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Ein All-inclusive-Urlaub und seine Auswirkungen

Hass auf All Inclusive

07.11.2012

Berge voller Essen auf dem Teller, die Hälfte bleibt stehen

Jeder kennt sie, jeder hasst sie und doch brauchen wir sie wie die Luft zum atmen: Nervige Klientele und unnütze Gegenstände des Alltags, über die man sich so richtig schön echauffieren kann - da geht es den ZEITjUNG-Autoren nicht anders. Deshalb lassen wir unserer Wut in der Reihe "Hassobjekt" einfach freien Lauf und geraten immer Montags in Rage. Eins ist sicher: Nichts ist uns heilig und keiner wird verschont. Dieses Mal auf der Abschussliste: All-inclusive-Fresser.

Mallorca im August 2012:

Es war ein Versuch wert. Zu schön klang doch das Angebot im Reisebüro: alles inklusive, also Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Softdrinks und alkoholische Getränke den ganzen Tag umsonst, dazwischen noch diverse Snacks und Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Beste Voraussetzungen also um sich mal so richtig den Bauch vollzuschlagen.

Das war zwar nicht der einzige Grund, weswegen wir mal einen All-inclusive-Urlaub ausprobieren wollten (uns ging es eher um die kostenlosen Getränke), aber es klang doch recht ansprechend. 

Leider hatten wir vergessen, dass manche Leute anscheinend ausschließlich zum Fressen in den Urlaub fahren. Und das meine ich auch so. Nicht zum Essen, Mahlzeiten einnehmen, zu Tisch gehen, sondern zum Fressen. Das mag abwertend klingen, aber bei den täglichen 3 Mahlzeiten, wovon wir allerdings meist das Frühstück ausfielen ließen, konnte man den Leuten dabei zuschauen, wie sie scheinbar unersättlich Essen in sich hineinstopften.

Hauptsache Teller voll

Manche könnten meinen, ja warum regt er sich denn darüber auf, er muss ja selbst nicht so viel essen. Das stimmt. Aber ich muss mit solchen Leuten in einem Speisesaal dicht an dicht sitzen, mich mit ihnen in die Büffetschlange einreihen und so deren widerlichen Essgewohnheiten immer im Blick haben.

Denn manche Leute scheinen das Prinzip hinter einem All-inclusive-Hotel nicht verstanden zu haben. Obwohl es von allem so viel gab, wie man wollte, herrschte ein regelrechter Fressneid unter den Gästen. Reihte man sich ordnungsgemäß in die Schlange ein, konnte es sein, dass ein besonders dreister Hotelgast sich einfach dazwischen drängelte und sich den Löffel wegschnappte. Als ob es nicht noch genug geben würde!

Oder man schaufelte sich den Teller einfach so voll, dass man nicht sofort wieder aufstehen musste, um sich etwas Neues zu holen. So türmten sich dann Essensberge vor meinem Auge, bei denen einem schon vom Hinschauen schlecht wurde. Fisch, Fleisch, Nudeln, Pudding, Salat, Wassermelone, Reis mit Soße, Kuchen und Pommes mit Ketchup und Mayo lagen zentimeterhoch gestapelt auf einem Teller. Hauptsache von allem etwas.

Lest auf Seite 2 was mit den vollen Tellern geschah...
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