibt über das Konzept des Lebensabschnittsgefährten, über das Aufbrechen und Wiederkommen, stellt Fragen ans Leben, Fragen an dich, erzählt Geschichten von Weihnachten oder aus dem Zeitgeschehen und vom Umgang mit Facebook-Kondolenzen. Malerisch, aber auf Zehnspitzen, zuerst flüchtig und unbeschwert, Sätze, die sich leise anschleichen, dann fest zupacken und einfach bleiben. Nicht wirklich greifbar, aber ergreifend.
Lest auf Seite 2, welches Konzept hinter Elisabeth Ranks Schreiben steht und wie ihr Blog so klingt...






















