Ein Kommentar zum Shitstorm auf Facebook
Und alle so Fuck You!
05.09.2012
Warum Shitstorms auf Facebook sinn- und hirnlos sind.
Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, der Herbst übernimmt, es kommt die Zeit, in der es nieselt, regnet und schüttet, in der es haucht, weht und stürmt. So weit, so normal – aber dieser Herbst ist anders: Er hat eine Art Sturm geboren, von der die Meteorologen bisher nichts wussten (Jörg Kachelmann eventuell ausgenommen). Es ist die Zeit der Shitstorms, zu deutsch, Stürme aus Scheiße. Sie wehen zum Glück nicht übers Land und auch nicht durch die deutschen TV-Studios, trotzdem ist dieses Video aus der Harald Schmidt Show von 2010 für den Anfang aber unbedingt sehenswert.
Mit dieser ziemlich plastischen Vorstellung davon, wie gut so ein Sturm aus Scheiße im echten Leben fliegt, zurück zum Thema: im Sommer brauten sie sich zusammen, diesen Herbst wirbeln sie durch Facebook; nicht durch das Unternehmen selbst, sondern über die Plattform.
Was H&M und Angela Merkel gemein haben
Seit einiger Zeit beschweren sich die Menschen auf Facebook-Pages über Unternehmen und deren Leistungen. Auf der Seite von Galileo wurde der Vorwurf geäußert, der Anspruch der Sendung sei zu niedrig. Auf der Fanpage von Vodafone hieß es, das Unternehmen buche zu hohe Rechnungsbeträge ab. Bei H&M kritisierten Kunden, ihre Onlinebestellung habe nicht das enthalten, was bestellt wurde. Und bei McDonalds wurde moniert, der Burgerpreis sei unverhältnismäßig erhöht worden. Neu war das nicht, mindestens eines dieser Probleme kennt jeder von uns – grob geschätzt. Aber die Leute verfolgten damit, wenn auch erfolglos, ein Ziel: die Verbesserung des Kundenservice.
Die Unzufriedenheit scheint allerdings so grenzenlos zu sein, dass dieser Trend nicht einfach abebbt. Nein: er wird extremer. Das Neueste ist jetzt die Beschwerde an noch höherer Stelle – bei der Bundeskanzlerin persönlich. Naja, zumindest fast. Wenn man sich heutzutage bei Angie beschweren will, ist ihre (inoffizielle) Fanpage „Angela Merkel CDU“ die richtige Wahl, wie es scheint.
Posts, die die Welt nicht braucht
Zwei Posts auf dieser Seite haben es im Netz binnen weniger Tage zu großer Berühmtheit gebracht. Der erste lautet: „Lan bist du behindert, mach mal SPRIT billiger alter“. Die Resonanz: über 80.000 Likes, weit über 6.000 Kommentare. Der andere ist noch erfolgreicher: knapp 120.000 Likes, knapp 10.000 Kommentare. Der Stein des Anstoßes: „Wir haben genug Probleme im eigenen Land, wo man mal anfangen sollte. Was macht unser lieber Staat? Überschwemmungen am Ende der Welt: Wir schicken Hilfskräfte hin! Krieg: Wir müssen mitmischen! Länder sind Pleite: Wir schicken HUNDERTE MlLLIARDEN hin“.
Auf Seite 2 lest ihr, was solche Posts mit uns machen …
Mit dieser ziemlich plastischen Vorstellung davon, wie gut so ein Sturm aus Scheiße im echten Leben fliegt, zurück zum Thema: im Sommer brauten sie sich zusammen, diesen Herbst wirbeln sie durch Facebook; nicht durch das Unternehmen selbst, sondern über die Plattform.
Was H&M und Angela Merkel gemein haben
Seit einiger Zeit beschweren sich die Menschen auf Facebook-Pages über Unternehmen und deren Leistungen. Auf der Seite von Galileo wurde der Vorwurf geäußert, der Anspruch der Sendung sei zu niedrig. Auf der Fanpage von Vodafone hieß es, das Unternehmen buche zu hohe Rechnungsbeträge ab. Bei H&M kritisierten Kunden, ihre Onlinebestellung habe nicht das enthalten, was bestellt wurde. Und bei McDonalds wurde moniert, der Burgerpreis sei unverhältnismäßig erhöht worden. Neu war das nicht, mindestens eines dieser Probleme kennt jeder von uns – grob geschätzt. Aber die Leute verfolgten damit, wenn auch erfolglos, ein Ziel: die Verbesserung des Kundenservice.
Die Unzufriedenheit scheint allerdings so grenzenlos zu sein, dass dieser Trend nicht einfach abebbt. Nein: er wird extremer. Das Neueste ist jetzt die Beschwerde an noch höherer Stelle – bei der Bundeskanzlerin persönlich. Naja, zumindest fast. Wenn man sich heutzutage bei Angie beschweren will, ist ihre (inoffizielle) Fanpage „Angela Merkel CDU“ die richtige Wahl, wie es scheint.
Posts, die die Welt nicht braucht
Zwei Posts auf dieser Seite haben es im Netz binnen weniger Tage zu großer Berühmtheit gebracht. Der erste lautet: „Lan bist du behindert, mach mal SPRIT billiger alter“. Die Resonanz: über 80.000 Likes, weit über 6.000 Kommentare. Der andere ist noch erfolgreicher: knapp 120.000 Likes, knapp 10.000 Kommentare. Der Stein des Anstoßes: „Wir haben genug Probleme im eigenen Land, wo man mal anfangen sollte. Was macht unser lieber Staat? Überschwemmungen am Ende der Welt: Wir schicken Hilfskräfte hin! Krieg: Wir müssen mitmischen! Länder sind Pleite: Wir schicken HUNDERTE MlLLIARDEN hin“.
Auf Seite 2 lest ihr, was solche Posts mit uns machen …












