Matthias Barth fährt mit dem Defender von Deutschland nach Tibet
Im Jeep nach Tibet
12.07.2012
Abenteuer-Urlaub! 25.000 km von Deutschland bis zum Himalaya
Seit ein paar Wochen steht ein Jeep vor dem Hauptgebäude der ZEITjUNG-Redaktion. Die aufwändigen Umbauarbeiten am Fahrzeug ließen auf eine längere Reise schließen. Von München bis nach Tibet - damit hatten wir allerdings nicht gerechnet.
Wer hat nicht schon einmal von der großen Weltreise geträumt, oder gar einem Ausflug in die Wildnis? Doch wo die meisten von uns „Into the Wild“ nur vom heimischen Sofa aus auf DVD erleben oder über eine Woche „wild“-campen auf dem Parkplatz neben dem Auto in Italien nicht hinauskommen, hat Matthias Barth etwas wesentlich umfangreicheres im Sinn. Der 41-jährige Münchner fährt mit seinem Jeep alleine von Deutschland nach Tibet. Neun Monate wird die Reise dauern und ihn auf einer ca. 25.000 (in Worten Fünfundzwanzigtausend) Kilometer langen Route durch Österreich, Ungarn, Rumänien, Griechenland, die Türkei, den Iran, Pakistan, Indien und Nepal führen.
Weg mit den Schießscharten
Die Lust aufs Abenteuer ist wohl so alt wie die Menschheit selbst und gipfelte im 19. Jahrhundert in einer regelrechten Flut an mühsamen Expeditionen, beispielsweise zum Nordpol oder dem Ursprung des Nils. Zwar sind heute alle weißen Flecken von der Landkarte getilgt, doch für den erfinderischen Geist gibt es immer Möglichkeiten, sich ins unbekannte Terrain zu stürzen. Und immerhin, wo damals das interessierte Publikum teils Jahre auf die Reiseberichte der Abenteurer warten musste, deren Illustration sich dann auf Zeichnungen oder einige wenige Daguerreotypien belief, bietet das Internet heute die Möglichkeit eine solche Reise quasi in Echtzeit und multimedial zu begleiten. Barth, der als selbstständiger Kameramann und Fotograf tätig ist, wird die Reise nicht nur in Fotografie und Text festhalten, sondern auch per Video. All dies kann man auf seinem Blog verfolgen.

Seit Jahren spielte Barth bereits mit der Idee einer solchen Reise, als er schließlich auf die Annonce über einen safari-tauglichen Land Rover Defender vom Baujahr 94' stößt. In einer „Nacht und Nebelaktion“ macht er sich nach Österreich auf zum Kauf, „wohl wissend, dass es damit kein Zurück mehr gibt“. Der Vorbesitzer des Jeeps, ein etwas skurriler Bergbauer, verkleidete sein Auto in Handarbeit kugelsicher, die Windschutzscheibe ist mit Schießscharten versehen. Da sich die Verkleidung nicht nur als unglaublich schwer, sondern auch völlig nutzlos erweist, baut Barth sie im Zuge seiner Umbauarbeiten wieder aus. Mit einem speziellen Zelt auf dem Dach, das mit nur einem Handgriff aufgebaut ist, schafft sich der 1,90 Meter große Mann eine bequeme Alternative zum engen Innenraum des Jeeps. Die Umrüstung wird durch Sponsoren möglich gemacht. Vieles, wie zum Beispiel das Kochen und Duschen, wird sich trotzdem im Freien abspielen.
Lest auf Seite 2 von Bären, Barbie und dem iranischen Zoll...
Wer hat nicht schon einmal von der großen Weltreise geträumt, oder gar einem Ausflug in die Wildnis? Doch wo die meisten von uns „Into the Wild“ nur vom heimischen Sofa aus auf DVD erleben oder über eine Woche „wild“-campen auf dem Parkplatz neben dem Auto in Italien nicht hinauskommen, hat Matthias Barth etwas wesentlich umfangreicheres im Sinn. Der 41-jährige Münchner fährt mit seinem Jeep alleine von Deutschland nach Tibet. Neun Monate wird die Reise dauern und ihn auf einer ca. 25.000 (in Worten Fünfundzwanzigtausend) Kilometer langen Route durch Österreich, Ungarn, Rumänien, Griechenland, die Türkei, den Iran, Pakistan, Indien und Nepal führen.
Weg mit den Schießscharten
Die Lust aufs Abenteuer ist wohl so alt wie die Menschheit selbst und gipfelte im 19. Jahrhundert in einer regelrechten Flut an mühsamen Expeditionen, beispielsweise zum Nordpol oder dem Ursprung des Nils. Zwar sind heute alle weißen Flecken von der Landkarte getilgt, doch für den erfinderischen Geist gibt es immer Möglichkeiten, sich ins unbekannte Terrain zu stürzen. Und immerhin, wo damals das interessierte Publikum teils Jahre auf die Reiseberichte der Abenteurer warten musste, deren Illustration sich dann auf Zeichnungen oder einige wenige Daguerreotypien belief, bietet das Internet heute die Möglichkeit eine solche Reise quasi in Echtzeit und multimedial zu begleiten. Barth, der als selbstständiger Kameramann und Fotograf tätig ist, wird die Reise nicht nur in Fotografie und Text festhalten, sondern auch per Video. All dies kann man auf seinem Blog verfolgen.

Seit Jahren spielte Barth bereits mit der Idee einer solchen Reise, als er schließlich auf die Annonce über einen safari-tauglichen Land Rover Defender vom Baujahr 94' stößt. In einer „Nacht und Nebelaktion“ macht er sich nach Österreich auf zum Kauf, „wohl wissend, dass es damit kein Zurück mehr gibt“. Der Vorbesitzer des Jeeps, ein etwas skurriler Bergbauer, verkleidete sein Auto in Handarbeit kugelsicher, die Windschutzscheibe ist mit Schießscharten versehen. Da sich die Verkleidung nicht nur als unglaublich schwer, sondern auch völlig nutzlos erweist, baut Barth sie im Zuge seiner Umbauarbeiten wieder aus. Mit einem speziellen Zelt auf dem Dach, das mit nur einem Handgriff aufgebaut ist, schafft sich der 1,90 Meter große Mann eine bequeme Alternative zum engen Innenraum des Jeeps. Die Umrüstung wird durch Sponsoren möglich gemacht. Vieles, wie zum Beispiel das Kochen und Duschen, wird sich trotzdem im Freien abspielen.
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