Facebook-Nutzer können sich jetzt als Organspender registrieren
Status: Organspender
03.05.2012
Kommentar
Bei Facebook kann man jetzt auch seinen Organspende-Status angeben. Doch ist das sinnvoll?
Die Welt braucht Organspender. Überall sterben wartende Patienten, deren Herz, Niere oder Leber schlapp macht. Mark Zuckerberg glaubt, die Lösung gefunden zu haben. Der Geschäftsführer und Erfinder von Facebook will, dass jeder Nutzer sich auf seinem Profil als Organspender registrieren kann. Noch geht das nur bei US-amerikanischen und britischen Mitgliedern. Doch trotz aller Organnot muss eine solche Entscheidung wohl überlegt und in Ruhe gefällt werden.
Ob dieser Status dann aber rechtskräftig ist, bleibt anzuzweifeln. Auch, wie die Ärzte einen Status überprüfen wollen: Einen Spenderausweis hat man in der Hosentasche, sein Facebook-Profil nicht.
Unfreiwillig Organspender werden
Ob man seine Organe spenden möchte oder nicht, muss jeder Mensch für sich entscheiden. Dabei ist umfassende Aufklärung wichtig und Bedenkzeit. Alle Fragen müssen aus dem Weg geräumt sein, es darf keine Unklarheit mehr geben. Organspender zu werden, ist etwas gravierenderes, als sich für sein Lieblingszitat zu entscheiden.
Eine aktive Entscheidung des Nutzers kann dabei auch nicht vorausgesetzt werden: Hacker, Systemfehler oder Freunde mit schrägem Humor können einen ungewollt zum Organspender machen. Der Schritt, sich irgendwo einen Ausweis zu besorgen und zu unterschreiben, ist zumindest ein Zeichen, sich wirklich selbst entschieden zu haben.
Ist es nur Faulheit?
Auch stellt sich die Frage, ob Menschen, die sich keinen Ausweis holen, ihren Facebook-Status ändern würden. Ist es tatsächlich nur die Faulheit, die einen davon abhält? Ob es den Menschen nur leichter gemacht werden müsse, lässt sich noch schwer sagen.
Es ist viel wichtiger, aufzuklären und öffentlich das Thema zu diskutieren, die Menschen zu informieren und die Diskussion in der realen Welt zu halten.
Bildquelle: TK_Presse (flickr.com) unter cc-by-sa 2.0
Ob dieser Status dann aber rechtskräftig ist, bleibt anzuzweifeln. Auch, wie die Ärzte einen Status überprüfen wollen: Einen Spenderausweis hat man in der Hosentasche, sein Facebook-Profil nicht.
Unfreiwillig Organspender werden
Ob man seine Organe spenden möchte oder nicht, muss jeder Mensch für sich entscheiden. Dabei ist umfassende Aufklärung wichtig und Bedenkzeit. Alle Fragen müssen aus dem Weg geräumt sein, es darf keine Unklarheit mehr geben. Organspender zu werden, ist etwas gravierenderes, als sich für sein Lieblingszitat zu entscheiden.
Eine aktive Entscheidung des Nutzers kann dabei auch nicht vorausgesetzt werden: Hacker, Systemfehler oder Freunde mit schrägem Humor können einen ungewollt zum Organspender machen. Der Schritt, sich irgendwo einen Ausweis zu besorgen und zu unterschreiben, ist zumindest ein Zeichen, sich wirklich selbst entschieden zu haben.
Ist es nur Faulheit?
Auch stellt sich die Frage, ob Menschen, die sich keinen Ausweis holen, ihren Facebook-Status ändern würden. Ist es tatsächlich nur die Faulheit, die einen davon abhält? Ob es den Menschen nur leichter gemacht werden müsse, lässt sich noch schwer sagen.
Es ist viel wichtiger, aufzuklären und öffentlich das Thema zu diskutieren, die Menschen zu informieren und die Diskussion in der realen Welt zu halten.
Bildquelle: TK_Presse (flickr.com) unter cc-by-sa 2.0











