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Amerikanische "Thrift Stores" bieten Einiges

Shoppen, Sparen, Spenden!

12.09.2009
Gapping with Kings

Zeitjung-Autorin Elisabeth Kantert entdeckt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sinnvolles Shoppen.

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Second-Hand Laden? Wenn wir an ein derartiges Geschäft denken, haben wir oft Bilder im Kopf von unsortierten Wühltischen, alten Klamotten die keiner mehr haben will und hässlichen Fummeln aus Omas Zeiten. Eine trostlose Atmosphäre. In den USA ist das anders! „Thrift Stores“ nennen sich die Läden, in denen man billig und gut shoppen kann. Und das Beste: Der Erlös dient Wohltätigkeitszwecke!  So hat man nie ein schlechtes Gewissen - selbst wenn man den halben Laden leer kauft!

Ich bin auf den Geschmack der „Thrift Stores“ gekommen, als ich mit ein paar Freunden auf dem Weg zu einer Motto-Party war. Das Thema war „Blacklight and Neon“, mit Schwarzlicht-Lampen und Leuchtstiften. Aber wer hat heutzutage schon etwas wirklich knalliges zum Anziehen im Schrank? Also hatte einer von uns die Idee, zu einem „Thrift Store“ zu fahren um uns partytauglich einzukleiden.

Das Geschäft war sehr groß, aber trotzdem geordnet und sortiert. Schilder zeigten die Damen- und die Herrenabteilung an, die lang- und kurz ä rmeligen Oberteile, Hosen, Röcke, Kleider; eine ganze Wand war bedeckt von Regalen mit Schuhen, alle unter drei Dollar! An einer anderen Wand hingen wahnsinnig schöne und edle Abendkleider, nach denen wir zwar im Moment nicht Ausschau hielten aber auf die ich bestimmt später noch einmal zurück kommen werde. Weiter hinten waren Schränke, Spiegel, Bilder, Geschirr und viele andere Sachen aufgestellt.  

Zugegeben, wir fischten einige wirklich sehr schrille Kleidungsstücke heraus. Wir hatten einen Heidenspaß, mit paillettenbestickten Sackkleidern, 80-er-Jahre-Hosen und quietschige Wintermänteln. Aber wir fanden auch ein paar echte Schätze! Marken wie Ralph Lauren, Nike und Hollister waren keine Seltenheit. Mir wurde immer klarer: Nicht nur für die schönen Abendkleider, sondern auch für die Riesenauswahl an günstigen Schuhen und das ein oder andere Poloshirt lohnte es sich, noch einmal her zu kommen.

Nachdem wir laut lachend die knalligsten und schrillsten Klamotten anprobiert hatten, gingen wir mit unseren neuen  zur Kasse. Keines der Outfits kostete mehr als vier Dollar! Ich konnte nicht an mich halten und habe noch ein paar (ungetragene!) Flip Flops für 1,50 Dollar und zwei Hello Kitty-Taschen für insgesamt 7 Dollar gekauft. Ich meine, wie oft bekommt man die Möglichkeit, sich etwas Schönes zu kaufen und gleichzeitig zu spenden?



 
Bildquelle: zeitjung.de, Elisabeth Kantert