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Christoph Rehage ging 4646 Kilometer zu Fuß durch China - The longest Way

Kälte, Hitze, Sandstürme - zu Fuß durch China

05.07.2012

Christoph Rehage ist zu Fuß durch ganz China gelaufen. ZEITjUNG hat sich mit ihm unterhalten.

Am Morgen seines 26. Geburtstages ist er aufgebrochen. Ein Jahr und 4646 Kilometer dauerte Christoph Rehages Wanderung durch ganz China, drei Paar Schuhe hat er dabei verschlissen. Tausende folgten Christophs Reise auf seinem Blog ‚The Longest Way‘, und zwei Millionen sahen auf YouTube und Vimeo, wie Christophs Bart im Laufe der Monate immer dichter wurde. Jetzt, knapp vier Jahre nach seiner Rückkehr, hat Christoph Rehage zwei Bücher über seine Reise veröffentlicht. Im Malik-Verlag erschien sein 440 Seiten starker Reisebericht, bei National Geographic der dazu gehörige Bildband. ZEITjUNG sprach mit Christoph Rehage über seine Reise und die Entstehung der beiden Bücher.

ZEITjUNG: Du bist 4646 Kilometer zu Fuß durch China gelaufen. Warum hast Du dir so eine Strapaze angetan?

Christoph Rehage: Aus Spaß! Das war eine Sache, die mir einfach Freude machen sollte. Ich bin 2003 schon einmal von Paris nach Hannover gelaufen, das war damals eine spontane Aktion. Das hat mir, vor allem im Nachhinein, total gut gefallen. Und so bin ich auf die Idee gekommen, das auch mal von Peking aus zu machen.

Die Wanderung war aber nicht nur Spaß, sondern sicherlich immer wieder auch eine Qual.

Rehage: Ja. Das war mir von Anfang an klar, dass das so werden wird, dass die Reise auch hart wird. Aber wenn man so etwas erlebt, dann wird alles Leiden, das man ja auch einkalkuliert, durch die schönen Erlebnisse quasi vergoldet. Auch die Erinnerungen an Kälte, Hitze oder Sandstürme werden im Nachhinein betrachtet auch wieder schön!

Welche Erlebnisse sind Dir auf deiner Wanderung am Meisten in Erinnerung geblieben?

Rehage: Das tollste Erlebnis war, als ich Lehrer Xie mitten in der Wüste Gobi begegnet bin. Das war ein riesiger Zufall, dass wir uns dort begegnet sind. Wir waren beide zu Fuß unterwegs und hätten uns ja auch um wenige Kilometer verfehlen können. Ein Riesen-Zufall. Andererseits war die Wüste Gobi auch sehr hart - etwa, wenn man 100 oder 200 Kilometer weit keine Behausung sieht.

Ursprünglich wolltest Du von Peking aus bis heim nach Deutschland laufen, bist dann aber ‚nur‘ bis Ürümqi in der Provinz Xinjiang, ganz im Nordwesten Chinas, gekommen.

Rehage: Ich war bis Ürümqi ein Jahr lang unterwegs gewesen. Bis dahin hatten sich einige Dinge verändert. Die Reise stand für mich irgendwann nicht mehr so im Vordergrund wie noch zu Beginn. Es war dann nicht mehr so, dass ich das unbedingt beenden musste. Andere Dinge waren mir privat dann wichtiger.

Seite 2: Erfahrt durch welches spezielle Video Christoph Rehage zum YouTube-Star wurde!
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