David Braben und sein Team bringen mit dem Raspberry Pi einen Billig-Rechner auf den Markt
Das 19-Euro-Rechnerchen
19.04.2012
Spottbillig, so groß wie eine Kreditkarte und für einen guten Zweck: Der Raspberry Pi.
Der 19-Euro-Rechner kommt. Bis Ende der Woche sollen die ersten Exemplare an ihre Besteller ausgeliefert werden. Zwar kommt der Raspberry Pi später als angekündigt und ist etwas größer ausgefallen, dennoch ist der Billig-Rechner eine Sensation. Ursprünglich sollte der Zwerg nicht größer als ein USB-Stick sein, im jetzigen Creditkarten-Format ist er aber immer noch mehr als handlich.
Zwei Versionen wirft der Hersteller auf den Markt: Eine Basisversion mit 128 Megabite Arbeitsspeicher für etwa 19 Euro und die Luxus-Variante mit dem doppelten Speicher für rund 26 Euro. Hinter dem Wunder-Rechner steckt ein erfahrenes Entwickler-Team aus Großbritannien, an dessen Spitze der Spiele-Designer David Braben steht. Informatiker der Cambridge University sind genauso mit dabei wie Unternehmer und sonstige IT-Größen von der Insel.
Geschenk für Schüler
Hinter dem Rechnerchen steckt ausnahmsweise nicht allein der Gedanke an die technische Innovation und Geldmacherei. Das Projekt verfolgt einen gemeinnützigen Aspekt. Das Unternehmer-Team gründete zur Produktion des Raspberry Pi die gleichnamige Stiftung. Ihr Ziel ist es laut Braben, die Rechner so günstig herzustellen, dass man sie Schülern schenken könne. Dabei hofft er, binnen des laufenden Jahres eine derartige Produktion für Schulen umsetzen zu können.
Nun befindet man sich auf der Suche nach Schulen, die an dem Projekt partizipieren möchten. Auch der Lernfaktor spielt eine große Rolle. So soll den Kids das Know-How im Umgang mit den Rechnern spielerisch beigebracht werden. Die Schüler sollen experimentieren, Skripte schreiben, mit der Hardware herumbasteln. "Der Raspberry Pi ist sicherlich gut dafür geeignet, dass sich motivierte Schüler daran ausprobieren können und die Basics lernen. Vor allem weil er einen Prozessor mit ARM-Architektur hat. Der ARM-Architektur wird eine rosige Zukunft prophezeit, weil sie sehr wenig Energie verbrauchen. Gerade für die Schüler ist es deshalb wichtig, sich jetzt schon darauf einzustellen", findet auch Matthias Sternkopf, Redakteur bei der "Computerwoche".
Ruckelfreie Videos
So klein der Rechner ist, so gebräuchlich ist er. Er verfügt über einen USB-Anschluss für Maus, Tastatur und W-Lan-Sticks. Auf einer Speicherkarte läuft das Linux-basierte Betriebssystem. Per HDMI-Eingang lässt sich ein Bildschirm anschließen, sogar eine Kopfhörer-Buchse gibt es. Strom holt sich der Raspberry Pi über eine Mini-USB-Buchse, angeblich sollen aber auch zwei einfache AA-Batterien genügen. Bei der Leistungsfähigkeit gehen die Meinungen auseinander. Zwar gibt das Rechnerchen Videos mit 1080 Bildzeilen ohne Probleme ruckelfrei wider, doch das ist nicht der Gradmesser. Sternkopf überzeugt die Power des Zwerges nicht wirklich: "Jedes Handy hat heutzutage mehr Leistung. Aber zum Zweck des Experimentierens ist der Rechner perfekt."
Bildquelle: blogeee.net/flickr.com
Zwei Versionen wirft der Hersteller auf den Markt: Eine Basisversion mit 128 Megabite Arbeitsspeicher für etwa 19 Euro und die Luxus-Variante mit dem doppelten Speicher für rund 26 Euro. Hinter dem Wunder-Rechner steckt ein erfahrenes Entwickler-Team aus Großbritannien, an dessen Spitze der Spiele-Designer David Braben steht. Informatiker der Cambridge University sind genauso mit dabei wie Unternehmer und sonstige IT-Größen von der Insel.
Geschenk für Schüler
Hinter dem Rechnerchen steckt ausnahmsweise nicht allein der Gedanke an die technische Innovation und Geldmacherei. Das Projekt verfolgt einen gemeinnützigen Aspekt. Das Unternehmer-Team gründete zur Produktion des Raspberry Pi die gleichnamige Stiftung. Ihr Ziel ist es laut Braben, die Rechner so günstig herzustellen, dass man sie Schülern schenken könne. Dabei hofft er, binnen des laufenden Jahres eine derartige Produktion für Schulen umsetzen zu können.
Nun befindet man sich auf der Suche nach Schulen, die an dem Projekt partizipieren möchten. Auch der Lernfaktor spielt eine große Rolle. So soll den Kids das Know-How im Umgang mit den Rechnern spielerisch beigebracht werden. Die Schüler sollen experimentieren, Skripte schreiben, mit der Hardware herumbasteln. "Der Raspberry Pi ist sicherlich gut dafür geeignet, dass sich motivierte Schüler daran ausprobieren können und die Basics lernen. Vor allem weil er einen Prozessor mit ARM-Architektur hat. Der ARM-Architektur wird eine rosige Zukunft prophezeit, weil sie sehr wenig Energie verbrauchen. Gerade für die Schüler ist es deshalb wichtig, sich jetzt schon darauf einzustellen", findet auch Matthias Sternkopf, Redakteur bei der "Computerwoche".
Ruckelfreie Videos
So klein der Rechner ist, so gebräuchlich ist er. Er verfügt über einen USB-Anschluss für Maus, Tastatur und W-Lan-Sticks. Auf einer Speicherkarte läuft das Linux-basierte Betriebssystem. Per HDMI-Eingang lässt sich ein Bildschirm anschließen, sogar eine Kopfhörer-Buchse gibt es. Strom holt sich der Raspberry Pi über eine Mini-USB-Buchse, angeblich sollen aber auch zwei einfache AA-Batterien genügen. Bei der Leistungsfähigkeit gehen die Meinungen auseinander. Zwar gibt das Rechnerchen Videos mit 1080 Bildzeilen ohne Probleme ruckelfrei wider, doch das ist nicht der Gradmesser. Sternkopf überzeugt die Power des Zwerges nicht wirklich: "Jedes Handy hat heutzutage mehr Leistung. Aber zum Zweck des Experimentierens ist der Rechner perfekt."
Bildquelle: blogeee.net/flickr.com











