Verkaufsstart des neuen iPhone 5 von Apple
12 Gramm Glück
21.09.2012
Wenn Apple ruft, dann pilgern sie in Scharen und nehmen viel dafür in Kauf. Denn sie wollen mehr als nur ein Telefon.
Es ist ein Held: das dünnste und leichteste, das größte, schönste und beste iPhone der Welt. Es ist „amaaazing“ und „aaawesome!“. Und wer denkt, dass es eigentlich nicht wirklich anders ist als das iPhone 4S oder irgendein Smartphone eines anderen Herstellers, der hat keine Ahnung. Der weiß nicht, dass es überhaupt nicht darum geht. Wenn ein neues iPhone auf den Markt kommt, dann geht es an diesem Tag nicht um das Telefon, sondern um andere Helden. Es geht um Gideon und Kirill, um Daniel und Ralph.
Freitag, morgens um 8 Uhr, öffnen sich die Türen des Apple Stores in der Münchner Innenstadt. Doch schon Stunden vorher hat das Warten für die Applejünger begonnen. Die ganze Nacht haben sie ausgeharrt. Frierend auf ihren Campingstühlen, in Decken und Schlafsäcke eingehüllt. Ausgestattet mit heißem Tee, Wurst- und Käsebroten. Die Schlange ist mehrere hundert Meter lang. „Und die san scho seit 3 Uhr da“, meint ein Securitymann und schüttelt den Kopf. Wie viele Menschen es sind? Das weiß niemand genau. Nicht die Storemitarbeiter, nicht die Sicherheitskräfte, die für Ordnung sorgen. Die Menschen nehmen das alles in Kauf - nicht nur, um ein Telefon zu kaufen, sondern um Helden zu sein.
12 Gramm reines Glück
35 Millionen iPhones hat Apple im letzten Quartal verkauft. Nach eigenen Angaben gab es für das Neue mehr als zwei Millionen Vorbestellungen – absoluter Rekord. Der Erfolg des iPhones lässt sich aber nicht mit einfachen Fakten erklären. Der angebissene Apfel ist ein Mythos. Er lässt Augen leuchten und Herzen schneller schlagen. Jeder weiß, dass man mit dem iPhone nicht ein Telefon kauft, sondern ein Image. Wenn ich Träger des leuchtenden Apfels bin, dann bin ich lässig, kreativ, modern und cool. "Think different!" - Wer sich den Appleslogan wirklich zu Herzen nimmt, steht nicht hier. Man kann es verstehen oder nicht: Die Unzähligen Verrückten, die in New York, in Hongkong, in München oder London vor den Stores übernachten und sich die Beine in den Bauch stehen, erhoffen sich 12 Gramm reines Glück.
Alles nur fürs iPhone
Ganz vorne dabei ist der 21-Jährige Gideon. Mit seinem Freund Kirill ist er extra aus Russland angereist. „Wir sind am Mittwoch angekommen und haben den Abend bei McDonald’s verbracht. Seit Mitternacht sitzen wir vor dem Apple Store“. Einen Tag und zwei Nächte campierten sie. Und wofür? „Nur für das iPhone. Kirill und ich sind nur deswegen nach Deutschland gefahren.“ Doch mit ihren 32 Stunden Wartezeit haben sie nicht den ersten Platz in der Schlange.
Wer hat das erste iPhone ergattert? Weiter auf Seite 2.
Freitag, morgens um 8 Uhr, öffnen sich die Türen des Apple Stores in der Münchner Innenstadt. Doch schon Stunden vorher hat das Warten für die Applejünger begonnen. Die ganze Nacht haben sie ausgeharrt. Frierend auf ihren Campingstühlen, in Decken und Schlafsäcke eingehüllt. Ausgestattet mit heißem Tee, Wurst- und Käsebroten. Die Schlange ist mehrere hundert Meter lang. „Und die san scho seit 3 Uhr da“, meint ein Securitymann und schüttelt den Kopf. Wie viele Menschen es sind? Das weiß niemand genau. Nicht die Storemitarbeiter, nicht die Sicherheitskräfte, die für Ordnung sorgen. Die Menschen nehmen das alles in Kauf - nicht nur, um ein Telefon zu kaufen, sondern um Helden zu sein.
12 Gramm reines Glück
35 Millionen iPhones hat Apple im letzten Quartal verkauft. Nach eigenen Angaben gab es für das Neue mehr als zwei Millionen Vorbestellungen – absoluter Rekord. Der Erfolg des iPhones lässt sich aber nicht mit einfachen Fakten erklären. Der angebissene Apfel ist ein Mythos. Er lässt Augen leuchten und Herzen schneller schlagen. Jeder weiß, dass man mit dem iPhone nicht ein Telefon kauft, sondern ein Image. Wenn ich Träger des leuchtenden Apfels bin, dann bin ich lässig, kreativ, modern und cool. "Think different!" - Wer sich den Appleslogan wirklich zu Herzen nimmt, steht nicht hier. Man kann es verstehen oder nicht: Die Unzähligen Verrückten, die in New York, in Hongkong, in München oder London vor den Stores übernachten und sich die Beine in den Bauch stehen, erhoffen sich 12 Gramm reines Glück.
Alles nur fürs iPhone
Ganz vorne dabei ist der 21-Jährige Gideon. Mit seinem Freund Kirill ist er extra aus Russland angereist. „Wir sind am Mittwoch angekommen und haben den Abend bei McDonald’s verbracht. Seit Mitternacht sitzen wir vor dem Apple Store“. Einen Tag und zwei Nächte campierten sie. Und wofür? „Nur für das iPhone. Kirill und ich sind nur deswegen nach Deutschland gefahren.“ Doch mit ihren 32 Stunden Wartezeit haben sie nicht den ersten Platz in der Schlange.
Wer hat das erste iPhone ergattert? Weiter auf Seite 2.

















