Gefühle ins Gesicht geschrieben
Lebendige Emoticons
29.11.2012
Welcher Smiley passt zu welchem Gesicht?
Von Louisa Zwenger
Smileys kennt jeder und jeder mag sie. Drollige Gesichter, zusammengebastelt aus Satzzeichen in gelben Kreisen. Schon als Kleinkind wurde man mit dem Prinzip bekannt gemacht, nämlich mit dem Strichmännchenzeichnen. Ich kann mich noch genau an „Punkt, Punkt, Komma, Strich und fertig ist das Mondgesicht!“ erinnern.
Heute, in der digitalen Welt, geht es sogar noch einfacher: Man reiht Satzzeichen aneinander, sogenannte Emoticons, die irgendwo im Nirvana des Netzes umgewandet werden und zu gelben Gesichtern mutieren. Sie sollen dem Adressaten die momentane Befindlichkeit, beziehungsweise die Absicht des Schreibers verdeutlichen. Die Botschaft sozusagen idiotensicher überbringen.
Und wer hast´s erfunden?
Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt: 1964 hat ein Werbegrafiker, Harvey Ball, die Emoticons erfunden. Der einfache Grund, er wollte das Betriebsklima in einer Versicherungsfirma auflockern. Das ist ihm dann wohl auch gelungen. Heutzutage sind die kleinen Gefühlsbarometer nicht mehr aus der digitalen Kommunikation wegzudenken. Ist es nicht verrückt, dass so eine minimalistische Erfindung, von der buchstäblich jedes Kind behaupten könnte sie erfunden zu haben, unsere geschriebenen Sprache so nachhaltig prägt?
In E-Mails und Chartgesprächen werden Emoticons so inflationär verwendet, als ob es kein Morgen gäbe. Warum eigentlich? Reicht unsere Sprache nicht mehr aus, um unserem Gesprächspartner zu erklären wie etwas gemeint war oder wie man etwas findet?
Der Clou
Oder ist es vielleicht so, dass die geschriebene Sprache sich mehr und mehr unserer gesprochenen Sprache annähert? Gerade im informellen Rahmen von Chatrooms oder E-Mails unter Freunden, ist und bleibt der geschriebene und der gesprochene Jargon doch der gleiche. Durch Verwendung von Pictogrammen und Bildern, nimmt die Sprache dann eine ganz andere Form an. Es vereinfacht die Überwindung der riesigen Hemmschwelle von seinen Gefühlen zu reden. Man kann sie einfach malen und so kommen uns die echten Gefühle dann viel leichter über die digitalen Lippen. :-)
Klickt euch oben in der Fotoreihe durch Emoticons aus dem echten Leben...
Smileys kennt jeder und jeder mag sie. Drollige Gesichter, zusammengebastelt aus Satzzeichen in gelben Kreisen. Schon als Kleinkind wurde man mit dem Prinzip bekannt gemacht, nämlich mit dem Strichmännchenzeichnen. Ich kann mich noch genau an „Punkt, Punkt, Komma, Strich und fertig ist das Mondgesicht!“ erinnern.
Heute, in der digitalen Welt, geht es sogar noch einfacher: Man reiht Satzzeichen aneinander, sogenannte Emoticons, die irgendwo im Nirvana des Netzes umgewandet werden und zu gelben Gesichtern mutieren. Sie sollen dem Adressaten die momentane Befindlichkeit, beziehungsweise die Absicht des Schreibers verdeutlichen. Die Botschaft sozusagen idiotensicher überbringen.
Und wer hast´s erfunden?
Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt: 1964 hat ein Werbegrafiker, Harvey Ball, die Emoticons erfunden. Der einfache Grund, er wollte das Betriebsklima in einer Versicherungsfirma auflockern. Das ist ihm dann wohl auch gelungen. Heutzutage sind die kleinen Gefühlsbarometer nicht mehr aus der digitalen Kommunikation wegzudenken. Ist es nicht verrückt, dass so eine minimalistische Erfindung, von der buchstäblich jedes Kind behaupten könnte sie erfunden zu haben, unsere geschriebenen Sprache so nachhaltig prägt?
In E-Mails und Chartgesprächen werden Emoticons so inflationär verwendet, als ob es kein Morgen gäbe. Warum eigentlich? Reicht unsere Sprache nicht mehr aus, um unserem Gesprächspartner zu erklären wie etwas gemeint war oder wie man etwas findet?
Der Clou
Oder ist es vielleicht so, dass die geschriebene Sprache sich mehr und mehr unserer gesprochenen Sprache annähert? Gerade im informellen Rahmen von Chatrooms oder E-Mails unter Freunden, ist und bleibt der geschriebene und der gesprochene Jargon doch der gleiche. Durch Verwendung von Pictogrammen und Bildern, nimmt die Sprache dann eine ganz andere Form an. Es vereinfacht die Überwindung der riesigen Hemmschwelle von seinen Gefühlen zu reden. Man kann sie einfach malen und so kommen uns die echten Gefühle dann viel leichter über die digitalen Lippen. :-)
Klickt euch oben in der Fotoreihe durch Emoticons aus dem echten Leben...














