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Warum die WG mit Freunden immer eine gute Idee ist

Lieber mit euch

15.10.2012

Gute Freunde sind etwas Wunderbares, umso besser, wenn man mit ihnen zusammen wohnt.

„Ich wusste ja, auf was ich mich einlasse…“ – keinen Spruch habe ich in den letzten Jahren öfter gehört. Denn ich wohne in einer WG. Aber zum Glück nicht in irgendeiner, sondern ich wohne mit meinem besten Kumpel zusammen in drei wundervollen Zimmern. Anders wohnen? Inzwischen unvorstellbar für mich.

In jeder anständigen WG wird geputzt, gekocht, werden Dinge dreckig gemacht und Dinge wieder geputzt. Im Idealfall läuft das alles gleichmässig verteilt. Die Tatsache, dass das in irgendeiner WG immer funktioniert, halte ich allerdings für reine Fiktion. Man wird sich also damit abfinden müssen, vor dem Elternbesuch die Frühstücksteller des Anderen abspülen zu müssen.

Philosophiestudenten mit Fliesentischen

Damit habe ich auch überhaupt kein Problem! Vor allem aber deswegen, weil es nicht der Teller von irgendeinem Fremden ist, dessen einzige Gemeinsamkeit mit mir ist, sich alleine keine Wohnung leisten zu können. Ich will nicht mit einem 38 jährigen Philosophiestudenten diskutieren, ob sein Fliesentisch ins Wohnzimmer passt oder nicht und ich hab keine Lust darauf, jeden Morgen von Heike, der 24-jährigen Umweltaktivistin darüber aufgeklärt zu werden, dass mein Frühstücksei eigentlich Mord ist.

Ich hätte Angst davor, jemanden als Mitbewohner zu erwischen, der mir am Anfang eigentlich ganz okay vorkommt und sich dann als wandelnde, ungerecht urteilende Katastrophe entpuppt. Ein Mitbewohner, der zwar selbst nie abspült, aber Stunk macht, wenn ich die Hausarbeit selbst für ein paar Tage schleifen lasse. Oder noch schlimmer: Jemanden, der mich dazu zwingt zuzugeben, dass ich selbst so ein katastrophaler Mitbewohner bin.

Fliegende Pfannkuchen gegen den Haussegen

Nein, viel lieber wohne ich da mit jemandem zusammen, den ich kenne. Und der mich schon kannte, als wir zusammen unseren ersten Rausch hatten. Deswegen weiß er nämlich auch, dass ich Sonntagvormittag die Küche nicht aufräumen werde. Auch, wenn ihn mein Saustall vom Abend vorher stört und ich vielleicht nicht mehr um 8 Uhr morgens mit ein paar Pfannkuchen Frisbee hätte spielen sollen – er wusste ja schliesslich, auf was er sich einlässt.

Gar nicht deine Meinung? Hier geht es zum Gegen-Artikel: Warum man nicht mit seinen Freunden zusammen wohnen sollte …

Foto: fotografiona auf flickr unter CC BY 2.0