Modewochen in London, New York und Mailand: Anika Scheibe über das Leben als Topmodel
Das perfekte Model
20.09.2012
Eva Padberg riet VOX-Casting-Model Anika Scheibe zuzunehmen.
Konnten sich früher aufstrebende Mannequins noch an Frauen mit dem scheinbar vollkommenen Look – wie Cindy Crawford und Naomi Campbell – orientieren, sind in den letzten Jahren immer mehr Jungmodels mit Ecken und Kanten in den Vordergrund getreten. Hier eine schiefe Nase, dort eine Zahnlücke, da drüben die zu hohen Wangenknochen – das lässt das Gefühl aufkommen: „Die ist wie ich! Das kann ich auch!“ Auch Anika Scheibe gehört zu den „edgy girls“ der Stunde. Sie hat die VOX-Castingshow „Das perfekte Model“ gewonnen, gerade, weil sie alles andere als perfekt ist – Mentorin Eva Padberg riet ihr dazu, zwei Kilo zuzunehmen. Doch ist Anika Scheibe wirklich wie wir? Können wir das auch?
ZEITjUNG: Wolltest du schon immer Model werden?
Anika Scheibe: Ja. Ich war schon immer dünn und ich habe mir gesagt: „Irgendetwas muss man damit ja anfangen, also werde ich Model.“ Ich hab' das auch immer in alle Poesiealben reingeschrieben. Meine Schwester hat dann gesagt: „Jetzt mal ehrlich, was willst du werden?“ „Model.“ „Du musst einen anderen Job sagen, das geht nicht, das ist kein Beruf.“ „Okay, dann werde ich Friseur.“ Dann war's tatsächlich so: Mit Ende 14 wurde ich von einer Agentur angesprochen, da war ich gerade mit meinem Hund Gassi. Ich war total perplex und bin nach Hause gerannt und habe gerufen: „Mama, du musst da mit, ich muss das machen!“ Und es ist auch gleich ganz gut gelaufen.
Wenn man so früh anfängt, dann macht man viele Teeniemagazine. Und mein erster Job war für die „Mädchen“, das war auch mein erstes Casting und ich bekam gleich den Job. So richtig cool: Ein halber Tag in der Therme Erding. Und ich sollte aber nicht sagen, dass das mein erster Job ist, weil das so ein bisschen blöd ist. Aber ich saß die ganze Zeit mit hohen Schultern da und wusste nicht, wie ich tun sollte, die haben das natürlich gemerkt. Aber es war total lustig, die waren ganz lieb zu mir. Und der nächste Job war dann gleich für die „Sugar“. Meine Schwester, die ist ein Jahr jünger als ich, hat auch gemodelt und die haben dort immer gesagt: „Na, die Scheibes sind wieder da!“ Für die haben wir zusammen gemodelt.
In den Ferien bin ich zuerst nach London, dann nach Mailand, hab mir das so angeschaut, es war super und so ging das los. Nach der Schule habe ich erstmal nur gemodelt.
Wie war das, noch nicht mal volljährig ins Ausland gehen, zum Arbeiten?
Meine Mama war immer mit dabei und ich war nur eine Woche, zwei maximal, in den Schulferien, um den Markt kennenzulernen. Und es war immer sehr gut: Ich habe Testshootings gemacht und manchmal Jobs, was immer sehr kurzfristig ist für eine Woche.
Du sprachst gerade schon von deiner Schwester – wie sieht sie das Modeln?
Meine Schwester war auch ein bisschen unterwegs, aber hat das nicht so verfolgt wie ich. Das ganze Chichi mag sie nicht. Sie macht das aber immer noch nebenbei, neben ihrer Ausbildung. Ihr machen die Shootings Spaß, aber sie hasst diese oberflächliche Welt. Sie hasst es, auf Partys zu gehen und Smalltalk zu machen, man muss aber auch gesehen werden.
Seite 2: Wie Anika vom Vollzeitmodel doch noch zur Friseurin wurde …
ZEITjUNG: Wolltest du schon immer Model werden?
Anika Scheibe: Ja. Ich war schon immer dünn und ich habe mir gesagt: „Irgendetwas muss man damit ja anfangen, also werde ich Model.“ Ich hab' das auch immer in alle Poesiealben reingeschrieben. Meine Schwester hat dann gesagt: „Jetzt mal ehrlich, was willst du werden?“ „Model.“ „Du musst einen anderen Job sagen, das geht nicht, das ist kein Beruf.“ „Okay, dann werde ich Friseur.“ Dann war's tatsächlich so: Mit Ende 14 wurde ich von einer Agentur angesprochen, da war ich gerade mit meinem Hund Gassi. Ich war total perplex und bin nach Hause gerannt und habe gerufen: „Mama, du musst da mit, ich muss das machen!“ Und es ist auch gleich ganz gut gelaufen.
Wenn man so früh anfängt, dann macht man viele Teeniemagazine. Und mein erster Job war für die „Mädchen“, das war auch mein erstes Casting und ich bekam gleich den Job. So richtig cool: Ein halber Tag in der Therme Erding. Und ich sollte aber nicht sagen, dass das mein erster Job ist, weil das so ein bisschen blöd ist. Aber ich saß die ganze Zeit mit hohen Schultern da und wusste nicht, wie ich tun sollte, die haben das natürlich gemerkt. Aber es war total lustig, die waren ganz lieb zu mir. Und der nächste Job war dann gleich für die „Sugar“. Meine Schwester, die ist ein Jahr jünger als ich, hat auch gemodelt und die haben dort immer gesagt: „Na, die Scheibes sind wieder da!“ Für die haben wir zusammen gemodelt.
In den Ferien bin ich zuerst nach London, dann nach Mailand, hab mir das so angeschaut, es war super und so ging das los. Nach der Schule habe ich erstmal nur gemodelt.
Wie war das, noch nicht mal volljährig ins Ausland gehen, zum Arbeiten?
Meine Mama war immer mit dabei und ich war nur eine Woche, zwei maximal, in den Schulferien, um den Markt kennenzulernen. Und es war immer sehr gut: Ich habe Testshootings gemacht und manchmal Jobs, was immer sehr kurzfristig ist für eine Woche.
Du sprachst gerade schon von deiner Schwester – wie sieht sie das Modeln?
Meine Schwester war auch ein bisschen unterwegs, aber hat das nicht so verfolgt wie ich. Das ganze Chichi mag sie nicht. Sie macht das aber immer noch nebenbei, neben ihrer Ausbildung. Ihr machen die Shootings Spaß, aber sie hasst diese oberflächliche Welt. Sie hasst es, auf Partys zu gehen und Smalltalk zu machen, man muss aber auch gesehen werden.
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