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Wir berichten von der "Campus Party Europe" aus Berlin

Party der Technik und Innovation

22.08.2012
ZEITjUNG@CampusPartyBerlin

Die "Campus Party Europe" lockt 10.000 Besucher und 500 Redner nach Berlin. Wir sind für euch vor Ort.

Gegen 20 Uhr liegt die Abendsonne über dem gigantischen Areal des stillgelegten Berliner Flughafens Tempelhof. Im Hangar ist Applaus zu hören. Zuerst von der einen, dann von der anderen Seite, dann von irgendwo anders. Die Akustik in dem riesigen Konstrukt aus Stein und Stahl kann täuschen – das ist ganz natürlich.

Um Natürliches ging es gestern aber nicht, wird es die nächsten Tage auch nicht gehen. Denn während das Flughafen-Sorgenkind "BER" der Hauptstadt und seinem regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit, schweres politisches Kopfzerbrechen bereitet, ist Tempelhof Schauplatz der „Campus Party Europe“. Auch hier rauchen die Köpfe, aber aus ganz anderen Gründen. Die erste „Campus Party“, also der Vorgänger von dem, was vom 21. bis 26. August in der deutschen Metropole stattfindet, wurde 1997 von vier Freunden in Malaga gegründet, inspiriert durch einen Fernsehbeitrag über sogenannte „Demo Partys“.

10.000 Besucher auf 58.000 Quadratmeter


Das Prinzip: Man schafft Raum für kreative Köpfe, die sich aufgrund ähnlicher Interessen zusammenfinden. Im Fall der „Campus Party“, dem Interesse für Technik- und Innovation – 250 Menschen kamen zur Jungfernsause. Seitdem wächst die „Campus Party“, und wächst, und wächst – und breitet sich gleichzeitig aus: In Malaga, Kolumbien, Mexiko, Brasilien, Ecuador, Peru, USA war sie bereits bereits und seit Dienstag ist sie eben auch in Deutschland angekommen. Und wie.

Der kleine Freundeskreis ist längst einem Team von 100 Verantwortlichen gewichen – nur die größtenteils spanischen Mitarbeiter lassen noch auf die Wurzeln schließen, obgleich das Hauptquartier längst in Madrid sitzt. Die Veranstaltung lockt auch nicht mehr nur 250, sondern bei ihrer Deutschlandpremiere ganze 10.000 Besucher an. 58.000 Quadratmeter umfasst das Gelände. Hunderte Zelte wurden für Dauercamper aufgestellt.

Neun Bühnen, 500 Redner, Workshops, Wettbewerbe, Crash-Kurse, Diskussionsrunden, Förderprogramme, Erfindungen, Start-Ups. Mitveranstalter O2 stellt etwa zwei neue Konzepte vor: „Wayra“, das Start-Up Unternehmen im Rahmen einer Jury-Auswahl mit bestimmten Geldern unterstützt, und „ThinkBig“, das sozial benachteiligten Jugendliche, die gerne eigene Projekte auf die Beine stellen wollen, finanziell bezuschusst. Alles dreht sich um Technik und Innovation, Innovation und Technik. Neue Produkte werden ebenso thematisiert wie Urheberrechte, Sicherheitstechnik, Fortschritte ebenso wie Nachholbedarf – und natürlich die Köpfe dahinter.

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