Sehen wir alle das Gleiche?
Sehe lieber ungewöhnlich
06.07.2012
Menschen mit Vorurteilen nehmen andersfarbige Menschen langsamer wahr.
Wir ticken alle unterschiedlich: Wir haben unterschiedliche Vorlieben, unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Einstellungen. Wir reagieren auch unterschiedlich. So weit, so offensichtlich. Doch unsere Sinnesorgane sollten eigentlich weitgehend gleich funktionieren: Befinden wir uns in einem Wald, sehen wir alle Bäume. Darf man also annehmen, dass so grundlegende Systeme wie die visuelle Wahrnehmung für alle Menschen gleich funktioniert?
Vielleicht nein, behauptet der Forscher Yair Pinto von der Universität Amsterdam. Pinto ist Psychologe und untersucht das visuelle Wahrnehmungssystem - wie wir sehen, was wir sehen und wann wir sehen. Er und Kollegen haben kürzlich Forschungsergebnisse vorgestellt, die darauf hindeuten, dass unsere Einstellungen und unsere Meinungen sehr wohl beeinflussen können, wann wir etwas wahrnehmen.
Von unten nach oben, von oben nach unten
Die Verarbeitung von Sinnesinformationen kann durch sogenannte Bottom-Up und Top-Down Prozesse geschehen. Beim Bottom-Up Prozess wird die Information von unten nach oben verarbeitet - soll heißen, wir hören etwas, und die Information gelangt von unseren Ohren über den Hörgang in das Gehirn, wo sie dann weiterverarbeitet wird. Bei Top-Down Prozessen hingegen ist es ein bisschen anders - da beeinflusst das Gehirn nämlich, was wir wahrnehmen.
Ein Beispiel: Jemand reicht euch ein Glas und sagt euch, dass Milch darin ist. Wenn man sich nur auf den Geschmackssinn verlassen kann (also zum Beispiel die Augen verbunden sind) und man dann in Wirklichkeit Orangensaft trinkt, wird der Saft komisch schmecken, wenn nicht sogar schlecht - das Gehirn hatte Milch erwartet, und das wiederum beeinflusst den Geschmack des Orangensafts.
Nun ist Saft und Geschmack eine Sache - aber beeinflussen unsere Einstellungen und Meinungen auch, was wir sehen?
Lest auf Seite 2 die Antwort darauf...
Vielleicht nein, behauptet der Forscher Yair Pinto von der Universität Amsterdam. Pinto ist Psychologe und untersucht das visuelle Wahrnehmungssystem - wie wir sehen, was wir sehen und wann wir sehen. Er und Kollegen haben kürzlich Forschungsergebnisse vorgestellt, die darauf hindeuten, dass unsere Einstellungen und unsere Meinungen sehr wohl beeinflussen können, wann wir etwas wahrnehmen.
Von unten nach oben, von oben nach unten
Die Verarbeitung von Sinnesinformationen kann durch sogenannte Bottom-Up und Top-Down Prozesse geschehen. Beim Bottom-Up Prozess wird die Information von unten nach oben verarbeitet - soll heißen, wir hören etwas, und die Information gelangt von unseren Ohren über den Hörgang in das Gehirn, wo sie dann weiterverarbeitet wird. Bei Top-Down Prozessen hingegen ist es ein bisschen anders - da beeinflusst das Gehirn nämlich, was wir wahrnehmen.
Ein Beispiel: Jemand reicht euch ein Glas und sagt euch, dass Milch darin ist. Wenn man sich nur auf den Geschmackssinn verlassen kann (also zum Beispiel die Augen verbunden sind) und man dann in Wirklichkeit Orangensaft trinkt, wird der Saft komisch schmecken, wenn nicht sogar schlecht - das Gehirn hatte Milch erwartet, und das wiederum beeinflusst den Geschmack des Orangensafts.
Nun ist Saft und Geschmack eine Sache - aber beeinflussen unsere Einstellungen und Meinungen auch, was wir sehen?
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