Sex am Sonntag: One-Night-Stands
Hirn aus, Triebe an!
03.11.2012
Sex am Sonntag
Über die bösen doch ach so reizvollen One-Night-Stands!
Von Antonia Schöberl
Der Morgen danach offenbart nur zu oft, was Dunkelheit und vor allem Alkohol noch vor wenigen Stunden so attraktiv erscheinen ließen. Der Blick in den Spiegel nach einer durchzechten Nacht, getränkt von unzähligen Wodka Bull, Gin Tonic, Jägermeister und Zigaretten, lässt nichts Gutes erahnen. Rot unterlaufene Augen, verschmierte Schminke, zerzauste Haare, Kopfweh und die große Frage: Wie kommt man bei minus zehn Grad Außentemperatur an einem Wochentag mit Minikleid und zehn Zentimeter Highheels unauffällig nach Hause? Schwierig!
Bester Weg: Die Freundin vom Vorabend anrufen und sich abholen lassen. Wenn dann die erlösende SMS kommt: „Ich bin da, komm runter du alte Schlampe“, flitzt man aus der Tür, in das Auto rein und möchte seine Retterin einfach nur knutschen.
Der „walk of shame“
Denn sie erspart einem den peinlichsten aller Gänge, den „walk of shame“. Nicht nur, dass man die nach Rauch stinkenden Klamotten, die verlöcherte Strumpfhose und die schmerzenden, hohen Schuhe erneut überstreifen muss, nein, man muss auch die unzähligen, herabwürdigenden Blicke der Anderen ertragen. Alte Menschen, die mit angehobener Augenbraue den Kopf schütteln, eklige, dicke Männer, die einen lüstern begaffen und dann die Frauen! „Was für ein Flittchen, ich hab Mittagspause und die kriecht besoffen aus irgendeinem fremden Bett“, kann man in ihren Gesichtern lesen. Die Männer sind da nicht ganz so kritisch: Ein dreckiges Grinsen und umso dreckigere Gedanken. Man möchte aufstehen und durch das U-Bahnabteil schreien: „Ist ja gut, ihr habt ja Recht. Ich hatte Sex! Und jetzt?“
Mit gesenktem Kopf, permanent am Kleid herumzupfend und mit dem Gefühl, nicht mehr tiefer sinken zu können, bringen einen die öffentlichen Verkehrsmittel in das traute Heim, wo man sich in der Badewanne aufwärmen und kannenweise Tee trinken kann.
Heute Nacht erschien mir die Idee noch ganz gut
Was sich an so einem Morgen nur noch bedingt richtig anfühlt, schien nachts noch eine durchaus gute Idee zu sein. Man erinnert sich dumpf an den einen, alles entscheidenden Moment tief in der Nacht, wo man die Entscheidung fällen musste: Hop oder top. Bringt es das jetzt? Ist es der verlorene Schlaf wert? Muss das jetzt wirklich sein? Und vor allem: Wie komme ich morgen nach Hause? Wenn man etwas nüchterner wäre, aber wer ist morgens um fünf Uhr in einem Club schon vollkommen nüchtern, könnte man diese Fragen vernünftig beantworten, anschließend nach Hause fahren und sich ausschlafen, denn ernsthaft: In den meisten Fällen ist es die Sache einfach nicht wert! Aber eben nur in den meisten Fällen. Und wer weiß? Also verschieben wir dieses ganze Denken doch auf morgen Mittag und sagen uns: Hirn aus, Triebe an.
Lest auf Seite zwei, warum ihr eure Triebe am Leben halten solltet...
Der Morgen danach offenbart nur zu oft, was Dunkelheit und vor allem Alkohol noch vor wenigen Stunden so attraktiv erscheinen ließen. Der Blick in den Spiegel nach einer durchzechten Nacht, getränkt von unzähligen Wodka Bull, Gin Tonic, Jägermeister und Zigaretten, lässt nichts Gutes erahnen. Rot unterlaufene Augen, verschmierte Schminke, zerzauste Haare, Kopfweh und die große Frage: Wie kommt man bei minus zehn Grad Außentemperatur an einem Wochentag mit Minikleid und zehn Zentimeter Highheels unauffällig nach Hause? Schwierig!
Bester Weg: Die Freundin vom Vorabend anrufen und sich abholen lassen. Wenn dann die erlösende SMS kommt: „Ich bin da, komm runter du alte Schlampe“, flitzt man aus der Tür, in das Auto rein und möchte seine Retterin einfach nur knutschen.
Der „walk of shame“
Denn sie erspart einem den peinlichsten aller Gänge, den „walk of shame“. Nicht nur, dass man die nach Rauch stinkenden Klamotten, die verlöcherte Strumpfhose und die schmerzenden, hohen Schuhe erneut überstreifen muss, nein, man muss auch die unzähligen, herabwürdigenden Blicke der Anderen ertragen. Alte Menschen, die mit angehobener Augenbraue den Kopf schütteln, eklige, dicke Männer, die einen lüstern begaffen und dann die Frauen! „Was für ein Flittchen, ich hab Mittagspause und die kriecht besoffen aus irgendeinem fremden Bett“, kann man in ihren Gesichtern lesen. Die Männer sind da nicht ganz so kritisch: Ein dreckiges Grinsen und umso dreckigere Gedanken. Man möchte aufstehen und durch das U-Bahnabteil schreien: „Ist ja gut, ihr habt ja Recht. Ich hatte Sex! Und jetzt?“
Mit gesenktem Kopf, permanent am Kleid herumzupfend und mit dem Gefühl, nicht mehr tiefer sinken zu können, bringen einen die öffentlichen Verkehrsmittel in das traute Heim, wo man sich in der Badewanne aufwärmen und kannenweise Tee trinken kann.
Heute Nacht erschien mir die Idee noch ganz gut
Was sich an so einem Morgen nur noch bedingt richtig anfühlt, schien nachts noch eine durchaus gute Idee zu sein. Man erinnert sich dumpf an den einen, alles entscheidenden Moment tief in der Nacht, wo man die Entscheidung fällen musste: Hop oder top. Bringt es das jetzt? Ist es der verlorene Schlaf wert? Muss das jetzt wirklich sein? Und vor allem: Wie komme ich morgen nach Hause? Wenn man etwas nüchterner wäre, aber wer ist morgens um fünf Uhr in einem Club schon vollkommen nüchtern, könnte man diese Fragen vernünftig beantworten, anschließend nach Hause fahren und sich ausschlafen, denn ernsthaft: In den meisten Fällen ist es die Sache einfach nicht wert! Aber eben nur in den meisten Fällen. Und wer weiß? Also verschieben wir dieses ganze Denken doch auf morgen Mittag und sagen uns: Hirn aus, Triebe an.
Lest auf Seite zwei, warum ihr eure Triebe am Leben halten solltet...











