Alleine kochen kann ganz schön langweilig sein - zum Erwachsenwerden gehört allerdings auch eine gesunde Ernährung
Eine Frage des Essens
25.07.2012
Das kannst du jetzt schon selbst
Erwachsen werden heißt auch endlich gesünder essen. Zumindest ein bisschen.
Unsere Autorin Anja Schauberger schreibt jeden Mittwoch in ihrer Kolumne "Das kannst du jetzt schon selbst" über Situationen, in denen sie sich zuletzt richtig erwachsen gefühlt hat. Von der ersten Steuererklärung bis zum Kauf einer anständigen Matratze.
Früher musste man mit mir, wenn ich eine Erkältung hatte, zu McDonalds fahren. Ja, ich bildete mir wirklich ein, dass ich von dem Zeug wieder gesund wurde. Es gab damals (fast) nichts Besseres, als den Moment, wenn Eltern, die keine Lust hatten zu kochen, verkündeten: "Heute fahren wir zu McDonalds!". Eben, weil es diesen Moment so selten gab. Außerdem bedeutete ein Besuch bei McDonals auch immer: Cola trinken dürfen. Eine Traumtagzutat für Grundschüler sozusagen. Plötzlich war ich hellwach, räumte mein Zimmer auf und wich meinen Eltern nicht mehr von der Seite.
Burger-Pizza-Pasta
Als ich in meine eigene Wohnung zog, war ich froh von nun an jeden Tag ausnahmslos essen zu können, worauf ich Lust hatte. Burger-Pizza-Pasta, das hielt ich sogar ein paar Monate durch. Nie wieder Rosenkohl, nie wieder Griesnockerl. Doch schon nach einiger Zeit freute ich mich über die wöchentlichen Sonntagsessen bei Mama oder Oma mehr und mehr. Dort gab es Fleisch, richtige Beilagen und sogar Salate.
Einen Salatkopf oder 500g Fleisch waren Dinge, zu denen ich selten bis nie im Supermarkt griff. Ich wohne alleine, ich wusste nicht, was ich mit so viel Salat anfangen sollte und wollte auch nicht tagelang das selbe essen. Hinzu kam, dass ich es oft wahnsinnig anstrengend und überflüssig fand für mich alleine etwas zu kochen.
Ingwer-Fenchel-Humus
Bei vielen Freundinnen fing das Kochen spätestens mit der eigenen Wohnung an. Ich war wohl eher ein Gourmet-Spätzünder und entdeckte das Kochen erst so richtig für mich, als ich mich verliebte. Natürlich gibt es auch jetzt nicht jeden Tag supergesunde Sache bei mir, aber ich habe das Gefühl, ich bin auf dem richtigen Weg, dem Erwachsenwerden ein Stück näher gekommen. Ich probiere neue Rezepte und dabei ist es auch völlig in Ordnung, wenn diese drei Mal so lange dauern wie angegeben oder auch mal komplett schief gehen.
Heute frage ich mich, wie ich so manches überhaupt runterbekommen habe. Wie gesagt, ich bin jetzt noch immer keines dieser Ingwer-Fenchel-Humus-Mädchen, aber ich versuche mein Bestes. Und das kann auch einmal eine selbstgemachte Pizza sein. Nur McDonalds habe ich für immer aus meinem Leben gestrichen. Das war aber auch nicht sonderlich schwer.
Bild: Anja Schauberger
Früher musste man mit mir, wenn ich eine Erkältung hatte, zu McDonalds fahren. Ja, ich bildete mir wirklich ein, dass ich von dem Zeug wieder gesund wurde. Es gab damals (fast) nichts Besseres, als den Moment, wenn Eltern, die keine Lust hatten zu kochen, verkündeten: "Heute fahren wir zu McDonalds!". Eben, weil es diesen Moment so selten gab. Außerdem bedeutete ein Besuch bei McDonals auch immer: Cola trinken dürfen. Eine Traumtagzutat für Grundschüler sozusagen. Plötzlich war ich hellwach, räumte mein Zimmer auf und wich meinen Eltern nicht mehr von der Seite.
Burger-Pizza-Pasta
Als ich in meine eigene Wohnung zog, war ich froh von nun an jeden Tag ausnahmslos essen zu können, worauf ich Lust hatte. Burger-Pizza-Pasta, das hielt ich sogar ein paar Monate durch. Nie wieder Rosenkohl, nie wieder Griesnockerl. Doch schon nach einiger Zeit freute ich mich über die wöchentlichen Sonntagsessen bei Mama oder Oma mehr und mehr. Dort gab es Fleisch, richtige Beilagen und sogar Salate.
Einen Salatkopf oder 500g Fleisch waren Dinge, zu denen ich selten bis nie im Supermarkt griff. Ich wohne alleine, ich wusste nicht, was ich mit so viel Salat anfangen sollte und wollte auch nicht tagelang das selbe essen. Hinzu kam, dass ich es oft wahnsinnig anstrengend und überflüssig fand für mich alleine etwas zu kochen.
Ingwer-Fenchel-Humus
Bei vielen Freundinnen fing das Kochen spätestens mit der eigenen Wohnung an. Ich war wohl eher ein Gourmet-Spätzünder und entdeckte das Kochen erst so richtig für mich, als ich mich verliebte. Natürlich gibt es auch jetzt nicht jeden Tag supergesunde Sache bei mir, aber ich habe das Gefühl, ich bin auf dem richtigen Weg, dem Erwachsenwerden ein Stück näher gekommen. Ich probiere neue Rezepte und dabei ist es auch völlig in Ordnung, wenn diese drei Mal so lange dauern wie angegeben oder auch mal komplett schief gehen.
Heute frage ich mich, wie ich so manches überhaupt runterbekommen habe. Wie gesagt, ich bin jetzt noch immer keines dieser Ingwer-Fenchel-Humus-Mädchen, aber ich versuche mein Bestes. Und das kann auch einmal eine selbstgemachte Pizza sein. Nur McDonalds habe ich für immer aus meinem Leben gestrichen. Das war aber auch nicht sonderlich schwer.
Bild: Anja Schauberger












