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10 Tipps, wie das Leben auch nach dem Studium weitergeht

Studium aus, alles aus?

09.09.2011
Thema der Woche: Endstation Studium

Studium vorbei? Leben vorbei? ZEITjUNG rettet dich aus deinem After-Studium-Blues.

1. Fotoshooting mit der besten Freundin oder dem besten Freund 


Jaja, das Bewerbungsfoto... Das ist so unsagbar wichtig! Das ist die halbe Miete! Gut, dass die Welt so wunderbar oberflächlich ist... Das tatsächlich Gute am Schlechten: Ein Fotoshooting mit der besten Freundin/ dem besten Freund ist immer sauwitzig und tatsächlich sind manchmal ein, zwei ganz brauchbare Fotos für die Bewerbungsmappe dabei. 

 

2. Ein Cafe eröffnen 


Irgendwie träumt ja jeder tief im Inneren davon, irgendwann sein eigenes Cafe zu eröffnen. Und das Beste an der ganzen Sache: Du kannst es tun, wenn du richtig Lust drauf hast! Alle tun immer so als ob du gerade gesagt hättest, du wollest gemeinsam mit deinem Zwergpudel auf einem Schmetterling den Mond erobern und neues Leben erzeugen... Aber denk dir nichts, die sind nur neidisch und haben – wie immer – keine Ahnung! In Wahrheit hindert dich keiner dran. In diesem Sinne: Lebe deinen Traum, kann sein, dass du damit tatsächlich am erfolgreichsten sein wirst. 

 

3. Ein Seminar zur Existenzgründung 


Du weißt nicht, wie du die Sache angehen sollst? Kein Problem, glücklicherweise gibt´s in unterschiedlichen Städten Büros und Anlaufstellen, die sich aller Unannehmlichkeiten der Bürgerinnen und Bürger mit Freuden und Geduld annehmen. Zum Beispiel das Referat für Arbeit und Wirtschaft, das kostenlose Seminare zur Existenzgründung anbietet. Zwar bringt die Veranstaltung auch keine revolutionären Erkenntnisse, aber: Du fühlst dich danach tatsächlich etwas gewappneter für das Leben als Selbstständiger in der Arbeitswelt. 

 

4. In einem Land jenseits der starren Akademikergrenzen 

Oder du machst es wie manch einer: Kündigst scheinheilig eine etwas länger geratene Reise nach Indien, Australien, Afrika oder Peru an, packst alles, was dir lieb ist und nicht das Tragegewicht überschreitet in deinen Koffer und haust ab. Und wer weiss, vielleicht gefällt´s dir so gut, dass du den geplanten Doktortitel mir nichts dir nichts vergisst und eine Surfschule jenseits der Akademikergrenzen eröffnest.   

 

5. Wenn du zum Arbeitsamt gehst, bring eine Prise Humor mit. 

Vielversprechend klingt die Ansage von Seiten des Arbeisamtes: „Die akademischen BeraterInnen der Agentur für Arbeit beraten Sie zu folgenden Themen:
 

• Berufszielfindung 

• Perspektiven nach dem Bachelor 

• Berufseinstiegsfragen 

• Bewerbungsfragen 

• Arbeitsmarktchancen“

 

"WOW, cool!" denkst du erst. Und dann der harte Aufprall von ganz oben nach dem persönlichen Beratungsgespräch: „Ach, was?? Sie haben Pädagogik studiert? Seltsam... das Ergebnis ihres Fragebogens ergab eindeutig, dass sie ein prädestinierter Landschaftsgärtner sind!!!“ „....“ „Gratulation erstmal dazu..! Also... Entweder sie satteln jetzt ganz schnell um... Oder sie kommen einfach die Tage noch mal vorbei! Kann auch sein, dass irgendwas mit dem Auswertungsprogramm nicht stimmt“ Gratulation auch! 

 

6. Kauf dir nicht zu viel Gras

Eine weit verbreiteter erste Reaktion auf das abgeschlossenen Studium ist: „Okay, wo bekomme ich jetzt sofort eine Tonne Gras her? Bei aller Liebe zu Chaos und Zerstörung: TU´S NICHT! 
 

Lies hier mehr zu unserem Thema der Woche "Endstation Studium": 

  

7. Sich mit der Krawatte abfinden


Im Endeffekt geht es in dieser seltsamen Zwischenwelt zwischen dem abgeschlossenen Studium einerseits und der großen weiten Arbeitswelt andererseits vor allem darum: Bist du bereit, dir von heute an Morgen für Morgen deine Krawatte vor dem Spiegel zu binden, loszumarschieren in ein Gebäude, um dort also deinem Job nachzugehen, den du vielleicht von heute an die nächsten vierzig Jahre machen wirst. 

 

8. Baby machen 

Wenn du dir dabei außergewöhnlich schwer tust, dann solltest du vielleicht ein Baby machen. Der Druck steigt dadurch, du hast Verantwortung und ´ne ziemlich große Menge an Kosten für so ein kleines Wesen, die da auf dich zu kommen. Ich glaube so was nennt man im umgänglichen Arbeitssprachgebrauch „positive Motivation“. 

 

9. Hoch verschulden

...und wenn dass immer noch nicht reicht, dann solltest du ganz schnell eine hardcore Online-Shopping-Tour unternehmen und schwuppdiwupp, mit nur ein paar Klicks bist du in deine ganz persönliche hardcore Finanzkrise geraten, aus der du so schnell nicht mehr raus kommst. Dass du eine ganze Menge arbeiten musst, um a. diesen Schuldenberg abzubauen und b. deinem Kind noch täglich ein paar Windeln und was zu essen mit nach Hause zu bringen, dämmert dir wahrscheinlich relativ schnell und der Arbeitsmarkt ruft! 

 

10. Spaß beiseite: Glaub an dich und lass dich nicht unterkriegen!

Zugegeben: Ich hab nicht so richtig viel aus meiner Schul- und Studienzeit mitgenommen. Ich weiss nur, dass wir in der Grundschule immer bei einem Morgenkreis zelebrierend zusammen kamen und sangen und reimten und tanzten:  Zwei Sätze sind mir aus dieser damaligen Feierlichkeit zur Morgenstund im Gedächtnis hängen geblieben: „Keiner kann alles. Jeder kann etwas.“ Vielleicht ist das ein ganz guter Ansatz, für die Arbeitswelt, für das Leben. Und sowieso wird in der Küche des Lebens grundsätzlich so ziemlich alles heißer gekocht als gegessen. 

 
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Bildquelle: nimbu (flickr.com) unter cc-by-sa 2.0