Lady Gaga ruft die Body Revolution 2013 ins Leben
Die Gaga-Revolution
28.09.2012
Fast-Nacktfotos: Lady Gaga will unser Körperbild revolutionieren.
Lady Gaga hat einmal gesagt, dass sie die Welt jeden Tag ein bißchen besser machen möchte. Ein gutes Ziel für einen berühmten Künstler. Allerdings muss man auch sagen: Weil unsere Welt beinahe überall noch besser werden kann, ist sie damit nicht die einzige. Michael Jackson sang zum Beispiel darüber, dass es keinen Unterschied macht, ob man schwarz oder weiß ist, Bono rettet bis heute unsere Umwelt und Afrika und Peter Maffay macht bei Tabaluga die Kinder glücklich. Da hat jeder so seins. Lady Gaga hat sich bisher für die vollständige gesellschaftliche Akzeptanz Homosexueller eingesetzt. Ob wirklich erfolgreich, sei einmal dahingestellt.
Das ist an dieser Stelle auch gar nicht so wichtig, denn jetzt hat sie einen neuen Versuch unternommen, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen. Anfang dieser Woche postet sie vier (fast) Nacktbilder und schrieb dazu, seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr magersüchtig zu sein. Damit wollte sie zum einen ihr eigenes Problem mit dem gesellschaftlichen Körperbild unserer Zeit dokumentieren und zugleich anderen Mädchen (und Jungs) Mut machen, mit den überzogenen Beauty-Erwartungen im Photoshop-Zeitalter zu brechen. Die Botschaft lautete „Fühl dich wohl wie du bist und stehe zu deinen Fehlern“. Grundsätzlich ein guter Gedanke. Allerdings hat die Aktion zwei Seiten.
Die gute Seite
Zunächst einmal ist es zu begrüßen, dass ein Weltstar die ihm zuteil werdende Aufmerksamkeit für eine solche Kampagne nutzt. Hier steht eine bekannte Person für etwas ein, das bei jeder Firma oder Institution auf kommerzielle Hintergedanken zurückgeführt werden würde. So zum Beispiel bei Dove geschehen. Da gab es dieses Video mit einem Model, das im Zeitraffer von einem normalen, nicht sehr hübschen Mädchen zur Beauty-Queen gestylt und geshoppt wird. Dove fährt seitdem eine Kommunikationsstrategie, die das Unternehmen als Förderer „natürlicher Schönheit“ positioniert. Markenpositionierung, wie unromantisch. Lady Gaga hingegen verkauft durch diese Fotos nicht mehr Platten. Die Aufmerksamkeit und den Erfolg hat sie ja sowieso. Ganz im Gegenteil setzt sie die Welle, auf der sie reitet, für etwas anderes als sich selbst ein. Das ist löblich.
Denn das Problem ist ein strukturelles und damit ein tiefgreifendes. Die schrecklichen Bilder der Dokumentationen aus Magersuchtkliniken haben sich in unsere Köpfe eingebrannt. Die Probleme pummeliger und als hässlich verschriener Kinder in der Schule können wir uns immer noch vor Augen rufen. Sie wurden gehänselt, beleidigt, ausgeschlossen … Wenn man schon so früh in seinem Leben mit Komplexen beladen wird, dann trägt man sie ein Leben lang mit sich herum. Ganz wegtherapieren kann man so etwas nicht. Und da liegt das Problem: Die Stereotype sind gesellschaftlich so tief verwurzelt, dass sie sich schon unter Kindern manifestieren und reproduzieren. Und damit in der Gesellschaft langfristig fortpflanzen.
Warum die Body-Revolution aber auch ihre Schattenseiten hat, lest ihr auf Seite 2 …
Das ist an dieser Stelle auch gar nicht so wichtig, denn jetzt hat sie einen neuen Versuch unternommen, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen. Anfang dieser Woche postet sie vier (fast) Nacktbilder und schrieb dazu, seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr magersüchtig zu sein. Damit wollte sie zum einen ihr eigenes Problem mit dem gesellschaftlichen Körperbild unserer Zeit dokumentieren und zugleich anderen Mädchen (und Jungs) Mut machen, mit den überzogenen Beauty-Erwartungen im Photoshop-Zeitalter zu brechen. Die Botschaft lautete „Fühl dich wohl wie du bist und stehe zu deinen Fehlern“. Grundsätzlich ein guter Gedanke. Allerdings hat die Aktion zwei Seiten.
Die gute Seite
Zunächst einmal ist es zu begrüßen, dass ein Weltstar die ihm zuteil werdende Aufmerksamkeit für eine solche Kampagne nutzt. Hier steht eine bekannte Person für etwas ein, das bei jeder Firma oder Institution auf kommerzielle Hintergedanken zurückgeführt werden würde. So zum Beispiel bei Dove geschehen. Da gab es dieses Video mit einem Model, das im Zeitraffer von einem normalen, nicht sehr hübschen Mädchen zur Beauty-Queen gestylt und geshoppt wird. Dove fährt seitdem eine Kommunikationsstrategie, die das Unternehmen als Förderer „natürlicher Schönheit“ positioniert. Markenpositionierung, wie unromantisch. Lady Gaga hingegen verkauft durch diese Fotos nicht mehr Platten. Die Aufmerksamkeit und den Erfolg hat sie ja sowieso. Ganz im Gegenteil setzt sie die Welle, auf der sie reitet, für etwas anderes als sich selbst ein. Das ist löblich.
Denn das Problem ist ein strukturelles und damit ein tiefgreifendes. Die schrecklichen Bilder der Dokumentationen aus Magersuchtkliniken haben sich in unsere Köpfe eingebrannt. Die Probleme pummeliger und als hässlich verschriener Kinder in der Schule können wir uns immer noch vor Augen rufen. Sie wurden gehänselt, beleidigt, ausgeschlossen … Wenn man schon so früh in seinem Leben mit Komplexen beladen wird, dann trägt man sie ein Leben lang mit sich herum. Ganz wegtherapieren kann man so etwas nicht. Und da liegt das Problem: Die Stereotype sind gesellschaftlich so tief verwurzelt, dass sie sich schon unter Kindern manifestieren und reproduzieren. Und damit in der Gesellschaft langfristig fortpflanzen.
Warum die Body-Revolution aber auch ihre Schattenseiten hat, lest ihr auf Seite 2 …











