Von ZDF und ARD gibts bald einen neuen Jugendkanal
KiKa reloaded
29.11.2012
Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen mit dem ,,JuKa" mehr "junge" Zuschauer erreichen...
Fernsehen ist in Zeiten des Internets ein kränkelndes Medium. Vor allem unsere Generation der unter Dreißigjährigen ist eher vor ihren Laptops als vor dem Fernseher anzutreffen. Das ZDF und die ARD wollen nun wieder an eben dieses Publikum heran kommen, indem sie einen Jugendkanal als Erweiterung des Kinderkanlas KiKa ins Leben rufen. Er soll die 14-29 Jährigen zurück vor die Mattscheibe locken und in etwa einem dreiviertel Jahr zu empfangen sein. Wie das Programm eines solchen Senders aussehen könnte, ist durchaus ein paar Spekulationen wert.
Wissen
Das deutsche Fernsehprogramm ist generell eine etwas seltsame Mischung. Nie können sich die Sender entscheiden, ob sie zur Volksverdummung oder zur Bildung beitragen wollen. Es ist ein ewiger Spagat zwischen ,,Bauer sucht Frau“ und Anne Will. Da ein Jugendkanal der Öffentlich-Rechtlichen wohl nicht ohne Bildungsauftrag daher kommen wird, muss er Dokumentationen, Nachrichten und Wissensmagazine senden. Das wäre schön und wünschenswert vor allem in Zeiten von ,,Gallileo“ und ,,Spiegel-TV“.
Popkultur
Junge Menschen sind Trend- und kultursüchtig. Ohne Popkultur wird der neue Kanal also nicht funktionieren. Am besten haben das immer schon die Musiksender MTV und VIVA deutlich gemacht. Hier können sich die Macher des neuen Jugendkanals aus einer wahren Goldgrube an Ideen bedienen. Spontan fallen hier MTV Masters und die MTV-News mit Markus Kafka ein. Wahre Sternstunden des Popfernesehens.
Wir möchten unterhalten werden
Ein ebenso wichtiges Element um die Zielgruppe, vor allem die unter 18-Jährigen, vor den Fernseher zu locken, sind Serien. In diesen ist alles immer spannender und besser als in der eigenen tristen Realität. So fesselt man sein Publikum über Jahre hinweg an sich. Leider hinkt auch hier das deutsche Fernsehen dem angloamerikanischen hinterher. Die richtig guten Serien kommen nun mal fast immer aus Great Briten oder den USA. Aber es muss doch möglich sein, Serien zu entwickeln, die abseits von Marienhof und Schloss Einstein funktionieren!
Nicht ohne Joko un Klaas
Bevor man sich allerdings Gedanken über die konkreten Sendeformate macht, sollten die richtigen Leute ins Boot geholt werden. Denn nichts ist wichtiger, als Menschen mit denen sich die Zuschauer identifizieren können und wollen. Um möglichst nah am Puls der "Jugend" zu sein, werden die Sendeverantwortlichen vermutlich Joko und Klaas aus einem ihrer Sparkassenplakate herausklettern lassen, um die "Jugend" mit Albernheiten zu bespaßen. Hoffen wir das Sarah Kuttner neben ihrer ZDFneo-Sendung ,,Bambule" noch ein wenig Zeit erübrigen kann.
Quelle: grisei (flickr.com) unter cc by 2.0
Wissen
Das deutsche Fernsehprogramm ist generell eine etwas seltsame Mischung. Nie können sich die Sender entscheiden, ob sie zur Volksverdummung oder zur Bildung beitragen wollen. Es ist ein ewiger Spagat zwischen ,,Bauer sucht Frau“ und Anne Will. Da ein Jugendkanal der Öffentlich-Rechtlichen wohl nicht ohne Bildungsauftrag daher kommen wird, muss er Dokumentationen, Nachrichten und Wissensmagazine senden. Das wäre schön und wünschenswert vor allem in Zeiten von ,,Gallileo“ und ,,Spiegel-TV“.
Popkultur
Junge Menschen sind Trend- und kultursüchtig. Ohne Popkultur wird der neue Kanal also nicht funktionieren. Am besten haben das immer schon die Musiksender MTV und VIVA deutlich gemacht. Hier können sich die Macher des neuen Jugendkanals aus einer wahren Goldgrube an Ideen bedienen. Spontan fallen hier MTV Masters und die MTV-News mit Markus Kafka ein. Wahre Sternstunden des Popfernesehens.
Wir möchten unterhalten werden
Ein ebenso wichtiges Element um die Zielgruppe, vor allem die unter 18-Jährigen, vor den Fernseher zu locken, sind Serien. In diesen ist alles immer spannender und besser als in der eigenen tristen Realität. So fesselt man sein Publikum über Jahre hinweg an sich. Leider hinkt auch hier das deutsche Fernsehen dem angloamerikanischen hinterher. Die richtig guten Serien kommen nun mal fast immer aus Great Briten oder den USA. Aber es muss doch möglich sein, Serien zu entwickeln, die abseits von Marienhof und Schloss Einstein funktionieren!
Nicht ohne Joko un Klaas
Bevor man sich allerdings Gedanken über die konkreten Sendeformate macht, sollten die richtigen Leute ins Boot geholt werden. Denn nichts ist wichtiger, als Menschen mit denen sich die Zuschauer identifizieren können und wollen. Um möglichst nah am Puls der "Jugend" zu sein, werden die Sendeverantwortlichen vermutlich Joko und Klaas aus einem ihrer Sparkassenplakate herausklettern lassen, um die "Jugend" mit Albernheiten zu bespaßen. Hoffen wir das Sarah Kuttner neben ihrer ZDFneo-Sendung ,,Bambule" noch ein wenig Zeit erübrigen kann.
Quelle: grisei (flickr.com) unter cc by 2.0











