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Nicht mehr Kind, aber auch noch nicht erwachsenen.

Die Goldenen Zwanziger

22.08.2012

Leben in den eigenen 20ern - Was tun, zwischen Unbeschwertheit und Verantwortung?

Erst kam das Abitur, danach ging alles ganz schnell. Geschlagene dreizehn Jahre war man von Beruf: Schüler. Man machte das gleiche wie alle anderen auch. Von acht bis eins Unterricht, dann Freizeit. Gut, manche lernten ein bisschen mehr, manche weniger. Manch einer drehte eine Ehrenrunde oder mal übersprang sogar jemand eine Klasse. Doch prinzipiell machten wir alle mehr oder weniger das Gleiche.

Universale Unabhängigkeit


Und dann, plötzlich, überschlagen sich die Dinge. Ein Ereignis folgt dem nächsten. Da kommt zuerst der achtzehnte Geburtstag. Auf einmal muss man die Zigarette nicht mehr vor Mutti verstecken, denn man darf ja nun – alles. Dann kommt der Schulabschluss. Vielleicht noch der Führerschein dazu und sogar das erste eigene Auto. Auf ein jahrelanges bevormundetes Kindheitsleben folgt ein universales Gefühl der Unabhängigkeit.

Und während wir uns im Höhenflug befinden, nichts mehr vorgeschrieben zu bekommen; uns freuen unser Leben endlich selbst in die Hand nehmen zu dürfen und gleichzeitig auch mit den Turbulenzen kämpfen, die dabei aufkommen (feststellen, dass Mami doch am besten kocht, dass am Wochenanfang nie frische Unterhosen da sind usw.). Während dieser Zeit vergehen die Jahre zunehmend im Flug. Und dann sind wir plötzlich mit fünfundzwanzig schon sooo alt und das Abitur schon Jaaahre her!

„Zwanzig ist das neue Dreißig“


Dr. Meg Jay
, Professorin an der Universität Virginia, rät allen „Zwanzigern“, genau diese Zeit auszunutzen. „Zwanzig ist das neue Dreißig“ sagt sie, denn während viele diese Zeit verplämpern und rumchillen, sollte man sich ihrer Meinung nach, genau jetzt schon, beruflich, sowie persönlich ausprobieren und dazulernen. Hmm, schon verständlich. Schließlich will man nicht mit dreißig dasitzen und feststellen, dass die Karriere/Familie, die man wollte nicht mehr zustande kommen kann.

Aber ist es wirklich sinnvoll das Leben schon im Voraus zu planen? Ist es nicht gerade das Tolle, die Zeit in der das Leben am unbeschwertesten ist, voll auszunutzen? Verrückt und wild sein, die Nächte durchfeiern, die Facetten des anderen Geschlechtes und neue Leute kennenlernen und nebenbei ein bisschen Studieren. Wann lebt man schon mal in einer WG, in der die wildesten Parties gehen, macht aus einem Studenten-Hungerlohn den besten Abenteuerurlaub, ist spontan und für alles offen? Mit fünfzig bestimmt nicht mehr.

Lest auf der nächsten Seite wie man das beste aus den Zwanzigern macht...
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