Sicherheitslücken bei der kostenlosen SMS-Alternative
Der gläserne Chat
23.09.2012
Der Mobile-Chat WhatsApp weist gravierende Sicherheitsmängel auf.
Was für eine crazy-coole Sache dieses Whatsapp. Sämtliche Probleme werden auf einmal behoben: Kein Guthaben auf dem Handy? Keine SMS-Flat, aber gerade schwer verliebt? Alles nicht schlimm. Bei Whatsapp sind die Nachrichten umsonst. Quasi wie Skype, nur zum SMS schreiben - und noch dazu kann man sehen, wer aus dem Telefonbuch noch den Messenger hat. Auch ein daraus enstandenes: „Woah Alta, kraaaass, ewig nichts mehr gehört!“ ist dann umsonst!
Keine Werbung, kaum Daten
Die App kostet 0.99 Euro für das iPhone. Für andere Betriebssysteme ist sie zunächst kostenlos. Erst nach einem Jahr muss man dann eine kleine Gebühr zahlen. So finanziert sich der Anbieter und muss somit keinerlei Werbung schalten oder ein Geschäft mit goldenen Nutzerdaten betreiben. Die einzigen Daten die zur Anmeldung nötig sind, sind Telefonnummer, Benutzername und IMEI bzw. Mac-Adresse. Man braucht nicht mal ein Passwort, aber gerade das macht die Sache unsicher.
Sicherheitsexperten sind teilweise wirklich schockiert und raten umbedingt von der Nutzung der App ab. Nutzt man den Dienst über ein ungeschütztes W-LAN-Netz oder an öffentlichen Hot-Spots, können sich Hacker problemlos einklinken und über den eigenen Account Nachrichten verschicken und empfangen. Auch Fotos können dann problemlos eingesehen werden.
Sicherheitsexperten sind teilweise wirklich schockiert und raten umbedingt von der Nutzung der App ab. Nutzt man den Dienst über ein ungeschütztes W-LAN-Netz oder an öffentlichen Hot-Spots, können sich Hacker problemlos einklinken und über den eigenen Account Nachrichten verschicken und empfangen. Auch Fotos können dann problemlos eingesehen werden.
Kostenfreiheit vs. Sicherheit
Abgesehen davon wurde Whatsapp schon seit längerem für die miese Verschlüsselung kritisiert. So sind zum Beispiel Handynummern der Nutzer ohne weiteres erkennbar. Als großer Player im Markt, hat Whatsapp wie es scheint Sicherheitstechnisch herumgeschlampt. Die Gründer selber geben übrigens keine Stellungnahme ab und scheuen ohnehin die Presse.
Die Frage, die sich nun stellt ist natürlich: Weiterhin SMS kostenlos schreiben oder wieder zahlen wegen mangelnder Sicherheit? Viele Leute schockieren diese Lücken vielleicht, aber ob sie deswegen wirklich die App löschen würden? Täglich werden schließlich über eine Milliarden Whatsapp-Nachrichten verschickt, das ist eine ganze Menge. Im Alltag ist die SMS sowieso nicht mehr weg zu denken.
Vielleicht denkt man sich auch, man passt in Zukunft einfach ein bisschen besser auf, was man so verschickt. Das ist ein bisschen so wie mit dem Rauchen. Man weiß, dass es schlecht ist, aber hört man deswegen gleich damit auf?
Bildquelle: WhatsApphttp://www.flickr.com/photos/bildbunt/











