Sie sind nie alleine....
Hassobjekt: Beziehungsspringer!
24.10.2012
Hassobjekt
Kaum Single, schon wieder vergeben. WTF?
Da ist ein fiktives Liebespaar. Ein Liebespaar, von dem alle denken: „Oh, sind die süß! Und so verliebt! Und auch schon so lange! Das ist die ganz große Liebe!“ Eines Tages, alles vorbei. Jetzt könnte man meinen, beide verfallen in ein großes Liebeskummerloch voller Selbstzweifel, Lethargie, Nächte voller Tränen, Unverständnis und Hoffnungslosigkeit. Aber: nein! Ein paar sehr überschaubar wenige Wochen später schlendert sie oder er glücklich und zufrieden mit einem neuen Partner an dir vorbei.
Vom einen Glück ins Nächste
Die Frage, die ich mir an diesem Punkt berechtigt stelle: What the fuck? Wie zur Hölle funktioniert so etwas. Wie ist es möglich, dass man Monate und Jahre den Alltag mit ein und derselben Person verbracht hat, in diese verliebt war, mit ihr im Urlaub gewesen ist, die Familien kannten sich, das volle Beziehungsprogramm. Und dann kommt nach der Trennung, wo man jetzt meinen könnte: „Oh, arme/ armer XY, leidet jetzt erst mal bestimmt und braucht Zeit für sich“, aus dem Nichts, auf einmal eine neue Person, die diesen Platz eins zu eins einzunehmen scheint. Von einem Glück mit reibungsloser Trennung zum Nächsten? Wie?
Meiner einer müsste nun erst einmal detailliert für sich ergründen, wieso es denn schief ging und herausfinden, auf welcher Seite was für Fehler gemacht wurden. Meiner einer müsste sich außerdem erst wieder an das Alleinsein gewöhnen, am besten Ratgeber lesen, ziemlich lange Zeit seine Ruhe haben, um dann zu merken, dass man, selbst wenn man irgendwann genug Ruhe hatte, sich das Zusammensein irgendwie abgewöhnt hat und selbst nach einer gefühlten Ewigkeit immer noch nicht bereit ist, sich neu zu öffnen. Da sind solche „Bei uns ist alles so super“- Paare wie ein Schlag ins Gesicht.
Kochen? Das geht nur zu zweit!
Ich habe jemanden kennengelernt. Vier Jahre steckt er in einer Beziehung, diese ist aber mittlerweile so kaputt und festgefahren, dass man sich sogar einräumt fremdzugehen, Hauptsache man kehrt still und leise zu dem anderen zurück und tut so, als wäre alles im Lot. „Ich kann eben nicht alleine sein“ ist die wenig geistreiche Begründung seinerseits. „Ich will nicht alleine kochen, ich will nicht alleine schlafen, all solche Dinge. Ich will und kann einfach nicht alleine sein, Punkt, aus, Ende!“ Aha.
Wenn ich so etwas höre, stellen sich mir sämtliche Nackenhaare auf. Da frage ich mich doch: Findest du dich selber so langweilig, dass du es nicht alleine mit dir aushältst? Muss man denn immer jemanden haben, um den man sich abends im Bett schlingen kann? Keine andere Idee wohin mit deinen Gliedmaßen? Und Essen: Verhungerst du denn, wenn du mal eine Zeit lang alleine kochst? Schmeckt das Essen alleine auf einmal anders?
Hauptsache nicht alleine?
Was ist der Grund? Ist es also das „nicht alleine sein können“, das viele veranlasst, schnell eine neue Beziehung einzugehen? Oder sind diese Menschen einfach weniger romantisch veranlagt, geben sich mit weniger zufrieden? Sind die Kriterien für eine Beziehung lediglich: Nicht alleine kochen und schlafen? Oder denken solche Menschen einfach weniger kompliziert? Muss es immer das Gesamtpaket sein? Vielleicht sollte man damit anfangen gehörige Abstriche zu machen, wenn es um die Partnerwahl geht.
Schauen wir uns die guten alten Kontaktanzeigen in der Zeitung an: „Lass Dich in mein Leben einladen und uns unverschämt glücklich machen! Ich, weiblich, Ende 30, schlank, nett anzuschauen, wetterfest, naturverbunden, vielseitig interessiert, möchte Dich, männlich bis Anfang 40, möglichst studiert, doch bodenständig, gerne kennen- und vielleicht lieben lernen.“ Also sprich: Meldet euch, ich will irgendeinen Mann an meiner Seite, Hauptsache: Nicht alleine! Zu dick, zu dünn, zu faul, zu doof, zu schlau, zu bitchig, zu scheu, ab jetzt soll es mir egal sein!
Fresst meine Katzen, fresst!
Nein! Da verrecke ich lieber alleine, angefressen von meinen über die Jahre angesammelten Katzen, bevor ich meine Vorstellungen und Erwartungen von einer Beziehung derart herunterschraube, zum Beziehungsspringer werde! Und da leide ich lieber erst einmal eine angemessene Zeit und mache mir über mich selber Gedanken, bevor ich all meine Erwartungen und Wünsche auf den nächsten Typen übertrage und hoffe, dass er mich ablenkt, Hauptsache ich fange nicht an nachzudenken.
Die Menschen denken viel zu wenig über sich nach und meinen, Liebeskummer wäre etwas, das schnellstmöglich vorbeigehen muss. Als wäre Alleinsein gleichzusetzen mit Verlieren, in einer Partnerschaft leben das große Los. Gerade das Leiden und das Alleinsein formt doch den Charakter, führt dich zu dir selbst. Das kann dir keine blöde Kochplatte, auf der du mit deinem Schnucki Spaghetti Bolognese kochst, ersetzen, finde dich damit ab!
Foto: daylight (aboutpixel.de)
Vom einen Glück ins Nächste
Die Frage, die ich mir an diesem Punkt berechtigt stelle: What the fuck? Wie zur Hölle funktioniert so etwas. Wie ist es möglich, dass man Monate und Jahre den Alltag mit ein und derselben Person verbracht hat, in diese verliebt war, mit ihr im Urlaub gewesen ist, die Familien kannten sich, das volle Beziehungsprogramm. Und dann kommt nach der Trennung, wo man jetzt meinen könnte: „Oh, arme/ armer XY, leidet jetzt erst mal bestimmt und braucht Zeit für sich“, aus dem Nichts, auf einmal eine neue Person, die diesen Platz eins zu eins einzunehmen scheint. Von einem Glück mit reibungsloser Trennung zum Nächsten? Wie?
Meiner einer müsste nun erst einmal detailliert für sich ergründen, wieso es denn schief ging und herausfinden, auf welcher Seite was für Fehler gemacht wurden. Meiner einer müsste sich außerdem erst wieder an das Alleinsein gewöhnen, am besten Ratgeber lesen, ziemlich lange Zeit seine Ruhe haben, um dann zu merken, dass man, selbst wenn man irgendwann genug Ruhe hatte, sich das Zusammensein irgendwie abgewöhnt hat und selbst nach einer gefühlten Ewigkeit immer noch nicht bereit ist, sich neu zu öffnen. Da sind solche „Bei uns ist alles so super“- Paare wie ein Schlag ins Gesicht.
Kochen? Das geht nur zu zweit!
Ich habe jemanden kennengelernt. Vier Jahre steckt er in einer Beziehung, diese ist aber mittlerweile so kaputt und festgefahren, dass man sich sogar einräumt fremdzugehen, Hauptsache man kehrt still und leise zu dem anderen zurück und tut so, als wäre alles im Lot. „Ich kann eben nicht alleine sein“ ist die wenig geistreiche Begründung seinerseits. „Ich will nicht alleine kochen, ich will nicht alleine schlafen, all solche Dinge. Ich will und kann einfach nicht alleine sein, Punkt, aus, Ende!“ Aha.
Wenn ich so etwas höre, stellen sich mir sämtliche Nackenhaare auf. Da frage ich mich doch: Findest du dich selber so langweilig, dass du es nicht alleine mit dir aushältst? Muss man denn immer jemanden haben, um den man sich abends im Bett schlingen kann? Keine andere Idee wohin mit deinen Gliedmaßen? Und Essen: Verhungerst du denn, wenn du mal eine Zeit lang alleine kochst? Schmeckt das Essen alleine auf einmal anders?
Hauptsache nicht alleine?
Was ist der Grund? Ist es also das „nicht alleine sein können“, das viele veranlasst, schnell eine neue Beziehung einzugehen? Oder sind diese Menschen einfach weniger romantisch veranlagt, geben sich mit weniger zufrieden? Sind die Kriterien für eine Beziehung lediglich: Nicht alleine kochen und schlafen? Oder denken solche Menschen einfach weniger kompliziert? Muss es immer das Gesamtpaket sein? Vielleicht sollte man damit anfangen gehörige Abstriche zu machen, wenn es um die Partnerwahl geht.
Schauen wir uns die guten alten Kontaktanzeigen in der Zeitung an: „Lass Dich in mein Leben einladen und uns unverschämt glücklich machen! Ich, weiblich, Ende 30, schlank, nett anzuschauen, wetterfest, naturverbunden, vielseitig interessiert, möchte Dich, männlich bis Anfang 40, möglichst studiert, doch bodenständig, gerne kennen- und vielleicht lieben lernen.“ Also sprich: Meldet euch, ich will irgendeinen Mann an meiner Seite, Hauptsache: Nicht alleine! Zu dick, zu dünn, zu faul, zu doof, zu schlau, zu bitchig, zu scheu, ab jetzt soll es mir egal sein!
Fresst meine Katzen, fresst!
Nein! Da verrecke ich lieber alleine, angefressen von meinen über die Jahre angesammelten Katzen, bevor ich meine Vorstellungen und Erwartungen von einer Beziehung derart herunterschraube, zum Beziehungsspringer werde! Und da leide ich lieber erst einmal eine angemessene Zeit und mache mir über mich selber Gedanken, bevor ich all meine Erwartungen und Wünsche auf den nächsten Typen übertrage und hoffe, dass er mich ablenkt, Hauptsache ich fange nicht an nachzudenken.
Die Menschen denken viel zu wenig über sich nach und meinen, Liebeskummer wäre etwas, das schnellstmöglich vorbeigehen muss. Als wäre Alleinsein gleichzusetzen mit Verlieren, in einer Partnerschaft leben das große Los. Gerade das Leiden und das Alleinsein formt doch den Charakter, führt dich zu dir selbst. Das kann dir keine blöde Kochplatte, auf der du mit deinem Schnucki Spaghetti Bolognese kochst, ersetzen, finde dich damit ab!
Foto: daylight (aboutpixel.de)












