Früher noch mein Typ, heute ganz einfach zu jung. Wie sich unser Geschmack mit dem Alter verändert.
"Bist du süß!"
13.06.2012
Das kannst du jetzt schon selbst
Erkennen, dass jemand, den man früher echt süß gefunden hätte, jetzt ganz einfach zu jung ist.
Unsere Autorin Anja Schauberger schreibt jeden Mittwoch in ihrer Kolumne "Das kannst du jetzt schon selbst" über Situationen, in denen sie sich zuletzt richtig erwachsen gefühlt hat. Von der ersten Steuererklärung bis zum Kauf einer anständigen Matratze.
"Auf den ersten Blick fand ich ihn süß, auf den zweiten einfach nur klein!", sagte meine Schwester letztens, nachdem sie am Abend zuvor auf einer Party war. Zuerst musste ich ein bisschen schmunzeln, weil sie doch selbst gerade erst 18 wird. Trotzdem konnte ich mich plötzlich so gut an den Moment erinnern, als mir diese Situation zum ersten Mal passiert ist: Zu erkennen, dass jemand, den man früher echt süß gefunden hätte, jetzt ganz einfach zu jung ist.
Das war ein Moment, in dem mir wahrscheinlich eines der ersten Male bewusst wurde, dass ich jetzt ein bisschen erwachsener bin. Die kleinen, süßen Skaterjungs, die ich in der Pubertät noch zu gerne in irgendwelchen Skatehallen gestalkt hatte, gehörten plötzlich nicht mehr in mein (Entschuldigung, für diesen Ausdruck) Beuteschema. Irgendetwas hatte sich verändert. Süß fand ich sie natürlich immer noch, aber eben so, wie man einen kleinen, pubertären Jungen süß findet.
Ohne Altersbeschränkung
Mit 14 war ich in einen Jungen verliebt, der damals schon 21 war. Das daraus nicht werden konnte, weiß ich heute natürlich auch. Trotzdem gab es zu dieser Zeit so gut wie keine Altersbeschränkungen. Mit 14 hätte ich sowohl mit einem 12-Jährigen als auch mit einem 21-Jährigen zusammen sein können. Beides wäre zwar zugegebenermaßen komisch gewesen, aber entschuldbar. Wenn ich mir heute allerdings einen 15-Jährigen anlache würde, wäre das einfach nur seltsam.
Das Einzige, das ich heute noch an 18-Jährigen süß finden kann, ist, dass sie ihr Abi noch vor sich haben. Dass sie noch zu Hause wohnen. Dann rutscht mir oft ein kleines Schmunzeln über die Lippen. Der Gedanke "Mann, bist du süß!" ist plötzlich wortwörtlich zu nehmen. Ich möchte sie fest in den Arm nehmen und in ein Taxi nach Hause setzen.
Bild: Anja Schauberger
"Auf den ersten Blick fand ich ihn süß, auf den zweiten einfach nur klein!", sagte meine Schwester letztens, nachdem sie am Abend zuvor auf einer Party war. Zuerst musste ich ein bisschen schmunzeln, weil sie doch selbst gerade erst 18 wird. Trotzdem konnte ich mich plötzlich so gut an den Moment erinnern, als mir diese Situation zum ersten Mal passiert ist: Zu erkennen, dass jemand, den man früher echt süß gefunden hätte, jetzt ganz einfach zu jung ist.
Das war ein Moment, in dem mir wahrscheinlich eines der ersten Male bewusst wurde, dass ich jetzt ein bisschen erwachsener bin. Die kleinen, süßen Skaterjungs, die ich in der Pubertät noch zu gerne in irgendwelchen Skatehallen gestalkt hatte, gehörten plötzlich nicht mehr in mein (Entschuldigung, für diesen Ausdruck) Beuteschema. Irgendetwas hatte sich verändert. Süß fand ich sie natürlich immer noch, aber eben so, wie man einen kleinen, pubertären Jungen süß findet.
Ohne Altersbeschränkung
Mit 14 war ich in einen Jungen verliebt, der damals schon 21 war. Das daraus nicht werden konnte, weiß ich heute natürlich auch. Trotzdem gab es zu dieser Zeit so gut wie keine Altersbeschränkungen. Mit 14 hätte ich sowohl mit einem 12-Jährigen als auch mit einem 21-Jährigen zusammen sein können. Beides wäre zwar zugegebenermaßen komisch gewesen, aber entschuldbar. Wenn ich mir heute allerdings einen 15-Jährigen anlache würde, wäre das einfach nur seltsam.
Das Einzige, das ich heute noch an 18-Jährigen süß finden kann, ist, dass sie ihr Abi noch vor sich haben. Dass sie noch zu Hause wohnen. Dann rutscht mir oft ein kleines Schmunzeln über die Lippen. Der Gedanke "Mann, bist du süß!" ist plötzlich wortwörtlich zu nehmen. Ich möchte sie fest in den Arm nehmen und in ein Taxi nach Hause setzen.
Bild: Anja Schauberger











