Patrick Föllmer von Lilabungalow im Interview
"Das ist einfach mein Spieltrieb"
28.09.2012
Progressive Tanzmusik: Lilabungalow im Interview über eckige Tanzstyles, Crowd Funding und Erfurter Eigenheiten.
Patrick Föllmer ist Multiinstrumentalist, Entertainer und Erfurter, vor allem aber ein verdammt guter Songschreiber. Mit seiner Band Lilabungalow macht Föllmer, wie er selbst sagt, progressive Tanzmusik. Das heißt: Vertrackte Beats, ein bisschen Trompete und Gesang mit großer Geste. Diese gibt es auch auf dem Debüt der Band, das ebenfalls den Namen "Lilabungalow" trägt, zu hören. Gerade ist Föllmer aber noch solo unterwegs, schließlich kriegt er das alles auch locker alleine hin. Einen Tag nach einem Konzert in Wohnzimmer-Atmosphäre im Berliner "Gelegenheiten", stand Föllmer, ein schlaksiger Kerl in blauem Anzug, ZEITjUNG Rede und Antwort und sprach über die Vorzüge von Erfurt, spontane Tanzeinlagen und darüber, warum er nie als Alleinunterhalter auf einer Hochzeit auftreten wird.
Du spielst außergewöhnlich viele Instrumente. Wie kam es dazu?
Patrick: Das ist einfach ein gesunder Spieltrieb. Ich habe immer schon Gitarre gespielt und wollte eine Band. Dann musste ich zu singen anfangen, weil es keine Sänger gab. Und dann habe ich so alle zwei Jahre ein neues Instrument angefangen, weil ich einfach die Möglichkeit hatte. Meine Eltern sind da der Hammer. Ich finde Instrumente einfach faszinierend: Klavier, Kontrabaß, Trompete, aus jeder Instrumentengattung mindestens eins. Dann komponiert man auch anders, weil man weiß, was dahintersteckt.
Und was kommt als nächstes? Geht es noch weiter?
Nein. Jetzt versuche ich das Ganze noch etwas anhörbarer zu machen. Soll heißen: Die Qualität in der Performance durch regelmäßiges Üben steigern. Das ist gerade mein Ziel.
Du hast ja die Wahl: Mit was für einem Instrument fängst du denn an, wenn du Songs schreibst?
Das kommt darauf an, welcher Impuls der erste ist, mit welcher Hookline ich arbeite. Wenn es vom Gesang kommt, ist es Klavier oder Gitarre, manchmal ist es aber auch ein Basslauf oder ein Beat – das lässt sich nicht auf eins beschränken. So funktioniert Musik eben bei mir: ein großes Zufallspotpourri.
Bei Lila Bungalow seid ihr jetzt aber trotz deiner Fähigkeiten zu dritt.
Ja. Die Geschichte ist: Ich habe alleine angefangen und es sind dann immer wieder Musiker dazugekommen, die mich bei den Aufnahmen und live unterstützt haben. Da haben wir alle Varianten durchprobiert und jetzt habe ich das erste Mal das Gefühl, dass wir eine Band sind. Eine kleine Band, aber eine Band. Jeder hat seinen Job, auch außerhalb des Musikalischen. Der eine kümmert sich ums Licht, der nächste ums Auto usw. Jetzt mache ich aber gerade eine Wohnzimmertour, da bin ich alleine unterwegs – einfach, weil es geht.
Was ist dir denn lieber: Wohnzimmertour mit jeweils zwanzig Zuschauern oder das große Publikum – du hast ja auch schon beim Festival in Montreux gespielt?
Ich mag am liebsten Konzerte, wo es einen Brückenschlag zwischen mir und dem Publikum gibt – die Größe ist da gar nicht entscheidend. Es geht darum, das Ganze zu einem gemeinsam Erlebnis zu machen. Das ist für mich, weil ich halt so drauf bin (lacht), das Schönste, wenn das funktioniert.
Wann merkst du, dass das gelungen ist? Wenn das Publikum mitsingt?
Nein. Wenn da einfach eine gelöste Atmosphäre ist. Wenn ich merke, dass die Leute entspannt sind. Wie sich das körperlich auswirkt, ist dann unterschiedlich. Das können entspannte Gesichtszüge oder ein ernst gemeinter warmer Applaus sein.
Seite 2: Patrick Föllmer über die Erfurter Provinz, seine Jazz-Freunde und die Frage, ob er als Alleinunterhalter auf einer Hochzeit taugen würde …
Du spielst außergewöhnlich viele Instrumente. Wie kam es dazu?
Patrick: Das ist einfach ein gesunder Spieltrieb. Ich habe immer schon Gitarre gespielt und wollte eine Band. Dann musste ich zu singen anfangen, weil es keine Sänger gab. Und dann habe ich so alle zwei Jahre ein neues Instrument angefangen, weil ich einfach die Möglichkeit hatte. Meine Eltern sind da der Hammer. Ich finde Instrumente einfach faszinierend: Klavier, Kontrabaß, Trompete, aus jeder Instrumentengattung mindestens eins. Dann komponiert man auch anders, weil man weiß, was dahintersteckt.
Und was kommt als nächstes? Geht es noch weiter?
Nein. Jetzt versuche ich das Ganze noch etwas anhörbarer zu machen. Soll heißen: Die Qualität in der Performance durch regelmäßiges Üben steigern. Das ist gerade mein Ziel.
Du hast ja die Wahl: Mit was für einem Instrument fängst du denn an, wenn du Songs schreibst?
Das kommt darauf an, welcher Impuls der erste ist, mit welcher Hookline ich arbeite. Wenn es vom Gesang kommt, ist es Klavier oder Gitarre, manchmal ist es aber auch ein Basslauf oder ein Beat – das lässt sich nicht auf eins beschränken. So funktioniert Musik eben bei mir: ein großes Zufallspotpourri.
Bei Lila Bungalow seid ihr jetzt aber trotz deiner Fähigkeiten zu dritt.
Ja. Die Geschichte ist: Ich habe alleine angefangen und es sind dann immer wieder Musiker dazugekommen, die mich bei den Aufnahmen und live unterstützt haben. Da haben wir alle Varianten durchprobiert und jetzt habe ich das erste Mal das Gefühl, dass wir eine Band sind. Eine kleine Band, aber eine Band. Jeder hat seinen Job, auch außerhalb des Musikalischen. Der eine kümmert sich ums Licht, der nächste ums Auto usw. Jetzt mache ich aber gerade eine Wohnzimmertour, da bin ich alleine unterwegs – einfach, weil es geht.
Was ist dir denn lieber: Wohnzimmertour mit jeweils zwanzig Zuschauern oder das große Publikum – du hast ja auch schon beim Festival in Montreux gespielt?
Ich mag am liebsten Konzerte, wo es einen Brückenschlag zwischen mir und dem Publikum gibt – die Größe ist da gar nicht entscheidend. Es geht darum, das Ganze zu einem gemeinsam Erlebnis zu machen. Das ist für mich, weil ich halt so drauf bin (lacht), das Schönste, wenn das funktioniert.
Wann merkst du, dass das gelungen ist? Wenn das Publikum mitsingt?
Nein. Wenn da einfach eine gelöste Atmosphäre ist. Wenn ich merke, dass die Leute entspannt sind. Wie sich das körperlich auswirkt, ist dann unterschiedlich. Das können entspannte Gesichtszüge oder ein ernst gemeinter warmer Applaus sein.
Seite 2: Patrick Föllmer über die Erfurter Provinz, seine Jazz-Freunde und die Frage, ob er als Alleinunterhalter auf einer Hochzeit taugen würde …















