Die Debatte über die Homo-Ehe – ein Kommentar.
Argumente von Vorgestern
22.08.2012
Wie schon lange nicht mehr diskutiert Deutschland die Homo-Ehe. Warum nur?
Man kennt die Argumentationsstruktur aus den verschiedensten politischen Debatten. Etwa aus der Diskussion über Ausländerpolitik. „Ich habe nichts gegen Ausländer – aber…“, hört man da. Und auch wenn in den Internetforen oder Stammtischen der Republik über die sogenannte ‚Homo-Ehe‘ diskutiert wird, fällt immer wieder das A-Wort. „Ich bin gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben – aber…“.
Was dann folgt, sind die immer gleichen Argumente, herausposaunt von bierseligen Stammtischbrüdern oder bayerischen Ministerpräsidenten. Dass nicht gleichgestellt werden dürfe, was nicht gleich sei, heißt es da. Oder dass Homosexuelle keine Kinder großziehen dürften. Das nämlich schade dem Kindeswohl und diene nur der Selbstverwirklichung der potentiellen Eltern. Als sei dies bei heterosexuellen Eltern anders.
Rückständiges Amerika, modernes Deutschland?
Woher kommt die Aufregung? Es ist schon schizophren, beobachtet man die Berichterstattung der deutschen Medien und die Reaktionen der Öffentlichkeit. Fast täglich berichtet etwa ‚Spiegel Online‘ über die Positionen der US-Republikaner im amerikanischen Wahlkampf. Mit angenehmem Grusel und dem Gefühl der eigenen Überlegenheit lesen wir über krude Meinungen zu Abtreibung und Schwulenrechten und echauffieren uns über die Rückständigkeit der Menschen jenseits des Atlantiks.
'Klare Kante' gegen Schwule
Wenn jedoch hierzulande Homosexuelle in Tippelschritten gleichgestellt werden – zuletzt im wenig bedeutenden Bereich der Grunderwerbssteuer – bricht eine wahre Diskussionsflut über die Republik hinweg. Die ‚BILD-Zeitung‘ bescheinigt der CDU-Politikerin Katherina Reiche eine „klare Kante in der Debatte um die Homo-Ehe“, wenn diese schwule und lesbische Partnerschaften als „größte Bedrohung unseres Wohlstands“ nach der Euro-Krise ausmacht. Auf der anderen Seite der Debatte veröffentlichte selbst die bürgerliche ‚ZEIT‘ in ihrer letzten Ausgabe einen glühenden Appel einer lesbischen Redakteurin für die Homo-Ehe – als Titelgeschichte.
Lest auf Seite 2, warum die Homo-Ehe mehr als ein "unwichtiges Randproblem" ist...
Was dann folgt, sind die immer gleichen Argumente, herausposaunt von bierseligen Stammtischbrüdern oder bayerischen Ministerpräsidenten. Dass nicht gleichgestellt werden dürfe, was nicht gleich sei, heißt es da. Oder dass Homosexuelle keine Kinder großziehen dürften. Das nämlich schade dem Kindeswohl und diene nur der Selbstverwirklichung der potentiellen Eltern. Als sei dies bei heterosexuellen Eltern anders.
Rückständiges Amerika, modernes Deutschland?
Woher kommt die Aufregung? Es ist schon schizophren, beobachtet man die Berichterstattung der deutschen Medien und die Reaktionen der Öffentlichkeit. Fast täglich berichtet etwa ‚Spiegel Online‘ über die Positionen der US-Republikaner im amerikanischen Wahlkampf. Mit angenehmem Grusel und dem Gefühl der eigenen Überlegenheit lesen wir über krude Meinungen zu Abtreibung und Schwulenrechten und echauffieren uns über die Rückständigkeit der Menschen jenseits des Atlantiks.
'Klare Kante' gegen Schwule
Wenn jedoch hierzulande Homosexuelle in Tippelschritten gleichgestellt werden – zuletzt im wenig bedeutenden Bereich der Grunderwerbssteuer – bricht eine wahre Diskussionsflut über die Republik hinweg. Die ‚BILD-Zeitung‘ bescheinigt der CDU-Politikerin Katherina Reiche eine „klare Kante in der Debatte um die Homo-Ehe“, wenn diese schwule und lesbische Partnerschaften als „größte Bedrohung unseres Wohlstands“ nach der Euro-Krise ausmacht. Auf der anderen Seite der Debatte veröffentlichte selbst die bürgerliche ‚ZEIT‘ in ihrer letzten Ausgabe einen glühenden Appel einer lesbischen Redakteurin für die Homo-Ehe – als Titelgeschichte.
Lest auf Seite 2, warum die Homo-Ehe mehr als ein "unwichtiges Randproblem" ist...











