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Auslaufmodell Studiengebühren

Sag beim Abschied leise Servus

29.11.2012

5 Jahre Bezahlstudium in Bayern – über die Gewinner, Verlierer und warum Bildung für jedermann zugänglich sein muss.

Ob bei der Einführung der allgemeinen Studiengebühren 2007 in Bayern jemand damit gerechnet hätte, dass nur fünf Jahre später das Modell aller Voraussicht nach wieder kippen würde? Wahrscheinlich die Wenigsten. Doch jetzt dürfen sich bayerische Studenten freuen, denn  „Die Studiengebühren in Bayern werden abgeschafft – entweder durch den Landtag oder das Volk.“, so Horst Seehofer in der Bild am Sonntag. Zeit für einen Rückblick auf die Gewinner und Verlierer, die sich aus der Einführung der Studiengebühren ergeben haben und einen Ausblick, welche neuen Chancen die Abschaffung der ungeliebten Beiträge mit sich bringt.

Schenkte man den damaligen Akteuren und ihren Argumenten für die Einführung der Studiengebühren Glauben, so müsste sich bis heute die Anzahl der Langzeitstudenten erheblich verringert und müssten sich die Studienbedingungen an deutschen Hochschulen massiv verbessert haben. Doch konnte dem wirklich Rechnung getragen werden? Hört man sich unter zukünftigen Akademikern um, stellt man schnell fest, dass nach wie vor der Wunsch nach mehr Lehrpersonal, einer besseren Ausstattung der Hochschulen, besserer finanzieller Unterstützung der Studenten und weniger Sparmaßnahmen besteht.

Gewinner und Verlierer


Das wirft natürlich die Frage auf, ob die Studienbeiträge tatsächlich zur Verbesserung der Bedingungen an bayerischen Universitäten beitragen konnten oder diese vielleicht vielerorts in unnötige Anschaffungen investiert wurden. Sollte letzteres zutreffen, lassen sich an dieser Stelle als Gewinner leider nur die Hochschulen selbst benennen.

Laut einer Studie der studentischen Personal-Agentur Univativ finanzieren sich 46,10% aller befragten Studenten während ihres Studiums durch die Eltern oder Familie, 31,90% über Jobs und 14,90% nehmen BAföG in Anspruch, gefolgt von Darlehen, Stipendien und Sonstigem. Womit wir auch schon bei den Verlierern wären. Denn gerade finanziell schlechter gestellte Familien können sich meistens die Unterstützung ihres Nachwuchses nur bedingt leisten. Und offen gesagt: nicht jedes Studienfach erlaubt es, nebenbei noch einem Job nachzugehen um sich als junger Erwachsener seinen Lebensunterhalt komplett selbst zu verdienen.

Lest auf Seite 2, warum Bildung für alle zugänglich sein sollte...
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